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DDR

Dank an die Russen bzw. alle Sowjetvölker

Wir DDR-ler können den Sowjets dankbar sein

Die Sowjets gingen mit der DDR und ihren Bürgern ähnlich um, wie sie mit den vielen Völkern in ihrer Union der Sowjetrepubliken zusammenlebten – friedlich miteinander, die nationale Kultur und Traditionen akzeptierend und sogar fördernd.

DDR-Bürger hätten dankbar sein können

Wir DDRler können – wenigstens nachträglich – dankbar sein, daß die Sowjets uns Deutsche in Mitteldeutschland so sein ließen, wie wir sind.

  • Sie ließen unsere Kultur, gaben sie sogar nach Restaurierung zurück (Dresdner Gemälde)
  • Sie ließen die DDR-Deutschen ihre nationale Besonderheit, ihre regionale „Spielweise“ für ihren real existierenden Sozialismus.
  • Sie führten kein Dirigismus gegenüber der DDR
  • Sie ließen den Deutschen in der DDR lange den Glauben an die Möglichkeit eines einheitlichen Deutschlands mit dem Westen.
  • Sie warnten uns vor den westlichen Feinden, aber sie ließen uns die eigenen Negativ-Erfahrungen machen – spätestens nach 1990.

Wert der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft 

Der Wert der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft wurde während der DDR-Zeit von vielen Menschen nicht wirklich verstanden und demnach auch weniger geschätzt und für die eigene Entwicklung genutzt.

Veikko Stölzer (29:30 min) „Vor allem: Der Russe hat uns ja immer gewarnt. Mein Vater hat mir ja die Story erzählt: Sie hatten den Russen niemals geglaubt, wenn warnte vor dem Westen. Jetzt, 30 Jahre, nach dem der Sachse den Westen erlebt hat, sagt er: Nein, der Russe hat nicht über-, der hat untertrieben. Er hätte einfach Tausendmal mehr warnen müssen, vor dem Westen. Hätten wir das gewußt, daß das auf uns zu kommt, hätten wir wahrscheinlich dem Russen geholfen. Wir dachten die ganze Zeit: Der Russe ist der Böse. … Der Russe war nie unser Feind. Das haben wir aber erst gemerkt, nach der Wende. Jeder Ossi ist davon ausgegangen: Der Russe ist der Böse. Was die sagen, ist gelogen. Jetzt stellen wir fest. Das da drüben ist ja noch verrückter. 1989 haben die alle die Russen gehaßt. Mitlerweile stehen die sich alle bestens mit den Russen, weil die gemerkt haben: Der Russe war nicht das Problem. Das war ein völlig falscher Ansatzpunkt.“

Diese Unmoral des Westens im West-System hätten wir uns nicht vorstellen können!

Der russische Präsident Wladimir Putin reichte in seiner Rede vor dem deutschen Bundestag den Deutschen die freundschaftliche Hand. Aber die Parteien der BRD-Mächtigen haben diese Hand ausgeschlagen! Damit schlugen sie auch für das deutsche Volk eine Chance für eine bessere Zukunft aus.

Putins Rede im Bundestag auf Deutsch (2001)

Der Wert der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft wurde während der DDR-Zeit von vielen Menschen nicht wirklich verstanden und demnach auch weniger geschätzt und für die eigene Entwicklung genutzt.

Heute ist die Versöhnung zwischen dem deutschen und dem russischen Volke eine kollektiv-psychische Notwendigkeit.

Gabriele Krone-Schmalz: „Putin war in seiner ersten Amtszeit eine Chance für Europa“

 

 

 

Klar und deutschlich!

Pflegen und Nutzen der deutschen Sprache in der DDR!

Denke, sprich und schreibe klar und deutschlich!

Die Deutsche Sprache ist ein Präzisionswerk der Bezeichnung und Beschreibung der Wirklichkeit.

Worte und Zahlen sind Energien, die die deutsche Sprache klar und deutlich machen.

Aus diesem Grunde versuchen satanische Kräfte immer wieder, die genaue deutsche Sprache zu entfremden und zu beseitigen. Deshalb bemüht sich der globale Prädiktor mit psychologischer Kriegsführung die Deutschen über ihre Kultur und Sprache zu vernichten.

Aufgabe für die bewußten Deutschen: Halte die Sprache frei von fremden Einflüssen:

  • Vermischung der Nationalsprache mit Fremdsprachen wie Englisch: Denglisch
  • Technisierung der Sprache
  • Abkürzungen der Sprache
  • Kauderwelsch von allem

 

Die Medien standen in Westdeutschland seit 1945 bis 2099 unter der Hoheit der Alliierten: DPA, Reuters usw. sind demnach alle von den Alliierten beeinflußt.

„Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt, verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit sich selbst.“ (Ernst Moritz Arndt, 1769 – 1860)

Deshalb ist es wichtig, SEINE Sprache zu pflegen und nicht verwässern zu lassen durch Amerikanismen, Russismen, Technizismen u.a. Verunstaltungen der nationalen Sprachen.

Die DDR war ein Land mit breitem Literaturangebot. Kultur und Bildung durch Lesen und Lernen war vom sozialistischen Land gefördert und auch für jedermann bezahlbar. Natürlich gab es dabei auch viele Bücher von Autoren aus dem Lande. Auch viele Wissenschaftlicher veröffentlichten als Experten auf bestimmten Gebieten ihre Erkenntnisse. Aber einen neuen und guten Trend gab es in der DDR: Zu bestimmten Themen schrieb nicht jeder sein eigenes Buch, sondern man kam in ein Kollektiv von Autoren zusammen und schrieb gemeinsam zu einem Thema ein Buch. Kooperation und Erfahrungsaustausch waren eben die Werte in der sozialistischen Gesellschaft, statt Konkurrenz, Egoismus und Verschwendung von Ressourcen.

Es gab noch kein Buch zum Thema von Geschäfts-Verhandlungen in der DDR. Ich hatte in Jena im Kombinat VEB Carls Zeiss JENA für die Ausbildung und das Training von Verhandlungsführer im Außenhandel gemeinsam mit Dr. Karl-Hein Hoppe eine Broschüre zur „Verhandlungsführung in der Außenhandelstätigkeit“ geschrieben. Die Veröffentlichung erfolgte unter Hinzunahme des Generaldirektors des Außenhandelsbetriebes im Kombinat VEB Carl Zeiss JENA, Dr. Joachim Abicht, Die sozialistische DDR hatte ein zentralisiertes staatliches Außenhandelsmonopol in Berlin. Allein das Kombinat Zeiss hatte als „Staat im Staate“ seinen eigenen Außenhandelsbetrieb in Jena. 1984 kam durch uns aus Jena ein Impuls zur Verbesserung der Qualifizierung der DDR-Außenhändler mit dem von mir kreierten und realisierten Sozialspsychologischen Verhaltenstraining und zusätzlich mit dieser Broschüre als theoretische Grundlage für die Trainings-Teilnehmer. Das verbreitete sich schnell im Außenhandelsministerium der DDR, am Zentralinstitut für Sozialistische Wirtschaftsführung beim ZK der SED in Berlin-Rahnsdorf, an der Hochschule für Ökonomie „Bruno Leuschner“ in Berlin-Karlshorst, an der Fachschule für Außenwirtschaft Berlin.

Und so entstand der Plan, in der DDR gemeinsam ein Buch zum Thema Geschäftsverhandlung zu schreiben und zu veröffentlichen. Prof. Karl-Heinz Kosser vom ZK-Institut für Sozialistische Wirtschaftsführung übernahm die Leitung eines fünfköpfigen Kollektivs von Autoren. Wir kannten uns alle und hatten uns bereits im Lande zum Thema Verhandlung in der praktischen Ausbildung hervorgetan. Der Inhalt meiner Broschüre wurde zur Grundlage für dieses Buch-Projekt genommen. Als schnellen Zwischenschritt zu einem umfangreicheren Buch wurde 1988 eine Broschüre  „Geschäftsverhandlungen im Außenhandel“ für die Reihe „Außenhandel effektiv“ im Verlag „Die Wirtschaft“ Berlin herausgebracht. Zur Vollendung eines Buches ist es nicht mehr gekommen. Da war unsere Zeit in der DDR schon vorbei.

Aber woran ich mich erinnere, das waren die vielfältigen und längeren Diskussionen unter den Autoren über sprachliche Formulierungen, vor allem über einzelne Begriffe und Worte. Einerseits wurden vielfach von mir verwendete psychologische Fachbegriffe von den anderen nicht akzeptiert. Man müsse das einfacher und für jedermann verständlich formulieren, was nicht immer möglich war. Andererseits ging es einigen anderen Autoren um die Nutzung einer eigenen DDR-Sprache und um die Nichtverwendung von westlichen Begriffen. Das war insofern „lustig“, weil ich von den Beteiligten wohl der Einzige war, der nicht auf westliche Verkaufs- und Verhandlungsliteratur zurückgreifen konnte. Meine Texte und Formulierungen bezogen sich vor allem auf sozialpsychologische Erkenntnisse und die praktischen Erfahrungen von Hunderten Verkaufs- und Verhandlungspraktikern von Zeiss Jena. Ich erinnere mich nicht mehr an die konkreten sprachlichen Fälle, aber daran, daß wir mitunter heftig stritten.

Die gute deutsche Sprache wurde in der DDR gepflegt.

In der DDR wurde viele Wert darauf gelegt, die deutsche Sprache zu verwenden und nicht in Amerikanismen oder Technisierung der Sprache zu verfallen.

Was passiert, wenn die englische Sprache, die eine „einfache“ Sprachqualität darstell, bestimmte Bereiche, wie Wirtschaft und Finanzen,  dominiert? Die Benutzung der englischen Sprache trainiert das Gehirn zu Vereinfachungen.

  • Die deutsche Sprache gehört deshalb den Dichtern (Schreibern, Künstler) und Denkern (Wissenschaftlern, Weisen), die damit das Leben genau abbilden können.
  • Diese Sprache ist ein Schatz, der behütet werden müßte!
  • Die Sprache auf dem Territorium Deutschlands wird heute immer primitiver, platter und unpräziser.

Die Teilung Deutschlands in BRD und DDR hatte Folgen für die Sprache:

Die Sprache in der DDR zeigte Veränderungen von „Differenzen“, „Divergenzen“, „Sprachspaltung“, „Ost-West-Spezifika“ bis hin zu „sprachlicher Besonderheiten“, die sich ab Ende der 1970er Jahre durchsetzten. Dabei kann zwischen öffentlicher und privater Kommunikation unterschieden werden.

„Sprache der DDR“ war durch „zwei Aspekte charakterisiert.
Zum einen wurden die Spezifika öffentlichen Sprachgebrauchs in der DDR heraus gestellt, d.h. eine
Sprachhaltung bzw. ein Sprachgestus, als deren zentrale Merkmale Formelhaftigkeit und Stereotypie, Schönfärberei und Militanz gelten.
Zum anderen galt die Aufmerksamkeit Besonderheiten der Wortschatzentwicklung (sowohl in systematischer Hinsicht, d.h. dem Versuch im Vergleich zum westdeutschen Wortschatz Typen von Differenzen zu klassifizieren, als auch hinsichtlich der Erfassung spezifischer DDR-Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit dem politischideologischen und ökonomischen System).“
Antje Buer -„Sprache in der DDR“ und „Sprache der Wende“ als Gegenstandsbereiche der Sprache- und Politikforschung (Universität Duisburg-Essen, 2006, S. 22)

  • Brathähnchen – Broiler (DDR)
  • Tacker – Klammeraffe (DDR)
  • Plastik – Plaste (DDR)
  • Helikopter – Hubschrauber (DDR)
  • Konzern – Kombinat (DDR)
  • Computer – Rechner (DDR)
  • Restaurant  – Gaststätte (DDR)
  • Windsurfen – Brettsegeln (DDR)
  • Plastiktüte – Cellophantüte (DDR)
  • Supermarkt  – Kaufhalle (DDR)
  • DJ /DiskJockey- Schallplattenunterhalter (DDR)
  • Pinnwand – Wandzeitung (DDR)
  • Frisbee – Wurfscheibe (DDR)
  • Dart – Wurfspiel (DDR)
  • „Tempo“ – Zellstofftaschentuch (DDR)
  • Truck – LKW bzw. Lastkraftwagen (DDR)
  • Jeans – Niethose (DDR)
  • Management – Leitungsarbeit (DDR)
  • Bulle – Volkspolizist (DDR)
  • Stasi – MfS / Ministerium für Staatssicherheit (DDR)

DDR-Bezeichnung eigener Entwicklungen bzw. Produkte

  • Brigade (Arbeitsgruppe)
  • Brigadier (Leiter der Arbeitsgruppe)
  • Datsche (Gartenlaube)
  • Deli (Feinkostladen)
  • Dispatcher (Koordinierender Mitarbeiter in Betrieben)
  • Eingabe (Beschwerde)
  • Fahrerlaubnis (Führerschein)
  • Goldi (Goldbrand-Schnaps)
  • Grilletta (Art Hamburger)
  • Igelit (Art Kunstleder)
  • Jahresendprämie (Weihnachtsgeld)
  • Kaskadeur (Stuntman)
  • Ketwurst (Hotdog)
  • Kombine (Mähdrescher)
  • Krusta (Pizza)
  • Kulturschaffender (Künstler)
  • Kundschafter des Friedens (Eigene Spione)
  • Lederol (Kunstleder)
  • Linoleum (Jede Form von Kunstbelag)
  • Lipsi (DDR-Form des Rock ’n‘ Roll)
  • Neuerer (Erfinder in einem Betrieb)
  • Niethose (Jeans)
  • Ökulei (ökonomisch-kultureller Leistungsvergleich)
  • Polylux (Overheadprojektor)
  • Popgymnastik (Aerobic)
  • Rekonstruktion (Renovierung)
  • Sättigungsbeilage (Gemüse-Beilage im Gericht)
  • Sektion (Fachbereich an einer Universität, vergleichbar mit Institut)
  • Sichtelement (Plakat, Werbetafel, Aufsteller)
  • Stadtbilderklärer (Fremdenführer)
  • Strasse der Besten (Wandzeitung in Betrieben, die die Besten der Plan-Übererfüllung würdigte)
  • Traktorist (Treckerfahrer)
  • Trapo (Polizei der Bahn)
  • Winkelement (Fähnchen)
  • Zellstofftaschentuch (Papiertaschentuch)

Denke und spreche Deutsch, denn das ist die Quelle Deiner Kraft

Die deutsche Sprache ist eine sehr spirituelle Sprache.

„Einen geistigeren und innigeren Bestandteil als die Sprache hat ein Volk nicht!
Will ein Volk also nicht verlieren, wodurch es Volk ist, will es seine Art mit allen Eigentümlichkeiten bewahren, so hat es auf nichts mehr zu achten, als daß ihm seine Sprache nicht verdorben und zerstört werde.

(Ernst Moritz Arndt)

Mario Prass: Vortrag über Sprache, Symbole, Gemälde, Geschichte

Gabriele Krone-Schmalz: „Putin war in seiner ersten Amtszeit eine Chance für Europa“

 

Wie sieht Ossi den Wessi

Schlechte Geographie-Kenntnisse?

WESSI-SPRÜCHE

  • Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, beim Wessi ist es genau anders rum.
  • Warum braucht man im Westen 13 Jahre fürs Abitur? – Weil 1 Jahr davon Schauspielunterricht ist.
  • Warum nennen die Wessis die Ossis „Ossis“? – Weil sie das Wort „Spezialisten“ nicht aussprechen können.
  • Wenn Wessis damals eine bessere Schulbildung gehabt hätten, hätten diese es heute nicht nötig über Ossis Witze zu reißen!
  • Wieso sind die Wessis so klein? – Weil Ihre Elten gesagt haben „Wenn ihr groß seid müsst ihr arbeiten“!
  • „Wie isst ein Wessi Marmelade? – Er schält einen Pfannkuchen.“
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Wessischlips und einem Kuhschwanz? – Der Kuhschwanz verdeckt das Arschloch ganz!
  • Warum bekommen Ossis Tabletten und Wessis Zäpfchen? – Arschlöcher können keine Tabletten schlucken.
  • Zwei Wessis sprangen in den Fluss, weil jedes Schwein sich baden muss. Der eine ist ersoffen, vom zweiten wollen wir es hoffen!
  • Sitzt ein Ossi in der Wüste. Kommt ein Wessi: „Rutschen Sie gefälligst ein Stück zur Seite.“
  • Was haben Wessis und Wolken gemeinsam? – Wenn sie sich verziehen, wird es ein herrlicher Tag.
  • Was ist der Unterschied zwischen den Russen und den Wessis? – Die Russen sind wieder abgehauen.
  • Warum sagt man nicht dummer Wessi? – Man sagt ja auch nicht weißer Schimmel.
  • Woraus wird ein Ossi gemacht? – Aus Lehm, Wasser, Stroh und ein wenig Scheiße. Aber Vorsicht: nimmt man mehr Scheiße, wird es ein Wessi.
  • Was sind Wessis auf der Rolltreppe? Melkkühe auf einem Fließband.
  • Was erhält man, wenn man einen Ossi mit einem Wessi kreuzt? Einen arroganten Arbeitslosen.
  • Warum dürfen die Wessis nicht mehr auf den Eiffelturm? – Weil sie sonst die Hubschrauber füttern würden.

Wo geht’s denn hier zum Aufschwung? Ossi-Wessi-Witze

Wo geht’s denn hier zum Aufschwung?/ Lieber zu Erich gestanden als bei Mielke gesessen/Die größte DDR der Welt/Das ultimative Ost-Quiz,Konvolut 5 Bücher 

 

Was war die WENDE für mich?

Was war die „WENDE“ 1989/1990 für mich?

Volker Braun: „Eine Revolution und eine Konterrevolution und ein Fest und ein Desaster.“ (www.fr.de)

Position nach der Wende über die Wende

Volker Braun beschreibt auch meine Position in seinem berühmt gewordenes Gedicht von 1990 so:

Das Eigentum
Da bin ich noch: mein Land geht in den Westen.
KRIEG DEN HÜTTEN FRIEDE DEN PALÄSTEN.
Ich selber habe ihm den Tritt versetzt.
Es wirft sich weg und seine magre Ziege.
Dem Winter folgt der Sommer der Begierde.
Und ich kann bleiben wo der Pfeffer wächst.
Und unverständlich wird mein ganzer Text.
Was ich niemals besaß wird mir entrissen.
Was ich nicht lebte, werd ich ewig missen.
Die Hoffnung lag im Weg wie eine Falle.
Mein Eigentum, jetzt habt ihrs auf der Kralle.
Wann sag ich wieder mein und meine alle.

Mein Kommentar:

  • Jedes Wort ist Schwingung zum wirklichen Ende.
  • Jeder Vers ist Prägnanz mit Punkt am Ende.
  • Jeder Satz ist Lakonie des resignativen Endes.
  • Unsere verlorene Hoffnung wurde des Kaufmanns Gewinn.

Die Wende als Ende der Widersprüche

1989/90 – Die historische Zeit der WENDE als ENDE der Einheit und des Kampfes der Widersprüche des zäh-klebrigen real-existierenden DDR-Sozialismus zwischen …

  • Theorie (von Marx) und Praxis (von Honeckers Politbürokraten unter Fern-Leitung der nach-stalinschen Renegaten aus der Sowjetunion),
  • Vision (der Millionen kriegsüberlebenden Deutschen und ihrer herangezogenen Nachkömmlinge für ein Neues Deutschland) und Leben (im letztendlich erfolglosen Arbeits-Fleiß, Zulieferer für das Wohl des Westens),
  • Worten (der SED-Partei und ihrer Positiv-Propaganda der Genossen, des „ND“ und der „Aktuellen Kamera“) und Taten bzw. Realitäten (der Durch-Führung mit Grenzen und Mängel, der aktivistischen und zielstrebigen Werk-Tätigen, der Widerstände innerer Nörgler, Zweifler und Feinde sowie Subversion der Gegner von Außen),
  • Möglichkeit (im grundlegenden und unfertigen Gesellschafts-Konzept) und Wirklichkeit (in der Begrenzung von Zeit und Raum, Macht und Geld, Denunzierung  und feindlicher Konkurrenz),
  • Programm (der historischen Partei-Illusion) und Erfahrung (der langfristigen, globalen und strategischen Führung und Fügung durch höherer Kraft)
  • Revolutionäre (eines nicht-faschistischen und nicht-kapitalistischen Deutschlands) und Verräter (der Ideale und Werte der Arbeiter, kriegsentscheidend durch Gorbatschow)
  • Arbeit (der klugen und fleißigen Deutschen) und Lohn (ohne krönenden Gemeinschafts-Erfolg)
  • Frieden (der sich als systemimmanent nicht verteidigen konnte) und Krieg (zermürbender, psychologischer, ideologischer Kampf des mehr erfahrenen kapitalistischen Systems)

Volker Braun in „Lenins Tod“ sinngemäß: „Wir müssen noch einmal ganz neu und von vorn anfangen!“ 

Die DDR-Wende 1989/1990 Für MICH …

  • Für mich fand 1989/1990 keine (friedliche) Revolution statt, aber eine erfolgreiche Beendigung der länger geplanten Konter-Revolution von 1949 und 1953.
  • Für mich endete 1990 ein mißlungenes, verratenes und besiegtes deutsches Gesellschafts-Experiment des Sozialismus (als Übergangsetappe) und Überwindung des Faschismus.
  • Für mich war die Wende das Ende einer historischen Chance für die (Mittel-)Deutschen (und die Welt), die aber von Beginn  an keine echte war.
  • Für mich persönlich war es der völlige Verlust meines bisherigen Lebenswerkes, meiner Existenzgrundlage und meiner (gesellschaftlichen) Lebensvision.
  • Für mich war die Wende nicht der Verlust des „gelernten DDR-Bürgers“, sondern ist das Bewahren des in der DDR individuell und kollektiv Gelernten
  • Für mich war es der Beginn der existentiellen Suche nach neuem Lebens-Sinn, meiner individuellen Höherentwicklung durch Bewußtseinserweiterung mit Erreichung mentaler, parapsychischer, magischer und spiritueller Be-Reiche, Weiterentwicklung und Probieren meiner verschiedenen Qualitäten, Interessen und Fähigkeiten (u.a. Ansiedlung in der neuen Wahlheimat Luxemburg, Denken, Schreiben und Formulieren)

 

Die Wahrheit über: David Bowie – Heroes  (Helden)

David Bowie Helden, German version of Heroes

Lyrics:

Du

Könntest Du schwimmen

Wie Delphine

Delphine es tun

Niemand gibt uns eine Chance

Doch können wir siegen

Für immer und immer

Und wir sind dann Helden

Für einen Tag

 

Ich

Ich bin dann König

Und Du

Du Königin

Obwohl sie

Unschlagbar scheinen

Werden wir Helden

Für einen Tag

Wir sind dann wir

An diesem Tag

 

Ich

Ich glaub‘ das zu träumen

die Mauer

Im Rücken war kalt

Die Schüsse reissen die Luft

Doch wir küssen

Als ob nichts geschieht

Und die Scham fiel auf ihre Seite

Oh, wir können sie schlagen

Für alle Zeiten

Dann sind wir Helden

Nur diesen Tag

Dann sind wir Helden

Dann sind wir Helden

Dann sind wir Helden

Nur diesen Tag

 

Dann sind wir Helden (less)

Musik in diesem Video

Eingabe beim Staatsratsvorsitzenden der DDR

Die „Eingabe“ als unverwechselbarer Teil der DDR-Kultur

Angeblich herrschte keine Demokratie in der DDR? Die (einfachen) Menschen hätten nichts zu sagen gehabt und nichts verändern können?

Ein wichtiges Machtmittel der DDR-Bürger in ihrem Staat war die „Eingabe„, die seit Ende der 1950er als DDR-Spezifikum „kultiviert“ wurde.

Manchmal war das ein Drohmittel von Bürgern, um direkte Verantwortliche in der Gemeinde (z.B. Rat der Stadt) zu einer Verbesserung eines kritischen Zustandes (ein Engagement dafür bzw. eine Entscheidung) zu bewegen.

Manchmal half das nicht, man wurde hingehalten oder in die Zukunft „vertröstet“. Es wurde nichts geklärt. Deshalb nutzten viele DDR-Bürger den direkten Weg vom Volk zur Führung!

Dabei gab es zwei Arten von Mitteilung an die „Oberen“:

  • Beschwerdebriefe (solche Briefe mit meist aggressiven, diffamierenden und staatsfeindlichen Inhalten kamen oft beim Adressaten nicht an, weil sie von der Staatssicherheit aus Bearbeitungsprozessen herausgenommen wurden).
  • Eingaben (diese mußten offiziell registriert und nach bestimmten „Spielregeln“ beantwortet werden)

Viele Menschen wandten sich direkt an den obersten Verantwortlichen im Lande, um

  • Vorschläge zu verschiedenen Verbesserung im Lande zu unterbreiten,
  • Kritik an verschiedenen Mißständen und Mängeln zu platzieren (Wirtschaft, Versorgung, täglicher Bedarf, Kinderbetreuung, Wohnungen o.ä.),
  • Beschwerden gegenüber dem Verhalten oder der Entscheidung von konkreten Verantwortlichen in seiner Gemeinde oder im Betrieb vorzubringen.
  • Forderungen zur sachlichen Lösung für sein konkretes privates oder regionales Problem zu stellen.
  • Frust über grundsätzliche Regelungen oder Entscheidungen in der DDR zu adressieren (Reisefreiheit, Wahlergebnisse u.ä.)

DDR-Bürger schrieben Tausende Briefe an die Staatsspitze (Staatsratsvorsitzender, Regierung, Minister), an SED-Funktionäre und an die Medien (Zeitung, Rundfunk). Die meisten Menschen, die zu diesem Mittel griffen, hatten dafür gute und dringende Gründe. Das waren Themen des DDR-Alltags, die die Menschen sehr bewegten,  die sich auf den unteren Verantwortungsebenen nicht änderten oder ändern ließen, und wofür sie die oberen Verantwortlichen in Partei und Regierung zur Hilfe und Klärung aufforderten.

In der Mehrzahl drückten diese „Eingaben“ Unzufriedenheit und mitunter auch Wut und Verzweiflung über konkrete Zustände in der DDR aus.  Eingaben beim Staatsratsvorsitzenden Honecker waren eine besonders starke „Waffe“ zur Klärung seines Anliegens.

Viele Bürger nutzten das Mittel der „Eingabe“ für wesentliche Anliegen in der Gesellschaft, aber  sehr viele (wahrscheinlich mehr) als Druckmittel zur Durchsetzung ihrer privaten Wünsche und Sorgen .

Eingaben-Gesetz in der DDR

§ 1. (1) Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht, sich mit Eingaben an die Volksvertretungen, ihre Abgeordneten sowie alle Staatsorgane, sozialistischen Betriebe und Institutionen zu wenden.

§ 1. (1) Jeder Bürger hat das Recht, sich schriftlich oder mündlich mit Vorschlägen, Hinweisen, Anliegen und Beschwerden an die Volksvertretungen, die staatlichen und wirtschaftsleitenden Organe, die volkseigenen Betriebe und Kombinate, die sozialistischen Genossenschaften und Einrichtungen sowie an die Abgeordneten zu wenden. Dieses Recht haben auch die gesellschaftlichen Organisationen.

Die Eingabe war ein legitimes Mittel des Ausdrucks der Meinung, von Beschwerden und Anliegen der Bürger gegenüber der Staatsmacht der DDR – eigentlich auch ein Aspekt gelebter Demokratie im Alltag. Jeder Bürger hatte das Recht und die Möglichkeit, die jeweils zuständigen staatlichen Organe oder Parteifunktionären mit einer Eingabe anzusprechen (oder auch mit gesellschaftlich Unwichtigem zu „belästigen“). Die Eingabe-Briefe mußten vom Empfänger verwaltungstechnisch erfaßt und bearbeitet werden. Dadurch mußten die „zuständigen Organe“ innerhalb von 4 Wochen auf die Eingabe antworten.

Letze Instanz: Staatsratsvorsitzender Erich Honecker

„… wenn gar nichts mehr ging, wenn das zuständige „staatliche Organ“ den lästigen, weil störrisch beschwerdeführenden Bürger aus dem Büro warf, ging im DDR-Zentralismus immer noch etwas. Für jede unlösbare Frage, jedes trotzig von der Bürokratie ausgesessene Problem gab es eine höhere, eine allmächtige Instanz, eine letzte Möglichkeit, Gerechtigkeit zu erlangen: … Honecker“ (Seltsame DDR-Sitten: Eingaben an den roten König)  Honi konnte doch alles. Er war gottgleich allmächtig. Deshalb erwarteten viele Bürger auch alles von ihm persönlich.

  • Revidierung von „Gerichtsurteilen in Scheidungssachen“
  • Unterstützung beim Kauf einer Badewanne
  • Besorgung von Pkw-Ersatzteilen Marke Skoda
  • Reparatur eines Haus-Daches
  • Klage über Pfuscharbeit von Handwerkern
  • Beschaffung „devisenpflichtiger West-Medikamente“

Der Einsender einer Eingabe erhielt einen schriftlichen Bescheid über den Eingang seiner Eingabe.  Die kritisierte Stelle erhielt den schriftlichen Auftrag, für eine Lösungen zu sorgen und anschließend einen Bericht darüber zu erstatten.

Es wurden jährlich etwa 60.000 bis 70.000 Eingaben in der DDR gemacht. Das wurde wie die Anrufung eines Schiedsgerichtes oder eines Verwaltungsgerichtes genutzt.

  • Adressat: „Sehr geehrten Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker“,
  • Bearbeitung: Abteilung „Eingaben“ des Staatsrates der DDR.

„Hier wurden Ratlosigkeit und Verzweiflung akribisch verwaltet, wurden Hilferufe analysiert und in Ordnern voller Bürgerjammer sorgfältig archiviert, hier leitete man „Maßnahmen“ ein und Anliegen weiter.“ (Seltsame DDR-Sitten: Eingaben an den roten König)

Schwachpunkte des Systems waren nach den Inhalten von Eingaben:

  • Fehlerhafte Arbeitsweisen,
  • bürokratisches Verhalten,
  • herzloser Umgang der staatlichen Organe mit Bürgeranliegen

Seit den fünfziger Jahren etablierte sich das Eingabenschreiben nach und nach als ein Stück unverwechselbarer DDR-Kultur.

Im Verlaufe der Zeit wuchs dies zum Moloch „Eingabenwesen“,  hatte aber genau betrachtet keinen wirklichen Nutzen, denn  es wurde damit der Mangel im Land nur einfach zu denen umverteilt, die keine Eingabe schrieben. Das war keine sozial faire Lösung in der Gesellschaft, aber Fakt.

Im überregelten und komplizierten BRD verwalteten Leben weiß man nicht, wo man sich beschweren soll.

„Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen!“

„Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen!“

DEUTSCHLANDS SOUVERENTITÄTSFRAGE 29.09.2020 Teil 1

https://vk.com/videos557717461?z=video557717461_456239498%2Fpl_557717461_-2

https://vk.com/video557717461_456239498

https://vk.com/video557717461_456239499

Meine erste Reise durch das riesige Sowjetland

Diese Reise dauerte 8 Wochen und führte mich von Jena bis in das 6.000 km entfernte Sibirien an den wunderschönen Baikalsee.

1972 wurde ich als Student an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ausgezeichnet, in einer 15-köpfigen „Studentenbrigade“ an der Staatlichen Universität von Nowosibirsk in Sibirien mitzuwirken. Die Mehrzahl unserer Brigademitglieder waren Studenten, einige Studentinnen. Alle von uns hatten in der Schule Russisch gelernt, aber einige waren sogar Studenten der russischen Sprache mit Dolmetscher-Funktion. Uns kostete diese Reise nichts (sie wurden von der FDJ finanziert), aber wir erhielten sogar noch relativ viele Rubel als Lohn.  Diese Reise geschah im Rahmen einer Kooperation zwischen unseren Universitäten.  Nach 4 Wochen Renovierungsarbeiten in einem Studentenwohnheim konnte unsere Gruppe aus Jena die große Union der Sowjetrepubliken auch noch in 4 Wochen ganz privat kennen lernen.

  • Die Reise unserer Gruppe begann mit der „Deutschen Reichsbahn“ von Jena nach Berlin, und ging dann
  • von Berlin-Schönefeld nach Moskau per Flugzeug;
  • von Moskau-Domodedowo nach Nowosibirsk mit dem Flugzeug;
  • von Nowosibirsk mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Bratsk (zum Wasserkraftwerk an der Angara, das von 1966 bis 1971 der weltweit größte Stromerzeuger war),
  • von Bratsk fuhren wir über 600 km mit einem Tragflächenboot auf dem riesigen Strom Angara bis nach Irkutsk (wo ich die schönsten Mädchen Rußlands fand!),
  • von Irkutsk ging es per Schiff noch etwa 70 km zum wunder-vollen Baikalsee (dem tiefsten und ältesten Süßwassersee der Erde) und wieder zurück;
  • von Irkutsk mit dem Flugzeug mit Zwischenlandung in Omsk nach Leningrad (das „Venedig des Nordens“ mit den weißen Nächten);
  • von Leningrad mit der Eisenbahn nach Moskau (der größten Stadt Europas und dem damaligen Zentrum der sozialistischen Welt);
  • von Moskau per Flugzeug wieder zurück nach Berlin-Schönefeld in die DDR-Heimat.

Erlebnis mit der legendären „TU 114“

Das sowjetische Flugzeug „TU 114“ war das leistungsstärkste und schnellste Turboprop-Verkehrsflugzeug der Welt und demonstrierte die Überlegenheit des sozialistischen Systems.

Schon beim 5-stündigen Flug von Moskau nach Nowosibirsk mit der „TU 114“ kam mein Weltbild etwas ins Wackeln. Zunächst war ich fasziniert von dem gewaltigen Flugapparat, dessen breite, zusammen genietete Flügel mit den gegenläufigen Propellerpaaren beim Fahren auf der Startbahn so sehr schwankten, daß ich befürchtete, die Nieten halten nicht und wir erleben eine Katastrophe. Es war wunderbar viel Platz in separaten Kabinen im Flugzeug (nicht wie heute in den engen Reihen ohne Beinfreiheit). Aber, oh erster Schreck, da stiegen offenbar Bauern mit ein, die brachten kopfunter hängende Hühner mit in den Passagierraum. Bewußt wohlwollend dachte ich: „Andere Länder, andere Sitten!“ Aber angenehm war es für mich mit den Hühnern im Flugzeug nicht wirklich.

Wissenschafts-Städtchen mitten in der Taiga

Wir flogen also nach Sibirien in die Stad Nowosibirsk („Neu-Sibirien“), wo heute über 1,6 Millionen Einwohnern leben. Die Großstadt ist nach Moskau und Sankt Petersburg  die drittgrößte Stadt Russlands und die größte Stadt Sibiriens. Dort wurden wir nach glücklicher Landung am Aeroport sehr herzlich von Komsomolzen der dortigen Universität empfangen. Gemeinsam fuhren wir nochmals zirka 45 Minuten mit einem Bus zu unserem Zielort etwas außerhalb des zentralen Stadtgebietes, nach Akademgorodok, dem sibirischen „Wissenschaftsstädtchen“. Diese Stadt wurde 1957 völlig neu zwischen die Birken- und Kiefernwälder der Taiga in die Nähe des Ob-Meeres (Stausee des Flusses Ob) gebaut. Akademgorodok ist seither das wissenschaftliche Zentrum Sibiriens,  der Sitz der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften. Die Studenten an der Universität Nowosibirsk hatten damals die schwierigsten Aufnahme-Prüfungen der gesamten Sowjetunion zu bestehen. Dort bewarben sich die Besten zuerst. Wenn die jungen Anwärter die Aufnahme nicht meisterten, dann gingen sie als nächstes nach Moskau an die Lomonossow-Universität (auch Staatliche Universität Moskau). Und wenn sie diese Hürde auch nicht nahmen, dann gab es die drittschwerste Möglichkeit zur Aufnahme an der Staatlichen Universität Leningrad (heute Sankt Petersburg).  Noch heute ist die fachliche Qualität der 9 Universitäten in Nowosibirsk weltweit hochgeschätzt:

Höchstes Fachranking der Universitäten in Nowosibirsk:

  • Physik: 51. Platz im weltweiten Universitäts-Ranking, 3. Platz im Uni-Ranking Rußlands
  • Bergbau, Öl und Gas: 76. Platz im weltweiten Universitäts-Rankung, 3. Platz im Uni-Ranking Rußlands
  • Archäologie: 151. Platz im weltweiten Universitäts-Ranking, 1. Platz im Uni-Ranking Rußlands

In Akademgorodok bezogen wir zunächst unsere Zimmer in einem Studentenwohnheim und anschließend zeigte man uns stolz bei einer weiteren Busfahrt das noch junge, klar strukturierte und weitläufige Städtchen. eingeteilt in Funktionsbereiche (Forschungszentren, Einkaufszentrum, Restaurants, Sport, Kino usw) und abgetrennte Wohngebiete für die verehrten Wissenschaftler (Akademiemitglieder) in Einfamilien-Häuschen mit Garten am Rande, die 4stöckigen Häuser für die wissenschaftlichen Mitarbeiter, 10stöckigen Häuser für die sonstige Bevölkerung und 12-stöckigen Punkthäuser für die Studenten. Die ganze Stadt wurde in die Taiga integriert, möglichst wenig Bäume wurden dafür gefällt. Mir hat diese Einheit von Stadt und Natur sehr gefallen.

(Bildquelle: Brücke-Osteuropa – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8760794)

Mitglied einer sowjetisch-deutschen Studentenbrigade in Sibirien

Am nächsten Tag ging es zur Arbeit. Unsere Aufgabe lautete: Wir sollen gemeinsam mit sowjetischen Studenten (Komsomolzen) Zimmer und Gänge in einem Studentenwohnheim renovieren, also neben kleineren Ausbesserungen an Wänden, vor allem mit neuer Farbe versehen. So schön, so gut. Wir versuchten uns zu orientieren, wie sie das machen wollten. Es wurde lange beredet, dann etwas organisiert (gesucht oder besorgt) und es dauerte und und dauerte, während wir FDJler warteten und uns langweilten. Wenn wir nachfragten, kam stereotyp: „Bujet, budjet!“ (Wird schon!) Dann fingen wir irgendwie mit Malerarbeiten an, aber es fehlte an diesem und jenem Werkzeug und Material. Das war für uns eine arbeitsorganisatorische Katastrophe. So konnten wir doch unsere Aufgabe nicht erfüllen. Das hielten wir noch einen zweiten Tag durch, dann traten wir geschlossen auf und forderten am Tisch des Komsomol-Sekretärs der Uni eine Aussprache. Widerwärtig wurde diese Besprechung vereinbart. Wir erklärten, daß wir zum Arbeiten gekommen sind, aber offenbar eine andere Auffassung von Arbeit und Arbeitsorganisation hätten. Wir wollten Mehr und Besseres erreichen, dafür  wollten wir deutschen Studenten ein eigenes Renovierungs-Projekt bekommen. Gebt uns das nötige Material und die Werkzeuge dafür und wir legen sofort los. Und dann könnten wir ja auch in einen Wettbewerb treten – die sowjetischen Komsomolzen gegen die deutschen FDJler.   Die Komsomol-Seite war nicht begeistert, fühlte sich kritisiert, aber doch interessiert daran, was wir da machen wollten. Sie gaben uns in einem der Wohnheime eine ganze Etage als Projekt in Verantwortung und sogar die entsprechenden Arbeitsmittel. Jetzt waren wir zufrieden und unter uns, hatten untereinander keine mentalen Verständigungsprobleme. Nach einer Woche (4 Wochen waren veranschlagt) waren wir mit der ganzen Etage fertig, während unsere sowjetischen Wettbewerber wohl gerade ein Drittel oder eine knappe Hälfte vergleichbarer Aufgaben erreichten. Das konnten die Sowjets nicht glauben un die Komsomolzen-Studenten liebten uns deshalb eigentlich nicht. Dabei hatten wir uns eigentlich nicht einmal stark angestrengt und keiner von uns war Maler von Beruf. Eine sehr strenge Kontrolleurin kam und nahm das Objekt ab, sah in alle Ecken und prüfte überall gründlich, konnte aber nichts bemängeln. Wir einigten uns, weil wir so gut und schnell waren, und wir ja 4 Wochen Zeit mitgebracht hatten, daß wir noch eine ganze Etage im Wohnheim renovieren.  Dazu gab es den motivierenden Ansporn, wenn wir auch damit fertig sind und die Qualitäts-Abnahme gut verläuft, dann könnten wir Urlaub in Nowosibirsk machen. Nach einer knappen weiteren Woche konnten wir dann für 2 Wochen den versprochenen Urlaub in Akademgorodok, in Nowosibirsk und am Abend meist mit den sowjetischen Studentenkollegen am Ob-Meer machen. Das Ob-Meer bei Akademgorodok ist ein großer Stausee des Flusses Ob mit wunderschönem sandigen und flachen Badestrand. Es war damals Sommer in Sibirien, mit permanent über 40 Grad Hitze, so daß ich fast nur abends ins Freie gehen konnte und mich abends erst nach 19 Uhr ans Wasser begab.

Die Komsomolleitung der Universität sprach uns in einer kleinen Feier zum Abschluß unserer Arbeit als Studentenbrigade herzlichen Dank aus und bezahlte uns reichlich mit Rubeln. Ich glaube unsere konkurrierenden Komsomolzen waren über diese „Arbeits-Niederlage“ nicht froh. Aber sie feierten und tranken (übrigens Rotwein, keinen Wodka!) dennoch mit uns am Strand-Lagerfeuer und später bis in die Nacht hinein im Studentenwohnheim.

Ich glaube nicht, daß sie von uns effektives Arbeiten gelernt hatten.

Das erste Sozialisten-Gebot: Die führende Rolle der Sowjetunion

Ein erstes Gebot oder stilles Gesetz für einen Marxisten oder Sozialisten in der DDR war die (fast bedingungslose und blinde) Führungs- und Beispiel-Rolle der Sowjetunion,

  • die als erste eine sozialistische Revolution erfolgreich durchführte,
  • die maßgeblich den zweiten Weltkrieg gewann und Osteuropa sowie Ost- und Mitteldeutschland von den deutschen Faschisten befreite,
  • die die meisten Erfahrungen im Aufbau des Sozialismus habe,
  • die für alle sozialistischen Länder vor allem den militärischen Schutz gewährleiste.

Deshalb wurde ich als gelernter DDR-Bürger mit dem Slogan geprägt: „Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen!“

Mein Sowjetunion-Schock im heißen Sibirien

Für mich war der 8-wöchige Aufenthalt in der Sowjetunion Anfang der 1970er Jahre ein ent-täuschendes Schlüssel-Erlebnisse. Ich unterlag einer Täuschung durch die Agitation und Propaganda in der DDR über die UdSSR und ihre Leistungsfähigkeit. Ich fand eine völlig andere Realität vor, mit der ich nicht rechnete.

Auf einem sehr wichtigen Gebiet konnten wir DDR-Deutsche wenig von den Sowjets lernen, auf dem Gebiet der Arbeit und des Wirtschaftens, der Arbeitsorganisation und der Arbeitsmoral.

Meine  Erfahrung und Schlußfolgerung war, daß wir allein aufgrund unserer völlig unterschiedlichen Arbeits-Mentalität effektiver und schneller den „Sozialismus“ in der DDR aufbauen konnten. Aber, wie das in der UdSSR gehen sollte, war mir schleierhaft.

Ich traf wunderbare Menschen in Rußland 

Ich muß unbedingt hervorheben, daß ich damals in den 8 Wochen meiner Sowjetunion-Reise sehr liebenswerte und herzliche Russen kennen- und schätzen gelernt habe. Einer von ihnen war Sergej, der immerfort mit mir Deutsch sprach, um sich zu üben und zu verbessern. Er nahm mich sogar während meiner Studentenbrigade-Zeit mit zu einem Besuch in sein Heimatdorf. Das war eine längere Busfahrt durch die großräumige Stadt Nowosibirsk, bis über den Stadtrand hinaus in die Taiga. Ich vergesse das Pelmeni-Essen im Kreise der überaus gastfreundlichen Großfamilie und aller neugierigen Nachbarn nicht. Ich war vielleicht der erste Ausländer, der überhaupt in dieses sibirischen Dorf kam.  Alle stellten Fragen über Fragen, waren neugierig über die DDR und unser Leben dort. Ich nahm auch am abendlichen Treffen der Dorfjugend auf der einzigen Dorfstrasse teil. Wir gingen durch den Birkenwald bis zum breiten Ob-Fluß. Dort mußte ich unbedingt eine Spritztour mit einem Motorboot mitmachen.  Und dort erlebte ich im Wald für mich bedrohlich wirkende Libellen, so groß wie Spielzeughubschrauber. Überhaupt ist die Taiga-Natur so üppig und vielfältig, groß und gewaltig, Respekt erzeugend.

Ich erlebte auch die russische Seele der Menschen so ähnlich wie „Mütterchen Rußland“ – herzlich, gastfreundlich, großzügig, gesellig, einfach, geistvoll, neugierig an Fremden und ihrem anderen Leben. So höre ich heute auch russische Volkslieder oder ihre „Schlager“ mit moderner Popmusik mit anderen, verständlicheren Ohren.

Deutsche in Nowosibirsk

Nur in zwei Regionen der Sowjetunion (auch im heutigen Rußland) leben mehr Deutsche als in der Region Nowosibirsk. Dort bilden die Deutschen die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe nach den Russen. Die regionale Führung war und ist  deshalb am Kontakt mit Deutschen (aus der DDR) und heute zum Ausbau der deutsch-russischen Zusammenarbeit bemüht. Dafür wurde auch ein moderndes „Deutsch-Russisches Haus“ in Nowosibirsk erbaut.

In Nowosibirsk fand ich Mitte der 1970er Jahr beispielsweise die größte Buchhandlung in der Sowjetunion nur mit deutschen Büchern – damals fast ausschließlich aus der DDR und der Sowjetunion.

Verhältnis DDR und UdSSR

Gerd König war von 1987 bis 1990 Botschafter der DDR in Moskau. Er berichtet in seinen Erinnerungen, daß die DDR-Führung in Berlin die „ungeschminkte Wahrheiten über innenpolitische Entwicklungen in der Sowjetunion nicht gern zur Kenntnis (nahm). Man erwartete eher Bestätigung eines Wunschbildes.“ (Nemgorodok. ERINNERUNGEN EINES BOTSCHAFTERS)

Die DDR und die Sowjetunion entwickelten Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil. Aber diese Beziehungen blieben die gesamte Zeit Beziehungen zwischen zwei ungleichen Partnern.

Da war auf der einen Seite

  • die sowjetische Befreiungs- und Besatzungsmacht auf deutschem Boden, die auch militärisch auf DDR-Territorium massiv präsent blieb,
  • das historische Beispiel und Vorbild für den Aufbau der sozialistisch-kommunistischen Gesellschaft mit entsprechenden Erfahrungen,
  • die Weltmacht bzw. „Supermacht“ UdSSR, wie Vater und Mutter in einem.

Dort war auf der anderen Seite der kleine „Bruder“ oder eigentlich besser: das „Kind“ DDR.

Dieser fortwährende Unterschied aus der Vergangenheit und in der Gegenwart verleitete die sowjetische  Führung dazu, der DDR die eigenen sowjetischen Interessen, Ziele und Lösungen zu diktieren, die im Kern zwar oft mit denen der DDR und ihrer Führung übereinstimmten, die sich aber häufig auch unterschieden, so daß beide Seiten kollidierten. So hatte es während der gesamten Lebenszeit der DDR mit der UdSSR auf verschiedenen Gebieten Interessenkonflikte und Meinungsverschiedenheiten gegeben.

In der Öffentlichkeit nach innen und außen wurden jedoch beständig die Gemeinsamkeiten zwischen DDR und Sowjetunion propagiert: „Unverbrüchliche Freundschaft“, „Bruderbund“ usw.

Bis Mitte der 1980er Jahre (die Zäsur ist die Machtübernahme von Gorbatschow) dominierten auch noch die Gemeinsamkeiten und das abgestimmt gemeinsame Vorgehen in den grundsätzlichen Aspekten der Innen- und Wirtschaftspolitik beim Aufbau des Sozialismus sowie der Außen- und Sicherheitspolitik gegenüber der Welt. Dabei trug die DDR auch die nicht geradlinige  und wechselhafte Außen- und Sicherheitspolitik der UdSSR mit, obwohl die DDR-Führung schon ein anderes Denken bezüglich Militär bzw. Aufrüstung und Sicherheit einnahm und den politischen Ost-West-Dialog anstrebte.

  • So richtete sich die von der Sowjetunion 1984  gestartete Kampagne gegen die Bundesrepublik zum Revanchismus eigentlich gegen die DDR und bewirkte, daß die diplomatisch fest eingeplante Reise von Erich Honecker nach Bonn verschoben wurde.

Starke Differenzen zwischen beiden Seiten gab es auch bezüglich

  • der Politik der UdSSR gegenüber China,
  • der sowjetischen militärischen Intervention in Afghanistan,
  • dem von der UdSSR allen sozialistischen Staaten auferlegten Boykott der Olympischen Spiele in den USA in Los Angeles 1984 sowie
  • der wirtschaftlichen Arbeitsteilung und Zusammenarbeit im RGW,
  • der Preiserhöhungen für der Öllieferung aus der Sowjetunion während der Ölkrise.

Perestroika?

Erich Honecker soll gegen Ende der DDR-Zeit bezüglich der betrügerischen „Perestroika“ Gorbatschows in der Sowjetunion gesagt haben: „Wenn das Lebensniveau der Menschen in der Sowjetunion besser ist als in der DDR, dann beschäftigen wir uns mit der Perestroika“.

Und damit hatte er wohl Recht.

Die Arbeiterklasse und Bauernschaft in der Sowjetunion wurden (in der Zeit nach Stalin) von einer parasitären Bürokratenkaste beherrscht und für die Ziele des „Sozialismus“ und später immer mehr für ihre privaten Privilegien benutzt und ausgebeutet.

  • Erst seit 1956 gab es eine allgemeine Sozialversicherung für Arbeiter und Angestellte.
  • Erst seit 1966 bezog der Kolchosbauer eine schmale Rente.
  • Es gab innerhalb der Sowjetunion keine normale Bewegungsfreiheit. Die Sowjetbürger konnten nicht einfach mal so in die Hauptstadt Moskau oder an den Baikalsee nach Sibirien reisen. Viele große Städte (wie Gorki, früher und später Nishniy Nowgorod) waren militärische Sperrgebiete sogenannte „geschlossene Städte“.
  • Das Lebensniveau war deutlich niedriger als in der DDR und natürlich erst recht im Vergleich zu den kapitalistischen Industrieländern.

Wir können und müssen von der Sowjet-Union bzw. von der Russischen Förderation lernen!

Rußlands Präsident Wladimir Putin sagt in seinem Artikel „75 Jahre nach dem Großen Vaterländischen Krieg“:
„Im Charakter der Völker Russlands liegt, ihre Pflicht zu erfüllen und sich selbst nicht zu schonen, wenn die Umstände dies erfordern.
Selbstlosigkeit, Patriotismus, Liebe zur Heimat, zur Familie, zum Vaterland – diese Werte sind auch heute für die russische Gesellschaft fundamental.
Auf ihnen beruht im Grunde genommen, in vieler Hinsicht die Souveränität unseres Landes. Jetzt haben wir neue Traditionen, die vom Volk ins Leben gerufen wurden, solche wie das „unsterbliche Regiment“.

Das die Mitteleuropäer (Deutschen, PREUSSEN) und die Russen  ursprünglich ein einheitliches und identisches Volks auf der Erde waren und kollektiv-seelisch immer noch sind, sind genau solche Werte auch die unseren. Das können und müssen wir von den Russen als unsere Seelenbrüder lernen.

Die Souveränität eines Landes ergibt sich aus den gelebten Werten:

  • Selbstlosigkeit (Hingabe für eine Sache, übergeordnete Idee und Aufgabe, historische Notwendigkeit)
  • Patriotismus (Verteidigung des Eigenen gegenüber Fremden)
  • Liebe zur Heimat (Hege und Pflege der Natur des Lebensgebietes)
  • Liebe zur Familie (menschliche Zelle der Gesellschaft, Grundlage für Bestand und Weiterleben)
  • Liebe zum Mutter- bzw. Vaterland (nationale Wurzeln, Verbundenheit mit dem Land, in dem man aufwuchs und zu dem man gehört)

Nur dadurch und damit kann man einen Staat herstellen und erhalten. Und genau diese Werte wurden bei den Deutschen langfristig und absichtlich seit 1945 zerstört, weil man damit

  • die nationale Identität der Deutschen zerstört,
  • die kollektive Stärke der Deutschen vernichtet,
  • die Beispielwirkung der Deutschen in der Welt verhindert,
  • die Führungsrolle der Deutschen für die Welt unterbindet.

Es ist sehr deutlich, daß die satanischen Hintergrundmächte der Welt (Freimaurer, Vatikan, Geldadel u.a.) seit über 150 Jahren bestrebt waren und bis heute blieben,

  • die Deutschen von den Russen zu trennen durch künstliche Feindschaft, kalten Krieg, Santionsmaßnahmen;
  • die Deutschen und die Russen in einen Bruder-Krieg  aufeinander zu hetzen, um sich gegenseitig abzuschlachten, ihre Länder und Kultur zu zerstören, ihre Entwicklung zu bremsen;

Es ist sehr symbolisch, daß die Völker der russischen Föderation in diesem  „Großen Vaterländischen Krieg

  • erneut siegreich ihr Land verteidigten und halb Europa von der deutschen Okkupation befreiten sowie das Halbe Deutschland vom Faschismus befreiten,
  • heute konsequent dafür sorgen, daß ihr Land von niemanden (militärisch) besiegt und besetzt werden kann,
  • heute gilt immer noch, daß die Völker Rußlands sich selbst genügen und keine imperialen Absichten haben.

Und so bleibt es wahr, bis es wahr wird:

Früher hieß es in der DDR:

„Kriegspakt mit Washington bringt Elend und Tod.
Freundschaft mit der Sowjetunion Frieden und Brot.“

Heute sollte es heißen:

„Kriegspakt mit den Globalisten bringt Elend und Tod.
Freundschaft mit Rußland bringt Frieden und Brot.“

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jagdjaeger: Was Sie lernen, wenn Sie zwischen den Zeilen lesen und dabei die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts kennenlernen.

Und beginnt man einmal den Slogan „Von der Sowjetunion lernen …“ zu hinterfragen:

1964:

Chruschtschow wird von Breshnew und Kossygin entmachtet, Stalin ist in Moskau keine Unperson mehr: Das wäre die Zeit gewesen für den Versuch, in der DDR eigenständige wirtschaftliche und politische Reformen durchzuführen.  Dies wurde jedoch durch Moskau und Honecker verhindert.

Welcher Aspekt der sowjetischen Gesellschaft wurde von keinem anderen Land übertroffen?

  • Wahrscheinlich das Ausmaß, die Geschwindigkeit und die Methode der Industrialisierung, die die Sowjetunion erreicht hat. Während viele schnell sagen, dass die Industrialisierung der UdSSR mit hohen Kosten verbunden war, gilt dies für alle großen Nationen, die industrialisieren mussten, wie wir später sehen werden.

Das Erste, woran man sich erinnern sollte, ist, dass die Sowjetunion, als sie industrialisierte, dies mit ihrer eigenen Wirtschaft tat, keine Kolonien oder Sklaven hatte und keine Kinder in den Fabriken arbeiteten.

Die UdSSR baute in den 1920er / 30er Jahren mehrere große Staudämme

Betrachtet man nun die Stahlproduktion der Sowjets im Jahr 1928, so waren es 4,3 Millionen Tonnen Stahl. 1937 waren es 17,7 Millionen Tonnen. Dies entspricht einer Produktionssteigerung von 412% über einen Zeitraum von 9 Jahren. Ebenso sind hier die Zuwächse in anderen wichtigen Bereichen zu verzeichnen: Gusseisen 439%, Walzmetalle 382%, Kohle 361%, Öl 246%, Elektrizität 724%, Papier 293%, Zement 306%, Leder 316%. Die Zahl der Autos stieg von 800 Autos pro Jahr auf 200.000. Und Werkzeugmaschinen von 2000 bis 48.500.

Nehmen wir den Stahl des Britischen Imperiums von 1936 bis 1938, es ging von 14,8 Millionen Tonnen Stahl auf 13,9 Millionen Tonnen zurück. Obwohl die Briten 30% des Weltgebiets und der Weltbevölkerung kontrollieren, einschließlich des indischen Subkontinents. Was nach 100 Jahren britischer Herrschaft kaum die Kapazität für 1 Million Tonnen Stahlproduktion hatte.

In nur 9 Jahren produzierte die Sowjetunion einen kleinen Teil des britischen Stahls und übertraf ihn um Millionen, zu der Zeit das größte Imperium der Welt.

In den Vereinigten Staaten wurden 1938 zum Vergleich 12,8 Millionen Tonnen Stahl produziert, was jedoch irreführend ist, da die Kapazität näher bei 25 Millionen Tonnen Stahl lag. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise wurden jedoch viele Stahlwerke geschlossen.

Es sollte auch angemerkt werden, dass die Industrialisierung der USA ab 1812 mit der Industrialisierung von Textilien und etwa 100 Jahren dauerte. Und wurde durch die genozidale Expansion in indianische Länder und den weit verbreiteten Einsatz von Sklaverei erleichtert. Die britische Industrialisierung war nicht schneller und wurde durch ein brutales globales Imperium erleichtert. Wenn Sie glauben, dass die UdSSR eine Hungersnot verursacht hat, sollten Sie sich das britische Imperium ansehen. Während ihrer Industrialisierung verursachten die Briten 1876 in einem Gebiet Indiens mit 58 Millionen Einwohnern, was etwa 9 bis 17% der gesamten betroffenen Bevölkerung entspricht, die Hungersnot der Großen Indianer, bei der mehr als 5 bis 10 Millionen Inder ums Leben kamen. Es wurde zu einem Thema, dass Großbritannien während der Hungersnöte, einschließlich der Hungersnot von 1876, aber auch der Hungersnot von 1896, weitere Lebensmittelexporte erzwingen würde

Selbst wenn wir davon ausgehen, dass die sowjetische Hungersnot in den Jahren 1932 bis 1933 direkt durch die Industrialisierung verursacht wird, sollte beachtet werden, dass andere Industrienationen, die industrialisierten, ebenfalls Hungersnot, Sklaverei oder gewaltsame imperiale Expansion verursachten. Und dass diese Länder auch viel länger gebraucht haben, um ihre Industrialisierung durchzuführen. Obwohl viele Menschen gerne auf die sowjetische Industrie und Wissenschaft herabblicken, begannen sie mit einem Land mit einer winzigen Industrie und einer Bevölkerung, in der viele nicht einmal lesen konnten. Innerhalb von 30 Jahren waren sie eine Supermacht mit Atomwaffen und die ersten, die Raketen ins All schickten.

Eine solche Transformation von einer feudalen Gesellschaft zu einer globalen Supermacht wurde noch nie zuvor oder seitdem durchgeführt.

 

Fotoquelle: Von Gleb Osokin – Russian AviaPhoto Team – Gallery page

http://www.airliners.net/photo/Aeroflot/Tupolev-Tu-114/0912316/LPhoto

Gruppe MTS „Tamara“

MTS – TAMARA (Putin Edit)

 

http://www.russlandpartner.de/daten/nowosibirsk

 

 

Lernen, lernen nochmals lernen

In der DDR habe ich selbständiges Denken gelernt 

Die Macht und Kontrolle der destruktiven Kräfte in der Welt hängt stark von einer ungebildeten Bevölkerung ab.

Ich persönlich ging vom ersten Tag an gern zur Schule, lernte gern und selbständig. An meinem ersten Schultag 1957 in Senftenberg präsentierte und trug ich stolz meine große Schultüte mit Süßigkeiten. Ich ging (fast) jeden Tag freudig und begierig nach neuem Wissen in das Schulgebäude. Das computermäßige Speichern von Fakten oder Auswendiglernen von Texten, Gedichten oder Liedern fiel

mir schwer, und mit der vorgegebenen Logik der Mathematik und Geometrie hatte ich zu kämpfen, aber die Erfassung von Wesentlichem und die Herstellung von Zusammenhängen machte mir in vielen Fächern Spaß.

Ich lernte in der grundlegenden Polytechnische Oberschule der DDR nicht

  • für meine Zukunft (ich wollte heute und immer lernen und ging deshalb heute gern in den Unterricht; Schulferien mochte ich nicht, weil sie mich langweilten),
  • für eine Karriere (dieses Wort gab es gar nicht!),
  • für die Erreichung eines hohen sozialen Status (wir waren alle gleichwertige Werktätige, egal auf welcher Stufe als Arbeiter oder Direktor),
  • für die Erlangung von möglichst viel Geld (das finanzielle Ziel, reich zu werden, war im Sozialismus sinnlos, nicht nur wegen mangelnder Konsumwaren).

Das alles spielte kaum eine Rolle für mich und tendenziell in der entstehenden sozialistischen Gesellschaft.

Nicht das Auswendiglernen von Fachwissen  und das Wiedergeben (Prüfungen) war mein Motiv.

  • Das Interesse am Wissen und zunehmend an Weisheit war mein Motiv
  • Das Lernen selbst , das Lernen dürfen und die Anwendung meines Verstehens war mein Motiv.
  • Ich wollte viel mehr mir selbst gegenüber beweisen, daß ich lernen kann – (fast) egal in welchem Fach und auf welchem Gebiet.

„Lernen, lernen und nochmals lernen…“ (Wladimir Iljitsch Lenin)

Die Leninsche Theorie richtete sich klar und deutlich auf das Lernen und die notwendige Anhebung des Bildungsniveaus der Menschen in der sozialistischen Gesellschaft.

(1) „Der Analphabet steht außerhalb der Politik, man muß ihm zuerst das ABC beibringen. Ohne das kann es keine Politik geben, ohne das gibt es nur Gerüchte, Tratsch, Märchen, Vorurteile, aber keine Politik.“ (Wladimir Iljitsch Lenin (1870 – 1924), Die Neue Ökonomische Politik und die Aufgaben der Ausschüsse für politisch-kulturelle Aufklärung, 1921)

(2) „Lernen, lernen und nochmals lernen…“ (Wladimir Iljitsch Lenin)

(3) „Nach unseren Begriffen ist es die Bewußtheit der Massen, die den Staat stark macht. Er ist dann stark, wenn die Massen alles wissen, über alles urteilen können und alles bewußt tun.“ (Lenin Werke, Bd. 26, Berlin 1961, S. 246)

Dieses notwendige Kriterium für den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft wurde in der DDR zwar grundlegend als neues Bildungssystem etabliert, aber die gebildeten Menschen wurden nicht konsequent in das gesamte Gesellschaftssystem integriert. Und deshalb wurde diese Schwäche zu einer entscheidenden Ursachen für die Niederlage der Sozialismus-Entwicklung. Das ist vielleicht die wichtigste Lehre aus der Niederlage

Hoher Wert der Bildung in der DDR

Bildung für jedermann hatte in der DDR, in der entstehenden sozialistischen Gesellschaft, einen hohen Wert.

  • Für die DDR und den Aufbau einer völlig neunen sozialistischen Gesellschaft gab es kein Beispiel und keine Erfahrungen auf deutschem Boden. Und die Sowjetunion gab uns mitunter zuviel Vorbild und Beispiel, die auf die deutschen Bedingungen schwer oder nicht anwendbar waren. Deshalb mußte unendlich viel gelernt werden – aus der Gesellschafts-Theorie von Marx und Engels sowie aus der Sowjetunion-Praxis von Lenin und Stalin, auch aus der deutschen Geschichte und Kultur, aus der weltweiten und deutschen Wissenschaft usw., von unseren härtesten Feinden und Konkurrenten im Westen, aber vor allem von uns selbst.
  • Besonders gefördert wurden Arbeiter und Bauern sowie Frauen und ihre Kinder hinsichtlich ihrer Bildung (mitunter dümmlich statisch und noch nicht genügend individuell gehandhabt).
  • In Bildung wurde viel Kraft, Geld und Zeit investiert (mitunter zu pauschal geplant, weniger auf Effektivität und Effizienz sowie Individualität der Qualifizierung-Maßnahmen achtend)
  • Eine hohe Bildung bzw. Qualifizierung wurde in allen Bereichen der sozialistischen Gesellschaft benötigt, um das Land und das Leben immer mehr zu verbessern und zu entwickeln (mitunter nicht genügend die schon vorhandene Bildungs-Elite mit ihrem Potential nutzend, weil die aus der Arbeiterschaft stammenden „Gründer“ der DDR weiterhin zu lange auf ihren Führungsposten sitzen blieben)

Für meine Bildung bin ich der DDR dankbar

Der sozialistische deutschen Staat DDR ermöglichte mir eine kostenfreie und solide Qualifizierung, samt Schulspeisung und von Lehrern betreutem Schulhort:

  • 10 Jahre allgemein bildende polytechnische Schulausbildung,
  • 3 Jahre Ausbildung als Facharbeiter (Elektromonteur) mit gleichzeitiger Vorbereitung für die Prüfung zur „mittleren Reife“ (Abitur) (inklusive Wohnen im Lehrlingswohnheim),
  • 4 Jahre Universitätsstudium im Fach Psychologie mit Diplom-Abschluß (inklusive Wohnen im Studentenwohnheim),
  • 4 Jahre Forschungsstudium an der FSU Jena auf dem Gebiet der Sozialpsychologie mit Promotions-Abschluß.

Ich mußte eben mein Universitäts-Studium nicht durch irgendwelche Lohnarbeiten oder Geschäfte (oder gar Prostitution) selbst finanzieren, dafür reiche Eltern haben oder einen Studenten-Kredit aufnehmen. Nein, ich bekam vom sozialistischen DDR-Staat

  • ein monatliches Stipendium,
  • einen kostenfreien Platz im Studentenwohnheim,
  • ein kostengünstiges Studentenessen in der Mensa,
  • kostenfreie Nutzung der Bibliotheken und Universitätseinrichtungen.

Und von meinem Stipendium konnte ich als genügsamer Student sogar noch etwas Geld sparen.

In West-Deutschland wurde ganz offenbar die Fachausbildung in der DDR (z.B. im medizinischen Bereich) so sehr geschätzt, daß viele Tausende Arbeitskräfte aus der DDR bis 1961 gezielt abgeworben, und nach 1961 illegal aus dem Land herausgeschleust wurden, um diese unter Einsparung der Kosten für Ausbildung und Berufserfahrung als Lohnsklaven in das kapitalistische System einzuordnen.

  • Durch diese sogenannte „Talentabwanderung“ in die BRD gingen der DDR nicht nur gut ausgebildete, sondern auch dringend benötigte Fachkräfte verloren.
  • Wikipedia schreibt: „Zahlreiche Akademiker, u. a. viele Ärzte, verließen die DDR vor und auch noch nach dem Mauerbau 1961. Dies stellte ein wirtschaftliches Problem für die DDR dar, weil sich die Rekrutierung neuer Eliten (in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik) immer schwieriger vollzog, während die westdeutsche Wirtschaft von den gut ausgebildeten Kräften aus der DDR profitierte.“

United Against the Invisible Enemy of All Humanity

……….

Ihre Macht und Kontrolle hängt stark von einer ungebildeten Bevölkerung ab.
Eine Bevölkerung, die ohne individuelles Nachdenken vertraut.
Eine Bevölkerung, die ohne zu hinterfragen gehorcht.
Eine Bevölkerung, die außerhalb des freien Denkens bleibt und stattdessen isoliert bleibt und in Angst in der geschlossenen Echokammer der kontrollierten Mainstream-Medien lebt.
Hier geht es nicht um Politik.
Es geht um die Bewahrung unserer Lebensweise und den Schutz der nachfolgenden Generationen.
Wir leben in biblischen Zeiten.
Kinder des Lichts gegen Kinder der Finsternis.
Vereint gegen den unsichtbaren Feind der ganzen Menschheit.
Q

Permanentes Lernen und Entwickeln

Das  konsequente Lernen aus unseren gemeinsamen Erfolgen und vor allem aus den vielen Fehlern, das fiel uns als öffentliche Selbstkritik sehr schwer und geschah eher indirekt oder „zwischen den Zeilen“. Dieses permanente Lernen und verändernde Gestalten wäre jedoch für die DDR und seine Bürger so existentiell nötig gewesen.

  • Positives wurde übertrieben: Jeder Fortschritte im Lande war eine Bestätigung des richtigen Weges, stiftete DDR-Identität und entwickelte nationalen Stolz auf das Erreichte (wirtschaftliche, wissenschaftliche, sportliche, kulturelle Erfolge und die zunehmende internationale Wahrnahme und Anerkennung als DDR).
  • Negatives wurde unterdruckt: Jede Schwäche und jeder Fehler in der DDR wurde gnadenlos von unseren Feinden im eigenen Lande und von denen im westlichen Ausland im Kampf gegen uns benutzt. Wir standen in permanenter feindlicher Auseinandersetzung mit Westdeutschland und in gnadenloser Gesellschafts-Konkurrenz mit seiner Entwicklung. Das waren jedoch nicht vergleichbare Systeme, die unter völlig unterschiedlichen Bedingungen starteten und sich entwickelten. Etwa in Westdeutschland die viel größeren historischen Erfahrungen in der Führung und Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaft, ihre nachweislich besseren Startbedingungen nach dem Krieg, ihre breite Förderung durch die USA (Marshallplan) und NATO-Unterstützung im kalten Krieg (Berlin als „Frontstadt“, RIAS, CIA, Medienarbeit) – was der Sowjetunion an unserer Seite überhaupt nicht möglich war.
  • Die „sozialistische Intelligenz“ wurde ungenügend einbezogen: Aufgrund der verständlichen Bevorzugung von Arbeitern und Bauern wurde das Heranwachsen der eigenen sozialistischen Intelligenz als soziale Schicht im Verlaufe der Jahre ungenügend beachtet. Ja mitunter wurde sogar die formal-bürokratische Bewertung der prägenden „sozialen Herkunft“ zum Nachteil für diese Menschen und damit zur ungenügenden Einbeziehung in die Gestaltung von Arbeit, Kultur und Leben der Gesellschaft. Besonders deutlich wird dies bei der Art und Weise der Behandlung von Künstlern und ihrer Werke.
  • Die gelernten DDR-Bürger wurde ungenügend beteiligt: Die Menschen in der DDR gingen ständig zur Schule. Nach Abschluß einer 10-Klassen-Schule, der Berufsausbildung oder Fach- bzw. Hochschul-Ausbildung erfolge im Arbeitsleben mit viel Aufwand an Zeit und Kosten eine systematische Weiterbildung der Werktätigen für die Verbesserung der Leistungen, aber auch für die Bildung und Erziehung der „sozialistischen Persönlichkeit“.  Im Prozeß der konkreten Arbeit in der Wirtschaft gab es für die DDR-Bürger viele Möglichkeiten der aktiven Mitgestaltung bis hin zur organisierten Verbesserungs- und Neuerbewegung.  Doch die Strategien und Grundsatzentscheidungen wurden in allen Bereichen von der SED und dort wieder vom Zentralkomitee getroffen. Im Kombinat VEB Carl Zeiss JENA lernte ich zwar einen genialen und vielseitig kompetenten Generaldirektor Prof. Dr. Wolfgang Biermann an der Spitze einer Kombinatsleitung kennen, aber er wirkte wie ein Armee-General als Allein-Entscheider über die Kombinats-Strategie wie auch über das letzte Detail.
  • Für die lebendige Erfüllung des Lenin-Kriteriums „Die Massen (müssen) alles wissen, über alles urteilen können und alles bewußt tun.“  taten wir nicht genügend. Die Bewußtheit bei den Massen über ihre Funktion des gesellschaftlichen Mit-Eigentümers war offenbar am Ende der 40 Jahre DDR so schlecht, daß sie schnell und kampflos ihren „Besitz“ und ihre „sozialistische Realität“ aufgaben und sich dem gesellschaftlichen Feind in die Arme begaben.

Papa, warum muss ich in die Schule gehen? (in der Welt des Kapitals)

Damit man dich zu einer staatlich geprüften Einheitsdrohne formen kann, die nicht außerhalb der vorgeschriebenen allgemeinen Meinung denken kann. Du wirst lernen, Informationen zu wiederholen, anstatt wie man selber denkt, damit du nicht zu einer Gefahr für den Status Quo wirst. Wenn du einen Abschluss hast, dann wirst du einen Job bekommen und Steuern zahlen, um für deine politischen Oberherren das Konzernsystem aus abhängiger Knechtschaft aufrecht zu erhalten.

https://www.theblogcat.de/bullshit-detector-und-mh17/papa-warum-muss-ich-in-die-schule-gehen/

MASSENVERBLÖDUNG: Das gebildete Deutschland schafft sich ab

Der ehemalige Minister für Bildung und Wissenschaft, Alexander Fursenko sagte: «Der größte Makel des sowjetischen Bildungswesens war die Tatsache, dass dieses System Schöpfer, kreative Menschen hervorgebracht hat. Wir brauchen jedoch keine Schöpfer, sondern Verbraucher.»

Verbraucher von was, frage ich?

Wenn die Schöpfer nicht da sind, entsteht technologische Degenerierung.

https://fkt-deutsch.de/courses/ukraine-konflikt/lesson/die-bildung-als-waffe-warum-man-den-krieg-hinter-der-schulbank-gewinnt-6-juni-2022/

Советский и российский историк. Доктор исторических наук, академик АН СССР и академик РАН. Первый среди российских учёных послевоенного поколения заложил основы серьёзного академического изучения истории США. По выражению американского историка Роберта Бирнса, «один из самых компетентных советских специалистов по истории США в двадцатом столетии».

Marode Forschung in RusslandExodus des Wissens

Die Physik-Nobelpreisträger 2010 stammen aus Russland – leben und forschen aber in England. Ihre Heimat feiert die Auszeichnung als Triumph vaterländischen Forscherdrangs, doch in Wahrheit zeigt der Fall exemplarisch die Misere der russischen Wissenschaft.
Von Maxim Kireev

Die Westpakete

Der Westen will mit privaten Paketen den konstatierten Mangel im Osten ausgleichen

Ich bekam in meinem DDR-Leben nie ein Paket aus dem Westen … und habe das gut überlebt. Mein Vater hatte zwar Verwandte in Westdeutschland, aber keinen Kontakt zu ihnen. Wir lebten in zwei Welten – in der DDR und in der BRD. So war es nun einmal entstanden. Der Westen wollte nach dem Krieg diese Teilung Deutschlands (Adenauer: „Lieber das halbe Deutschland ganz, als das ganze Deutschland halb.“) Doch viele Menschen in der DDR hatten Verwandte in der BRD, unterhielten Kontakte zu ihnen und empfingen Geschenkpakete (nicht nur zu Weihnachten).

Kaffee wurde Ende der 1970er Jahre in der DDR zum Politikum  

JACOBS KROENUNG GROUNDJa, manchmal sprang einen der Unterschied bestimmter Produkte aus dem Westen und aus der DDR „ins Gesicht“. Ein starkes Thema dabei war der Kaffee. „Jacobs-Kaffee“ war die Krönung des Kaffee-Geschmacks und fast ein Synonym für den Westen. Der Kaffee aus dem Westen war per sé besser, er roch besser und schmeckte einfach besser. Und ein guter Kaffee hatte und hat immer noch in der deutschen Kultur einen festen Platz.

Kaffee-Bohnen in verschiedener Güte werden auf dem Weltmarkt gehandelt. 1977 explodierte plötzlich auf dem Weltmarkt der Kaffeepreis. Die Einkäufer im DDR-Außenhandel mußten eine Entscheidung fällen, wofür das im Lande erwirtschaftete Geld verwendet wird. Kaffee hätte für wertvolle Devisen (konvertierbare Währungen) auf dem Weltmarkt eingekauft werden müssen. Diese waren aber im isolierten Wirtschaftssystem der DDR mit nicht-konvertierbarer Währung nicht in der Höhe vorhanden. Es war also nicht so einfach für die Bilanz des gesamten DDR-Finanzhaushaltes zu entscheiden, denn die DDR wollte in keine finanzielle Abhängigkeit vom Westen (Kredite mit Zinsen und Zinseszinsen) geraten.

Aus dieser komplizierten Situation heraus entschied sich die DDR-Regierung für eine machbare, aber nicht schmackhafte Kaffee-Variante „Kaffee-Mix“. Die DDR-Bevölkerung kauften und tranken diesen Kaffee-Ersatz jedoch nicht. So entstand verbreitete Unzufriedenheit im Land, ein Politikum.  Sie nannten es diffamierend Erichs Krönung“.

Im Westen und auch in der unzufriedenen DDR-Bevölkerung behauptete man, „die DDR-Oberen (versuchten), den Bürgern das Kaffeetrinken abzugewöhnen“.

Es gab nur Spott und Hohn: Vom neu erdachten „Kaffee-Mix“ wandten sich zu DDR-Zeiten die meisten mit Grausen ab. Dann wurde sehnsüchtig auf das nächste Päckchen von der West-Tante gewartet – mit echtem Bohnenkaffee.“ (www.moz.de)

Später gelangt es dann (auch über Verträge mit dem befreundeten Angola) bessere DDR-Kaffee-Marken zu etablieren und in den Handeln zu bringen. Die Lage an der Kaffee-Front entspannte sich etwas. Diesen Kaffee konnte man gut trinken. Sogar meine heutige Frau Marie, die aus Luxemburg stammt und damals in West-Berlin lebte) kennt den „Rondo“-Kaffee der DDR und trank ihn sogar gern. Die DDR-Lebensmittelindustrie wurde längst zerstört. Es existiert heute nur noch der einstige DDR-Kaffeeproduzent, die 1908 gegründete Firma „röstfein“ aus Magdeburg. Und auch die alten DDR-Sorten sind noch im Programm: „Mona“, „Mocca fix gold“ und „Rondo“.

West-Pakete für die armen „Zonies“

Die Sendungen von Paketen an die lieben Verwandten „in der Zone“ wurden den westdeutschen Bevölkerung gut und überzeugend erklärt. Sie glauben das bis heute (im Jahr 2020):

  • In der DDR herrscht noch die Not und der Hunger der unmittelbaren Nachkriegszeit!
  • Mit dem Alleinvertretungsanspruch für alle Deutschen besteht eine „generelle Versorgungsverpflichtung der Bundesbürger für die DDR-Bürger“
  • Das Westpaket dient „der Versorgung bzw. dem Ausgleich eines für die DDR konstatierten Mangels an alltäglichen Gütern“.
  • Moralische Verpflichtung des Bundesbürgers zum Geben gegenüber den Bedürftigen armen Menschen in der sogenannten DDR
  • Geschenksendungen“, die vom konsumgesegneten Westen in den unterversorgten Osten geschickt wurden (Spiegel, 23.09.2019)
  • Es waren „Geschenke für unsere Brüder und Schwestern“ (Die Zeit, 1985)
  • Die westdeutschen Poststellen appellierten mit bunten Plakate drohend an das Gewissen: „Dein Päckchen nach drüben – sie warten drauf!“, „Hast du das Deine schon getan?“, „Baue eine Brücke – sende Bücher nach drüben“.
Zeitungsartikel, der in der Neuen Rhein/Ruhr Zeitung (NRZ) in Westdeutschland im Mai 1952 erschien

Schickt Pakete zur Sowjetzone
18 Millionen müssen hungern – Hilfe des Westens notwendig
Von unserem Berliner Büro

NRZ Berlin.  Die Versorgungskrise in der Sowjetzone verschärft sich von Tag zu Tag. Während bis vor wenigen Wochen nur Fett und Fleisch knapp waren, sind jetzt so gut wie alle Lebensmittel Mangelwaren. Ohne jede Übertreibung kann gesagt werden, daß die Bevölkerung der Sowjetzone Hunger leidet.

Jedes Paket aus dem Westen ist für die Menschen in der Sowjetzone ein kostbares Geschenk. Die Wirkung solcher Pakete ist mit den Geschenksendungen zu vergleichen, die viele Einwohner der Bundesrepublik und West-Berlins vor der Währungsreform aus dem Ausland erhalten haben.  Heute wird es in West-Berlin als eine der dringendsten Aufgaben des Westens angesehen, die Sowjetzonen-Bevölkerung mit Lebensmittelsendungen zu unterstützen. Die Zeitungen und der Rundfunk appellieren täglich an die Bevölkerung: „Vergeßt nicht unsere Brüder und Schwestern in der Zone. Schickt ihnen Pakete!“ Die NRZ ist auf Grund umfangreicher Nachforschungen in der Lage, ihren Lesern eine verbindliche „Gebrauchsanweisung“ für Lebensmittelpakete zu geben.

Seit dem 18. Oktober laufen in der Sowjetzone sämtliche Pakete aus dem Westen durch sogenannte Kontrollpunkte. Hier werden sie von SSD-Beamten [Anm.: SSD=Staatssicherheitsdienst] und Beauftragten der Post auf ihren Inhalt kontrolliert. Etwa jedes zehnte bis fünfzehnte Paket wird zurückgeschickt, weil es den Bestimmungen nicht entspricht.

Über die Art der Bestimmungen besteht auch heute noch keine restlose Klarheit. Sicher ist nur Folgendes: Es können Pakete bis zu 7 kg und Päckchen bis zu 2 kg versandt werden. Der Versandt von Kaffee und Kakao ist, wie bereits mehrfach gemeldet, auf je 250 g beschränkt, der Versand von Tabakwaren auf 50 g.

Andere Beschränkungen bestehen vorerst nicht, jedoch ist wichtig, daß man folgendes beachtet: Der Inhalt der Pakete muß möglichst reichhaltig sein, d. h., ein Paket soll möglichst viele Sorten von Waren enthalten und in keinem Fall mehr als ein Kilogramm Fett.  Für Textilien, die in der Sowjetzone ebenfalls zu den Mangelwaren gehören, gilt die interne Vorschrift der Sowjetzonen-Behörden, daß zwei Paar Strümpfe für Damen, Herren oder Kinder, eine Wäschegarnitur für Damen oder eine für Herren und ein Oberhemd oder ein Schlafanzug als Geschenksendung anerkannt und ohne Beanstandung an den Empfänger in der Sowjetzone ausgeliefert werden. Alles, was an Textilien über die angeführten Dinge hinausgeht, ist warenbegleitscheinpflichtig. Das gilt insbesondere für Kleiderstoffe oder für neue Kleider. Dagegen werden Schuhe und Kleider, bei denen klar zu erkennen ist, daß sie gebraucht sind, nicht beanstandet.

Unter keinen Umständen dürfen den Paketen Zeitungen oder andere Druckschriften, auch nicht als Packmaterial, beigelegt werden. Dieses führt zur sofortigen Beschlagnahme der gesamten Sendung.  Wichtig ist, daß alle Pakete in deutlicher Druckschrift „Geschenksendung. Keine Handelsware“ tragen und ihnen ein Inhaltsverzeichnis in doppelter Ausführung mit genauer Angabe aller in dem Paket enthaltenen Waren beiliegt.  Ferner ist zu beachten, daß als Absender unter allen Umständen eine Privatadresse angegeben sein muß.

Ein Kommentar im Internet zu den Westpaketen

„Die Westdeutschen schickten tatsächlich nur minderwertige Ware, meist abgelegte Sachen oder gebrauchte Ware. Sie konnten das aber alles von der Steuer absetzen. So gönnerhaft, wie viele Westdeutsche heute tun, waren sie nicht, dann hätten sie ja auch Geld schicken können. Haben sie aber nicht. Aber dies alles ist typisch deutsch.“ (

Etwas historisch Lustiges an den Westpaketen

Noch 1988 wurden 13 Millionen Paar Strumpfhosen von West-Deutschland in die DDR geschickt. Die DDR belieferte als Billiglohnland die BRD u.a. mit vielen Konsumgütern und Textilien, so auch mit Strumpfhosen.

Das Westpaket als Bestandteil des Kalten Krieges gegen die DDR

Konstanze Soch: Eine große Freude?: Der innerdeutsche Paketverkehr im Kalten Krieg (1949-1989) 

Buchbeschreibung:

Während der Teilung Deutschlands war der Päckchen- und Paketverkehr zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland für viele Menschen die einzige Möglichkeit, mit Verwandten und Bekannten zu kommunizieren und sie mit Geschenken zu bedenken. In beiden Staaten kam ihm daher schnell auch eine politische Funktion zu. Wie gestaltete sich der innerdeutsche Päckchen- und Paketverkehr? Welche Vorstellungen vom Leben „hüben wie drüben“ und vom jeweiligen Gegenüber prägten den Versand? Welche Bedeutung hatte dies nach der Wiedervereinigung für die Versender und Empfänger? Konstanze Sochs Studie, eine Beziehungsgeschichte der politischen Kultur im geteilten Deutschland, führt direkt in das Herz der Abgrenzungs- und Annäherungsversuche beider deutscher Staaten.

Christian Härtel, Petra Kabus: Das Westpaket. Geschenksendung, keine Handelsware

Buchbeschreibung:

Für viele ehemalige DDR-Bürger ist der Geruch, der einem frisch geöffneten Westpaket entströmte, untrennbar mit Weihnachten verbunden. Aber auch im Westen hatte das »Päckchen nach drüben« mit den dafür nötigen Besorgungen einen festen Platz im Jahreslauf. Der Inhalt dieser Sendungen prägte das Bild vom jeweils anderen Staat entscheidend: Markenjeans und Nivea riefen weitere Konsumwünsche hervor, und die Gegengeschenke wie Weihnachtspyramiden und Christstollen zeigten das Bemühen um angemessenen Dank. Das Westpaket war zudem ein Politikum. Während die Ökonomen in der DDR private Geschenke in ihre volkswirtschaftlichen Bilanzen einrechneten, rief man im Westen dazu auf, man solle die »Brüder und Schwestern im Osten nicht vergessen«. Zoll und Staatssicherheit fanden dabei reichlich Arbeit. Der Warenfluß wurde genauestens kontrolliert, schließlich sollten keine»subversiven Materialien« die Grenze passieren. Das Buch beschreibt diesen deutsch-deutschen Paketaustausch aus östlicher und westlicher Perspektive. Die Herausgeber haben zahlreiche Paketpacker befragt, deren Erinnerungen die freundlichen, skurrilen, aber auch bedrückenden Seiten der privaten Paketkommunikation wieder aufleben lassen. Ergänzt durch literarische Texte und zahlreiche Abbildungen schnürten sie ein informatives und unterhaltsames Lesepaket.

Auszug:

„In den fünfziger Jahren hatte sich in der Bundesrepublik in Verbindung mit der Devise, man müsse den armen Brüdern und Schwestern in der Zone helfen, ein allgemeiner Konsens über eine generelle Versorgungsverpflichtung der Bundesbürger für die DDR-Bürger herausgebildet. Diese wurde von der Vorstellung eines allgemeinen Mangels in der DDR getragen und drückte sich in der häufig geäußerten Auffassung aus, daß in der DDR noch die Not und der Hunger der unmittelbaren Nachkriegszeit herrschten, die in Westdeutschland spätestens seit Anfang der sechziger Jahre als überwunden galten.“

Über die Jahre entwickelte „die moralische Verpflichtung, prinzipiell etwas zu geben, wenn man Freunde oder Bekannte in der DDR hatte“ …

„Das Westpaket diente demzufolge der Versorgung bzw. dem Ausgleich eines für die DDR konstatierten Mangels an alltäglichen Gütern.“

Christian Härtel, Petra Kabus: Das Westpaket: Geschenksendung, keine Handelsware (2000), S. 106

Die Täuschung mit der „Friedlichen Revolution“ zum Sturz der DDR

„Friedliche Revolution“ 1989 in der DDR und deutsche „Wiedervereinigung“

Treffen sich ein Deutscher, ein Amerikaner und ein Russe und reden über den Berlin Mauer-Fall 1989:

  • Der DDR-Bürgerrechtler sagt: Es war unsere friedliche Revolution!
  • Der CIA-Agent sagt: Es war kein Zufall!
  • Der Gorbi-Funktionär sagt: Es war unser Plan!

Der beliebte DDR-Liedermacher Gerhard Gundermann soll einmal eine Analogie gebracht haben:  Daß Bürgerrechtler das DDR-System zum Einsturz gebracht hätten ist vergleichbar mit dem Glauben eines Jungen, der gegen einen Strommast tritt, während durch einen Zufall gerade zu diesem Zeitpunkt in der ganzen Stadt komplett der Strom ausfällt.

Wenn der Fall der Berliner Mauer die Wirkung der „friedlichen Revolution“ in der DDR gewesen sein soll,

  • warum behauptet der damalige sowjetische Außenminister Schewardnadse, daß die Klärung der deutschen Frage schon 1986 auf der Tagesordnung gestanden hätte?
  • warum forderte dann Michael Gorbatschow schon am „Vorabend des Mauerfalls“ die Sowjetarmee in der DDR zum Stillhalten und Nichteingreifen auf?
  • warum meint dann Gorbatschow, daß der Mauerfall 1989 die deutsche Einheit möglich werden ließ?

Unter der Losung einer „friedlichen Revolution“ trat in Wirklichkeit die Konterrevolution an.

„Und all die hehren Ziele, alle Wünsche nach einer sozialistischen DDR mit mehr Mitspracherechten und weniger Gängelei, mehr Offenheit, mehr Demokratie, Reisefreiheit und so weiter, vielleicht in einer Konföderation, die manche wohl noch bis dahin hatten und die noch am 4. November in Berlin auf dem Alexanderplatz eingefordert worden waren, stellten sich als Illusion heraus.“ (Nina Hager)

Michael Wolski machte als Insider und im Ergebnis tieferer Recherchen das Geheimdienst-Drehbuch und „seine trickreiche Umsetzung am 9. November 1989 durch DDR-Offizielle – unter Regie des KGB“  deutlich.

„In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war.“ (Franklin D. Roosevelt, 1882-1945)

In der Wendezeit (1989/1990) geschah alles genau so, wie es geplant war.

Die Einflüsse auf das soziale Geschehen sind hochkomplex, weshalb für die wahrheitsgemäße Abbildung und Erklärung nicht nur ein Faktor zur Erklärung herangezogen werden darf.

Ich war 1989/1990 dabei, sogar im Zentrum der Entscheidungsschlacht, nämlich in Berlin, wo sich zwei völlig feindliche und alternative Gesellschaftssysteme gegenüber standen: Kapitalismus der „Sozialen Marktwirtschaft“ in der BRD und „real existierender Sozialismus“ in der DDR.

Die Bedeutung eines historischen Geschehens kann nicht aus den Augen eines Einzelnen betrachtet werden, genau wie ein einzelnes Ereignis in seiner Bedeutung für den ganzen Prozess schwer oder nicht interpretiert werden kann. Mit zeitlichem und historischem Abstand gelingt das eventuell besser, zumal vergleichbare Muster erkennbar und zusätzliche Informationen verfügbar werden.

Das Ende der DDR (wie auch der Sowjetunion) und die Erzählung dazu wurden von den Siegern langfristig vorbereitet und inszeniert, realisiert und massenwirksam aufgeführt – bis auch der Vorletzte glaubt, das Geschehen wäre eine „friedliche Revolution“ des mutigen DDR-Volkes gewesen.

Ich bin seit 1950 als „gelernter DDR-Bürger“ ein Zeitzeuge und behaupte, daß es auch mit dem Ende der DDR so ist: Die Sieger schreiben die Geschichte, die etwas anders oder sogar völlig anders war. 

Immer wieder versteigen sich honorierte westdeutsche Systemlinge oder gut integrierte ostdeutsche „Wende-Hälse“ in historische Lügen und verfestigen bestimmte Legenden und Mythen über die DDR und speziell über ihr Ende, die inzwischen zu stabilen Glaubensmustern wurden.

Die Friedlichkeit der Deutschen (auch in der DDR)

Die Deutschen sind als Dichter und Denker ein friedliches Volk, keine Krieger. Sie wollen im Herzen keine Kriege.

  • Sie wurden in der Geschichte jedoch massenhaft verführt mit (fremden) Ideologien zu weltweiten kriegerischen Handlungen, sogar gegen ihre Brüder, die Russen – PReUSSEN.
  • „Nie wieder Krieg!“ war den Menschen in der DDR auch nach dem schrecklichen Krieg wichtig. Sie wollen ihre Ruhe.
  • So wollten die Menschen in der DDR Frieden und in Frieden ihr Land aufbauen, gestalten, verbessern.
  • Friedenspolitik war Staatsdoktrin der DDR. Deshalb wollten viele Menschen in der DDR auch keine Kriegsspielzeuge im Geschäft sehen! Sie wollten Schwerter zu Flugscharen machen! Die „Internationale Friedensfahrt„, ein Pandant zur Profi-Tour de France des Westens auf den Gebieten der DDR, Polens und der Tschechoslowakei war im Mai ein „Straßenfeger“ für die DDR-Bürger. Unsere hervorragenden Radsportler waren bekannt und beliebt. Täve Schur war für uns ein Nationalheld.
  • Ende der 1980er Jahre war die pazifistische Idee im Zeitgeist präsent.  Die Menschen forderten die Beendigung des kalten Krieges der zwei feindlichen Gesellschaftssysteme, die sich hochgerüstet mit konventionellen und Atomwaffen gegenüber standen.
  • Auf dem Gebiet der DDR befanden sich zusätzlich zur Nationalen Volksarmee noch die West-Streitkräfte der Sowjetarmee (als Besatzungsarmee und zugleich als militärische Gewaltmacht der Sowjetunion an der heißesten Front zwischen West/NATO und Ost/Warschauer Pakt)
  • Friedliche Menschen wollten Veränderungen – ohne Gewalt. Sie riefen bei ihren Protesten auf der Straße der Staatsmacht gegenüber „Keine Gewalt!“

Die 1. Mär: Die Menschen in der DDR wollten „schon immer“ den Anschluss an die Bundesrepublik.

Everhard Holtmann, Tobias Jaeck  behaupten: 

  • Seit den 1960er Jahren blieb die Wiedervereinigung als ein Wunschbild präsent, dem der größte Teil der DDR-Bürger beharrlich anhing.“ 

Die damalige Lage war eine andere:

  • Solche Behauptungen sind historische Lügen und beleidigen die „gelernten DDR-Bürger“.
  • Die meisten Menschen, sogar die DDR-kritischen „Bürgerrechtler“, wollten einen besseren Sozialismus in den Grenzen der DDR, sie wollten einen  „Dritter Weg“ gehen.
  • Nachweislich begannen die systemkritischen Demonstrationen in Leipzig Mitte 1989 mit dem Anspruch an die Staats-Führung „Wir sind DAS Volk“
  • Es gab genügend Aktivitäten und erste erneuernde Erfahrungen in der Restzeit der DDR (Runde Tische, neue Verfassung), aber keinen „Wunsch nach bedingungsloser Übernahme der BRD-Ordnung“.
  • Bundeskanzler Kohl gab schon zwei Tage nach Maueröffnung (11.11.1989) in einer Bundespressekonferenz die Richtung der Entwicklung vor: „Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Deutschen die Einheit ihrer Nation wollen.“
  • Bereits ab 10.11.1989 organisierte die BRD den DDR-Bürgern das West-Konsum-Erlebnis mit geschenkten 100 DM „Begrüßungsgeld“ einer „richtigen“ Währung.
  • Am 17.11.1989, 20:99 Uhr berichtete der Tagesspiegel:  „DDR-Jugend will nicht im Kapitalismus leben“Dem neuesten ZDF-Politbarometer zufolge spricht sich eine knappe Mehrheit von 55 Prozent der Bundesbürger für die Bildung eines gemeinsamen deutschen Staates aus. Dagegen sind 45 Prozent der Ansicht, es sollten weiterhin zwei voneinander unabhängige deutsche Staaten existieren. Dies korrespondiert zumindest teilweise mit den Vorstellungen der jungen DDR-Bürger. Auf die Frage des Zentralinstituts für Jugendforschung in Leipzig, welchen Entwicklungsweg das Land in Zukunft nehmen solle, bevorzugen 86 Prozent einen reformierten Sozialismus. Lediglich fünf Prozent wünschen einen kapitalistischen Weg. Weitere neun Prozent können sich einen Dritten Weg vorstellen.  (siehe auch: Daniela Dahn:Die gekaufte Revolution).
  • Noch im Dezember 1989 gab es keine Mehrheit in der DDR für die Wiedervereinigung:  89 Prozent forderten Reformen der DDR, nur 27 Prozent waren für die Deutsch Einheit. (Eberhard Czichon, Heinz Marohn: Das Geschenk. Die DDR im Perestroika-Ausverkauf, 1999, S. 302)
  • Günter Krause (DDR-Unterhändler) bestätigte, daß den ersten Entwurf des Einigungsvertrags die DDR-Seite vorgelegt habe. Darin sei es um einen Neustart gegangen, auch in den Symbolen. „Auferstanden aus Ruinen“ hätte die zweite Strophe des Deutschlandliedes werden sollen. Der Vorschlag war im Westen chancenlos. (Ex-Minister Krause erklärt jetzt die DDR im Dschungelcamp, 10.01.2020)

„Die Geschichte der Wiedervereinigung ist die eigentlich traurige Geschichte sich immer weiter verengender Handlungsoptionen, verratener Träume und erstickter Aufbruchsimpulse. Was mit der Sehnsucht nach einem besseren Sozialismus begonnen hatte, mündete in devoten „Helmut“-Rufen und dem Ausverkauf der eroberten Teilrepublik an den kapitalistischen Westen.“  (Daniela Dahn:Die gekaufte Revolution)

Daniela Dahn: Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute: Die Einheit – eine Abrechnung (2019)

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Die 2. Mär: Die Menschen der DDR haben 1989/1990 eine „friedliche Revolution“ vollzogen.

Wikipedia schreibt: unter dem Titel „Wende und friedliche Revolution in der DDR

  • Als Wende und friedliche Revolution in der DDR wird der Prozess gesellschaftspolitischen Wandels bezeichnet, der in der Deutschen Demokratischen Republik zum Ende der SED-Herrschaft führte, den Übergang zu einer parlamentarischen Demokratie begleitete und die deutsche Wiedervereinigung möglich gemacht hat.

Die „friedliche Revolution“ wird uns fälschlich vom Ergebnis her erklärt:

  • … führte in der Deutschen Demokratischen Republik zum Ende der SED-Herrschaft,
  • … hat den Übergang zu einer parlamentarischen Demokratie begleitet,
  • … hat die deutsche Wiedervereinigung möglich gemacht.

Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ der BRD schreibt unter der Überschrift: „Die Friedliche Revolution“

  • Die tausendfache Ausreise von DDR-Bürgern über Ungarn, die Montagsdemonstrationen in Leipzig und anderen Städten – die Verfallserscheinungen des SED-Regimes lassen den Mauerfall rückblickend als ein absehbares Ergebnis erscheinen. Dabei hätte noch Ende der 80er Jahre kaum jemand einen friedlichen Revolutionsverlauf in der totalitär regierten DDR für möglich gehalten.

Der „Mauerfall“ wird uns als „ein absehbares Ergebnis“ erklärt:

  • Die tausendfache Ausreise von DDR-Bürgern über Ungarn,
  • die Montagsdemonstrationen in Leipzig und anderen Städten
  • die Verfallserscheinungen des SED-Regimes

„Der Beauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik“ über die „Friedliche Revolution“

Stasi Mediathek | Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU)

  • Ein knappes Jahr reichte aus, um das SED-Regime in der DDR zu stürzen. Einer friedlich agierenden Bürgerbewegung gelang es, einen stark bewaffneten Sicherheitsapparat zu entmachten. Die Stasi hatte dem letztendlich nichts mehr entgegen zu setzen. Dieser Höhepunkt der jüngeren deutschen Geschichte spielte sich im Wesentlichen zwischen Mai 1989 und März 1990 ab und wird heute als Friedliche Revolution bezeichnet.

Diesen Mythos der „friedlichen Revolution“ verbreiten die Sieger des damaligen Krieges immer wieder so:

  • „Einer friedlich agierenden Bürgerbewegung gelang es“
  • „Ein stark bewaffneter Sicherheitsapparat wurde entmachtet.“
  • „Die Stasi hatte dem letztlich nichts mehr entgegen zu setzen.“
  • „Das SED-Regime wurde innerhalb eines knappen Jahres gestürzt“

Eine merkwürdig kampflose Übergabe der DDR an den Feind bzw. friedliche feindliche Übernahme durch die BRD. 

In der DDR sah es zum Ende nicht so aus, daß alles friedlich verlaufen würde.

(1) Die Rolle der Sowjetunion, der Sowjetarmee und speziell von Michael Gorbatschow 

  • Der Westen und seine Geheimdienste (USA, England, Israel) war sich über Gorbatschows Absichten und Entscheidungen nicht sicher.
  • Gorbatschow hätte vor der geplanten „Revolution“ in der DDR von einigen Generälen der Sowjetarmee abgesetzt werden können.
  • Es hätte sich auch die Führung der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) auf dem Gebiet der DDR (an 620 Standorten mit 500.000 Soldaten und Offizieren) gegen Gorbatschow richten können (Armeegeneral Snedkow).
  • Die DDR und ihre Führung erhielt in entscheidender Stunde aus verschiedenen Gründen von der Sowjetunion (und der Sowjetarmee) keine Unterstützung mehr als „Bruderland“.

Weder von Gorbatschow, noch vom sowjetischen Militär kamen 1989/1990 irgendwelche, das sozialistische Gesellschaftssystem „stabilisierende“ Maßnahmen in der Beziehung zu den „Unseren“ (Russisch „нашиe“) in der DDR und gegenüber dem Westen. „So hätte die Geschichte ab Mitte 1989 ganz anders ausgehen können.“  (Milton Beardan, CIA-Chef der Abteilung für Osteuropa 1989) Dieses Verhalten der Sowjetunion und ihre Verhältnisse zur DDR und zum Westen waren vielleicht der wichtigste Faktor der Friedlichkeit des Endes der DDR.

Wikipedia dazu richtig: „Während der Wende in der DDR 1989/90 blieben die sowjetischen Truppen in ihren Kasernen und griffen nicht ein, was Grundvoraussetzung für das Gelingen der friedlichen Revolution war.“

(2) Die Rolle der SED-Partei-Führung sowie der Staats-Führung der DDR

Die SED-Partei- und Staats-Führung hatte ab Mitte 1989 zwei grundsätzliche Möglichkeit der Reaktion auf die Demonstrationen und Proteste der Bevölkerung:

1) Gewaltsames Vorgehen unter Einsatz polizeilich-militärischer Kräfte – ähnlich wie in der VR Chinas im Juni/Juli 1989 mit Panzern (oder auch wie in Rumänien). Alle Organe der Landesverteidigung und des Geheimdienstes der DDR, inklusive Kampfgruppen der Arbeiterklasse, standen 1989 einsatzbereit, um die DDR gegen innere Feinde, Konterrevolutionäre, Aufrührer, Provokateure und die Gefahr der provozierten „zerstörerischen Entladung“ von Massen-Demonstrationen entschieden zu verteidigen. Das hätte sehr viele Tote und Verletzte auf allen Seiten gegeben mit unklarer Fortsetzung und offenem Ausgang.

2) Friedliches Vorgehen durch Einlenken mit Anzeigen des (halbherzigen) Änderungswillens (Absetzung Honeckers), des Verzichts auf die alleinige Macht im Lande (Diktatur der SED-Partei), um den Weg für einen sozialistischen Erneuerungs-Prozeß mit Neu-Wahlen zu ermöglichen („Runde Tische“ nach Modell der VR Polen).

Die Führung der KPdSU unter Michael Gorbatschow hielt sich seit 1949 erstmals während derartiger politisch kritischer Wochen und Tage in der DDR zurück (Gorbatschow war sogar in Entscheidungsstunden für Egon Krenz nicht erreichbar!). Bei früheren Protesten und Demonstrationen (versuchten Konterrevolutionen) 1953 in der DDR, 1956 in Ungarn und 1968 in der CSSR griff die Sowjetunion zur Klärung der Lagen mit ihrer Armee ein. In der DDR war 1989 die Partei- und Staatsführung erstmals allein gelassen und auf sich selbst gestellt.

Die DDR-Führung unter Egon Krenz entschied sich verantwortungsbewußt für eine friedliche Reaktion gegenüber der Bevölkerung,

  • weil sie sich als Repräsentanten der Werktätigen in der DDR verstand, die nicht auf das eigene Volk schießen konnten;
  • weil die Hauptlosung der Demonstrierenden „Wir sind das Volk“ klug gewählt war (von wem eigentlich?) und die DDR-Führung „entwaffnete“, denn die Forderungen waren nicht grundsätzlich gegen den Sozialismus gerichtet, die Demonstrierenden waren demnach keine Konterrevolutionäre, Aufständische oder DDR-Feinde, sondern das Volk, das sich verbessernd einbringen wollte;
  • weil die Partei- und Staatsführung schon wußte oder realistisch einschätzte, daß ihre Macht in der DDR verloren war (vor allem auch, weil sie keine Unterstützung mehr aus der Sowjetunion bekam, obwohl noch genügend sowjetisches Militär auf DDR-Territorium stand),
  • weil die politischen und militärischen Führungskräfte der DDR, meist aus der kommunistischen Arbeiterbewegung stammend, 1989 ethisch eben doch anders als die deutschen Nazis 1945 waren, die noch bis zur letzten Stunde des Krieges die deutsche Bevölkerung sinnlos opferten.

Der friedliche Verlauf der Ereignisse 1989 war sachlich betrachtet also überhaupt kein Erfolg oder die Wirkung der systemkritischen Menschenmassen in der DDR („des Volkes“), obwohl sie sich mit Gesprächen und Verhandlungen mit den Partei- und Polizei-Organen speziell in Leipzig sehr um einen „friedlichen“ Verlauf bemühten. Da es damals jedoch um eine Existenz- und Machtfrage in der DDR ging, war diese Entscheidung für den friedlichen Verlauf des Geschehens letztlich und allein in der Hand der Landesführung.

(3) Die Rolle konkreter Menschen aus der DDR-Führung

Der friedliche Anfang vom Ende der DDR liegt ganz besonders in der persönlichen Verantwortung von

  • Egon Krenz (Generalsekretär der SED und Oberbefehlshaber aller Kräfte der Landesverteidigung).
  • Günter Schabowski (Mitglied des Politbüros der SED):  War es so geplant (von wem?) oder nur sein „Versprecher“ auf der Pressekonferenz am 9.11.1989, der zur friedlichen Stürmung der Grenzübergänge in Berlin und schließlich zur Grenzöffnung in Berlin führte! Immerhin hatte Egon Krenz ihm am Rande der vorhergehenden Sitzung des ZK ein Papier zur neuen Reiseregelung für die Pressekonferenz in die Hand gedrückt, dessen Inhalt er dann vortrug.  Peter Brinkmann (Reporter der „Bild“-Zeitung) stellte (vorbereitet?) die entscheidende Frage: „Ab sofort?“ Warum hatte Schabowski dem US-Sender NBC ein persönliches Interview an diesem Abend versprochen?
  • Jemand sagte in einem Internetforum treffend: Das war „im Grunde die beste, eigentlich schon geniale, weil friedliche Lösung!“
  • Offiziere der DDR-Grenztruppen in Berlin, die in undurchsichtiger und komplizierter Lage durch das (organisierte?) Drängen von Volksmassen auf die Grenzübergänge völlig allein gelassen ohne Befehle und ohne Erreichbarkeit der militärischen Führung selbständig entschieden, die Grenzen zu öffnen. Es fiel kein Schuß und es gab keine Opfer, trotz der hochgesicherten DDR-Grenzanlagen („Todesstreifens“).

(4) Die Rolle der sozialen Veränderungs-Energie

Die allermeisten Menschen in der endenden DDR erfaßten nicht die unglaubliche Tragweite der Veränderungszeit, der Wende und der Annexion (getarnt als „Wiedervereinigung“). Auch mir ging es so.
  • Es waren Monate einer für den Einzelnen undurchsichtige, widersprüchlichen  Chaos-Zeit.
  • Es erschienen neue einzelne Kräfte, die ihre Sicht propagieren konnten und jetzt auch durften.
  • Es etablierten sich viele neue Gruppierungen mit schillernden Namen.
  • Es war eine Zeit des scheinbaren Endes von Kriegen, weshalb sich viele für Frieden und die sogenannte Konversion (naive Abrüstung aller Waffensysteme und Umwandlung von Militärwirtschaft in Zivilwirtschaft)
Frage: Wie viele Menschen in einem Staat (oder in einem simulierten Staat) sind erforderlich, um in zentralen politischen oder gesellschaftlichen Fragen einen radikalen Kurswechsel anzustoßen?
Antwort:
1) Nur etwa 3,5 Prozent der Bevölkerung sind nötig, um einen tiefgreifenden politischen Wandel einzuleiten. (Harvard-Studie von Erica Chenoweth & Co.)
2) Friedliche Proteste sind etwa doppelt so erfolgreich wie gewaltsame. Bei gewaltfreien Aktionen ist es leichter, die kritische Masse an Menschen zu mobilisieren. (Am wirksamsten durch Generalstreik)
3) Kombination der 3,5% aktiver Beteiligung mit einem größeren Bevölkerungsanteil, der die Ziele der aktiven Bewegung passiv-schweigend teilt (be-für-wortet und damit energetisch auflädt)
In Deutschland nähern wir uns dem „kritischen Punkt„.
Viele spüren das. Zeitzeugen von 1989/1990 in der DDR erleben Ähnlichkeiten. Aber es ist (für mich) schwer, den tatsächlich erreichten Grad der Erweckung der Menschen in Deutschland zu bestimmen. 
Es könnten die magischen Zehn Prozent überschritten sein (das sind über 8 Millionen Menschen).
Nach Rupert Sheldrakes Erkenntnis formenbildender Kausalität kann im „morphischen Feld“ der Menschheit mit 10 % der Wandel eingeleitet werden
(Die genügend angehäufte Quantität vollzieht einen qualitativen Sprung in eine neue Qualität.)
Die Situation spitzt sich zu. Es geht vielleicht „nur“ darum, ob öffentlich oder über das Internet immer mehr Menschen wach zu machen und wach zu halten, sich auf die vielen sachlichen Widersprüche und sozialen Konflikte aufmerksam zu machen. Viele halten vor allem die „Isolationshaft“ zu Hause nicht mehr aus (Angriff auf „persönliche Unversehrtheit“).

Die 3. Mär: Die „Wende“ von 1989/90 als Konsum-Revolution

Die friedliche Revolution von 1989/90 wird in der Erinnerung häufig auf ihre politischen und verfassungsrechtlichen Aspekte verengt. Dabei spielte der Konsum eine
wichtige Rolle sowohl für ihre Entstehung als auch für ihren Verlauf und Ausgang.
Der Aufsatz zeichnet die Probleme des Konsums in der DDR nach, diskutiert die Konsumvorstellungen der Opposition in den achtziger Jahren und thematisiert Forderungen der Demonstranten, die den Konsum betrafen. Am Ende war die Hoffnung auf Teilhabe am materiellen Wohlstand der Bundesrepublik ausschlaggebend für die Entscheidung für eine schnelle Vereinigung, wie sie in den Volkskammerwahlen am 18. März 1990 zum Ausdruck kam. Gegen das Stereotyp vom materialistischen Ostdeutschen ist aber festzuhalten, dass politische Teilhabe und Teilhabe am Konsum
eng miteinander verwoben und kaum zu trennen sind. Die Bilanz nach fünfundzwanzig Jahren Einheit fällt in dieser Sichtweise gemischt aus. Zwar haben sich die Ostdeutschen im Konsumverhalten den Westdeutschen angenähert, aber noch immer existieren wesentliche Unterschiede.

Die 4. Mär: In der DDR fand eine Revolution „von unten“ statt

Was geschah 1989/1990 tatsächlich?

Es gab ein Zweckbündnis zwischen KGB und CIA. Das ist eigentlich unfaßbar, wenn man sich die todverfeindeten Geheimdienste ansieht. Die Triebkraft der amerikanischen Ambitionen lagen vor allem in Mitteleuropa, in Deutschland und in der Perspektive Gorbatschows, den man noch brauchte, dessen Stabilität jedoch unsicher war. So hatten die Sowjetunion und die USA ein gemeinsames Interesse daran, daß der abtrünnige rumänische Ceausescu und der eingenbrödlerische deutsche Honecker weg mußten.

Washingtons Ziel in den 1980er Jahren war die Auflösung des Verbundes der sozialistischen Länder (des Warschauer Vertrages und Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe) und danach der einzelnen Länder (Ungarn, Polen). Im Mai 1989 erkannten US-Präsident J. W. Bush senior und seine Berater die „Gunst der historischen Stunde“ in Deutschland. Die politischen Ereignisse entwickelten sich schneller als erwarte. Jetzt bekam Deutschlands „Wiedervereinigung“ Priorität. Frankreich und England wehrten sich (noch). Ihre Bedingungen: Deutschland nur vereinigen, wenn Ost- und West-Europa zuerst vereinigt sind.

Die Umstände für einen Umsturz mußten vorbereitet werden und gegebenenfalls so verfälscht, daß sie ausreichten, die angestrebten Veränderung auszulösen. Es werden dafür komplett manipulierte Vorgänge geschaffen (Operationen „Unter falscher Flagge“). So fängt oft eine Revolution mit religiösen Forderungen und Demonstrationen an oder Kirchen bieten Schutz für Systemkritiker. Irgendein Vorbereiteter ruft dann (nach Vereinbarung) plötzlich aus der Demonstrantenmenge „Nieder mit dem Kommunismus. Nieder mit Honecker“. Mit „gezielter Hilfe“ gehen dann Tausende auf die Strasse. Ein „Herr mit weißem Bart“ (beispiel in Rumänien), den keiner kannte, sagte den Demonstrierenden, was zu tun wären, gab die Richtung an. Irgendwelche gestorbenen Leute wurden als angebliche Opfer der Gewalt der polizeilichen Herrscher im Lande präsentiert. Die Menge wird zusätzlich angeheizt durch weitere Provokateure, die in anderen Ländern von Amerikaner ausgebildet wurden, u.a. darin, wie man andere Menschen beeinflußt, und wie man Aktionen organisiert (Ausbildungsstätten z.B. in West-Deutschland, in Österreich und in Ungarn). Für „verdeckte Operationen“ wurden spezielle Leute ausgewählt und trainiert. Die CIA leitete ihre verdeckten Operationen nicht direkt, sondern bildete dafür Leiter in westlichen Ländern in Trainingscamps aus.

Die 5. Mär: Die Wende erfolgte durch den Wille den Menschen und durch erste freie Wahlen in der DDR

In einer geheimdienstlichen „verdeckten Operation“ werden verschiedene Akteure benutzt

(1) Globaler Prädiktor und Korrektor: „Blitz-Schach“ zwischen Amerikanern (weiße Steine) und Russen

Alles geschah 1989 gleichzeitig und mehrere Faktoren an verschiedenen Orten bzw. Ländern  (z.B. Rumänien, DDR) wirkten synergetisch aufeinander.

„Die Amerikaner haben nicht gepokert. Sie haben mit den Russen richtiggehend Schach gespielt. Und von vornherein hatten sie Weiß und am Ende hatten sie gewonnen.“ (Dominique Fonvielle, Ex-Führungsoffizier des französischen Geheimdienstes)

US-Vasall Helmut Kohl in einem Interview beim Weltwirtschaftsforum in Davos/Schweiz am 03. Februar 1990: „Ich glaube, wir müssen jetzt an die DDR herantreten und einfach sagen, daß wir bereit sind, mit ihr unverzüglich in Verhandlungen über eine Währungs- und Wirtschaftsunion zu treten.“

Gorbatschow war intern sehr schwach und die USA-Geheimdienste wußten, daß sie wenig Zeit mit ihm als Verhandlungspartner haben würden. Deshalb mußten sie in kürzester Zeit all ihre Ziele erreichen, ohne ihn zu verschrecken.

  • Die Prozesse wurden schnell zielgerichtet in eine „bedingungslose wirtschaftliche Kapitulation der DDR (Lothar Späth, Interview mit der Stuttgarter Zeitung 1990)
  • Die konzertierte Arbeit der West-Presse: „Die Festung der DDR wird über die Presse sturmreif geschossen.“ (Dirk Laabs, Der deutsche Goldrausch: Die wahre Geschichte der Treuhand, 2012)

„Wenn die Leute länger darüber nachdenken würden, würden sie erkennen, daß die CIA ihre Arbeit getan hat.  Ihre Aufgabe war es, den Rest der Welt vor einer sowjetischen Invasion zu schützen, die damals wirklich möglich war.“

  • Es war das Ende der Teilung Deutschlands.
  • Es wurde kein „neutrales“ Deutschland begründet, wie es Gorbatschow noch wollte und gebilligt hätte.
  • Es wurde ein Deutschland innerhalb der „atlantischen“ Strukturen unter Führung der USA.
  • Das bedeutete den Zerfall der Sowjetunion.
  • Es war das Ende des sozialistischen Länderblocks gegenüber dem Westen.
  • Ein kalter Krieg brauchte nicht mehr geführt werden!

Henry Kissinger:  

  • „Wer das Öl kontrolliert, der beherrscht die Staaten;
  • wer die Nahrungsmittel kontrolliert, der beherrscht die Völker; und
  • wer das Geld kontrolliert, der beherrscht die Welt!“

(2) Geheimorganisationen

Bilderberger

„Die vier Botschafter (der Siegermächte des zweiten Weltkrieges) brauchten über das Berlin-Abkommen nicht viel zu verhandeln. Sie brauchten nur den Text zu unterzeichnen, den die Bilderberger ausgearbeitet hatten.“ (Henry Kissinger 1993 bei einem Treffen im Haus der Weltkulturen in Berlin)

(3) Geheimdienste

  • Geheime Nachrichtendienste wie CIA, MI6, Mossad arbeiten mit völlig gefälschten Szenarien, die aber glaubwürdig sind. Sie inszenieren Umstürze, aber ihre Leute führen sie selbst meist nicht durch.

CIA

„Vernon Walters wurde 1985, obwohl schon acht Jahre im Ruhestand, UN-Botschafter der USA und in dieser Eigenschaft Mitglied des Kabinetts von Präsident Reagan. So war er über alle vertraulichen Erkenntnisse zur Sowjetunion bestens informiert.
Als George Bush Senior im Januar 1989 sein Amt als neugewählter Präsident antrat, trafen sich alte Bekannte. Während Bush in den 70ziger Jahren Chef der CIA war, beschäftigte sich sein Stellvertreter Walters hauptsächlich mit Regime-Change in Südamerika. Der Putsch in Chile 1973 war sein Werk.
Im April 1989 trat Walters im Alter von 72 Jahren seinen Job als Außerordentlicher und Bevollmächtigter Botschafter der USA in Bonn an, 40 km entfernt vom Wohnort des sowjetischen Sonderbotschafters.“ (https://www.1989mauerfall.berlin/expose-leseprobe.html)

(4) Viel Geld (Folge dem Geld!)

(5) Verräter

Verräter aus dem alten System sind immer bei solchen politischen Wendungen dabei:

Verräter in West-Deutschland:

  • Helmut Kohl (CDU): Kanzler der BRD (mit „Kanzlerakte“, die ihn zu US-Gehorsam zwang) wußte genau, daß die „BRD“ kein Staat war und ist, sondern nur ein Nachkriegs-Verwaltungskonstrukt und daß Berlin eine „Besondere politische Einheit“ der 4 Besatzungsmächte und auch kein Bestandteil der BRD war. Er durfte und wollte keine Souveränität Deutschlands und einen echten Staat herstellen bzw. das Deutsche Reich wieder aktivieren sowie einen Friedensvertrag abschließen, wie es das „Betriebssystem“ der BRD (Grundgesetz) für den Fall der deutschen Wiedervereinigung klar vorsah. Aber er hätte es mutig im Interesse der Deutschen machen können! Das war seine historische Chance, die er verraten hat, Dadurch wurde der historische Weltprozeß der Befreiung der Deutschen und Herstellung der Souveränität der deutschen Nation verzögert und die westdeutsche Wirtschaft (Kapitalisten) konnten durch Vernichtung oder Übernahmen der DDR-Konkurrenz sowie Eroberung von Marktgebiet die Krisen-Wirtschaft der BRD stabilisieren und private Profite sichern (inklusive für Kohl selbst – siehe Verkauf der Leuna-Werke der DDR)

Am 8.11.1989 – also am Vorabend seiner Polenreise und am Vorabend der DDR-Grenzöffnung, gab Bundeskanzler Helmut Kohl im Deutschen Bundestag den „Bericht der Bundesregierung zur Lage der Nation im geteilten Deutschland„:

„freie selbstbestimmung fuer alle deutschen – das war, ist und bleibt das herzstueck unserer deutschlandpolitik. freie selbstbestimmung – das war, ist und bleibt auch der wunsch, ja die sehnsucht unserer landsleute in der ddr.wer von uns ist nicht angeruehrt und bewegt angesichts der bilder der vielen hunderttausenden friedlich versammelten menschen in berlin, in leipzig oder in dresden, in schwerin, in plauen und in anderen staedten der ddr? sie rufen: „wir sind das volk“, und ich bin sicher, ihre rufe werden nicht mehr verhallen. unsere landsleute, die taeglich fuer freiheit und demokratie auf die strasse gehen, legen zeugnis ab von einem freiheitswillen, der auch nach 40 jahren diktatur nicht erloschen ist. sie schreiben damit vor den augen der welt ein neues kapitel im buch der geschichte unseres vaterlandes, dessen freiheitliche traditionen weder durch krieg noch durch gewalt und diktatur zerstoert werden konnten.“

Mit dieser Rede bekundeten die Westdeutschen immer noch ihren Alleinvertretungsanspruch für alle Deutschen. Kohl vereinnahmt die DDR- Bürger immer noch in einem einheitlichen Deutschland und spricht buchstäblich nicht für alle DDR-Bürger. Der Großteil der DDR-Deutschen hatte sich für die DDR und nicht für ein Deutschland oder eine BRD entschieden. Kohl verfälscht damit die Lage.

Am 10.11.1989 bricht Helmut Kohl aufgrund der Öffnung der DDR-Grenzen seinen Polen-Besuch ab. Er sprach am Abend vor dem Schöneberger Rathaus in West-Berlin auf einer Kundgebung und forderte die DDR-Regierung auf: „Ich appelliere an die Verantwortlichen in der DDR: Verzichten Sie jetzt auf Ihr Machtmonopol!“ (www.bundesregierung.de)

Valentin Falin: Helmut Kohl und die Deutsche Einheit

  • Wolfgang Schäuble (CDU): Unterhändler der BRD für den „Einigungsvertrag“
  • Theo Waigel (CSU): Finanzminister der BRD

Aus der Rede Theo Waigel auf dem Schlesier Treffen in Hannover am 1.Juli 1989: „Mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht, am 08. Mai 1945, ist das Deutsche Reich nicht untergegangen. Es gibt keinen völkerrechtlich wirksamen Akt, durch den die östlichen Teile des Deutschen Reiches von diesem abgetrennt worden sind. Unser politisches Ziel bleibt die Herstellung der staatlichen Einheit des deutschen Volkes in freier Selbstbestimmung.“

  • Horst Köhler (CDU): Staatssekretär im Finanzminister der BRD (ab 1.1.1990), Planungen einer Währungsunion BRD/DDR seit Anfang Januar 1990 (mit/durch Thilo Sarrazin), die streng geheim bleiben und „keine Papierspuren“ hinterlassen sollte; verantwortlich für Treuhandanstalt; Verhandlungen über die deutsch-deutsche Währungsunion und zum Überleitungsabkommen für den Abzug der sowjetischen Truppen – „erwirbt sich den Ruf, ein harter und hochqualifizierter Unterhändler zu sein“ (www.kas.de); Von 2000 bis 2004 Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF)
  • Thilo Sarrazin (SPD): „Thilo Sarrazin und die ökonomische Annexion der DDR„;  Währungsunion BRD/DDR nur unter einer Bedingung: „Die D-Mark kann nur im Austausch gegen einen vollständigen Systemtransfer hingegeben werden.“ (Januar 1990)

Verräter in der DDR

SED-Parteiführung unter Egon Krenz

  • Der Bevölkerung wurde eine „revolutionäre Umgestaltung“ bzw. „friedliche Revolution“ 1989/1990 (zunächst noch des Sozialismus) vorgegaukelt.
  • Die Menschen in der DDR wurden mit den drohenden sozialen und persönlichen Auswirkungen durch die Annexion der BRD allein gelassen.
  • Die Macht und führende Rolle der SED wurde mit dem Gremium einer Opposition am Runden Tisch geteilt.
  • Die SED wurde revisionistisch in eine sozialdemokratische, nicht-kommunistische Partei gewandelt.
  • Die Zusammenarbeit mit der DKP in der BRD und West-Berlin wurde abgelehnt.
  • Der Geheimdienst MfS wurde den West-Medien, der Politik und der Öffentlichkeit kampflos überlassen.
  • Die Verteidigungskräfte der DDR (Grenztruppen, NVA, Polizei, Kampfgruppen) wurden handlungsunfähig gehalten und zur Zerstörung dem Feind überlassen.

Hans Modrow

Modrow (als Sekretär der Bezirksleitung der SED Dresden) zusammen mit Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer an der Spitze einer Demonstration, die die Losung  „Weg mit der SED“ voran trug.

Modrow distanzierte und positionierte sich klar gegenüber der DKP als „Nicht-Kommunist“. (Hans Modrow und Hans Dieter Schütt: „Ich wollte ein Neues Deutschland“, Berlin 1998)

als Favorit Gorbatschows von Stasi und BND überwacht

Youtube-Kommentar: „Hans Modrow war die Puppe von Markus Wolf, zumal nachdem dieser zur Überraschung und zum Entsetzen seiner Lubjanka-Führungsoffiziere am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz niedergebrüllt wurde (die dreijährige Quarantäne hatte sich als viel zu kurz erwiesen) und deshalb als Anchor-Face / Ministerpräsidentenkandidat der DDR subito abgeschaltet werden mußte. Woraufhin Modrow selbst von der Reservebank her Ministerpräsident der DDR wurde – bis der KGB in der DDR sauber ausgespielt wurde, von Bonn her und vor allem vom Volk bei der Wahl im März `90.“

Günter Schabowski: „Wir haben alles falsch gemacht“ (Autobiografie, 2009), „Ich schäme mich für den Staat, an den ich bis zuletzt geglaubt habe.“ (Diskussion im Berliner Abgeordnetenhaus), im Interview mit US-Sender NBC-Reporter Tom Brokaw am 9.11.1989 auf Englisch über die künftigen Rechte der DDR-Bürger: „Sie sind nicht weiter gezwungen, die DDR auf dem Weg durch ein anderes Land zu verlassen.“   „Es ist ihnen möglich, durch die Grenze zu gehen.“  Dazu grinste er schief.

Gregor Gysi: Umwandlung der SED in eine sozialdemokratische Partei (PDS – Partei des demokratischen Sozialismus), die mit dem BRD-System konform war

Günther Krause (DDR-Staatssekretär? verbunden mit Freimaurer Holger Thorsten Schu­bart, erreichte sein Instantkarma: Affären, Rücktritt, Scheidung, Pleiten, Verurteilungen);

Viele DDR-Bürger, die alles Positive und (Noch-)Mögliche in der DDR wegwarfen, und die der DM folgten, den BRD-Politiker glaubten und den „goldenen“ Westen wählten.

Bärbel Bohley Gründungsmitglied des Neuen Forums (sie hielt sich mysteriöserweise 1989 ein halbes Jahr in England auf, bevor sie mit dem Neuen Forum in der DDR bekannt wurde)

„Bürgerrechtler“ –  überwiegend antikommunistische Opposition

Verräter in der Sowjetunion:

Der Generalsekretär der KPdSU, Michael Gorbatschow, und der Botschafter der UdSSR in Berlin,Wjatscheslaw Kotschemassow,  schliefen in der Nacht vom 9. zum 10.11.1989. Niemand weckte sie.

Michael Wolski: Moskaus Wunsch nach dem Mauerfall

Miachel Wolski  schildert genau und spannend den historischen Verlauf  der Liquidierung der DDR. Er zeigt die politischen Hintergründe und den Plan auf, die am 9. November 1989 das Zusammenspiel von sichtbaren und unsichtbaren Kräften mit Tricks und Täuschungen den „friedlichen Mauerfall“ arrangierten.

Buchbeschreibung:

Warum fiel die Mauer?….Dieses Buch bietet eine neue Lesart der Maueröffnung vom 9. November 1989. Anhand von Indizien und dokumentierter Fakten wird die trickreiche Umsetzung des Moskauer Drehbuchs zum Mauerfall durch DDR-Funktionäre und Offiziere – unter Regie des KGB – sichtbar gemacht. Eigene Erlebnisse des Autors ergänzen dieses Bild. Ein Rückblick auf politische Zäsuren in der UdSSR und der DDR, auf die Besatzungsmacht und ihre nachrichtendienstliche Führung hoher DDR-Funktionäre sowie zum Wirken Wladimir Semjonows in und für Deutschland zwischen 1940 und 1991 runden das Bild ab. Damit erschließen sich die politischen Hintergründe der sowjetischen Initiativen zum Mauerbau 1961 und Mauerfall 1989…. • Werden bei Öffnung russischer Archive nach 30 Jahren wichtige Materialien zu Sonderbotschafter Semjonows Zeit in Köln, Mauerfall und deutscher Einheit freigegeben?… • Wird das etwas an den Beziehungen Russlands mit dem Westen ändern?… • Werden wir zukünftig anlässlich des Mauerfalls der Russen und ihrer DDR-Agenten gedenken?… • Wie werden Historiker zukünftig den Beitrag der Bürgerrechtler bewerten?…

Der Autor erlebte Mauerfall und deutsche Einheit 1989/90 als Vertreter und Repräsentanz-Leiter eines US-Konzerns in Ostberlin mit. Zum Ende der DDR nach Moskau versetzt, wurde er 1991 Zeuge des Kollateralschadens des Mauerfalls – dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion.

Wladimir Semjonow (Sonderbotschafter der UdSSR für Deutschland)
„Er war einer der Verantwortlichen für die Luftblockade Westberlins 1948/49 und
danach an der Gründung der DDR maßgeblich beteiligt.
1953 gab er als Hoher Sowjetischer Kommissar in Deutschland den Befehl zur Niederschlagung des Aufstandes vom 17. Juni 1953.
1958 war Semjonow federführend für das Berlin-Ultimatum Chruschtschows und danach, als die West-Alliierten nicht darauf eingingen,
bei der Vorbereitung des Mauerbaus. Im Außenministerium erhielt er damals den Spitznamen  „Spezialist für Okkupationspraxis“.
Bis 1978 war er stellvertretender Außenminister und wurde
dann zum Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafter der Sowjetunion in Bonn ernannt.
Im Mai 1986, nach seiner Abberufung, wurde er Sonderbotschafter mit Wohnsitz in Köln.“ (https://www.1989mauerfall.berlin/expose-leseprobe.html)

Anatoli Tschernajew (Mitarbeiter im Zentralkomitee der KPdSU, seit 1986 persönlicher Berater von Gorbatschow für internationale Fragen, später in der Gorbatschow-Stiftung): „Mich hat das überhaupt nicht überrascht. Nach Gorbatschows Besuch zum 40-jährigen Bestehen der DDR war klar, dass die letzten Tage des Regimes angebrochen waren.“   („Der Tagesspiegel“, 2009)

Wjatscheslaw Kotschemassow  (Botschafter der UdSSR in der DDR): Nur die Sowjetunion hätte als Teil des Vier-Mächte-Regimes zu Berlin über die Grenzöffnung entscheiden können. Die Sowjetunion hätten vorher nur einer Öffnung an der südwestlichen Grenze zur BRD zugestimmt. Egon Krenz berichtete später („Wir und die Russen“), daß er am 10.11.1989 im Gespräch mit dem Botschafter überrascht gewesen wäre, daß die Sowjetunion plötzlich den Vier-Mächte-Status ins Spiel brachte.

Igor Maximytschew (Dienshabender Botschafter der UdSSR in der DDR in der Nacht vom 9.11.1989): Die „B.Z.“ ernannte ihn zum „Engel des 9. November“ nach einem Interview 2006. Er hätte den Einsatz sowjetischer Truppen in der DDR verhindert, um mit Panzern die Grenze zwischen Warschauer Vertrag und NATO nach West-Berlin zu schließen. Eine solche angebliche Entscheidung nehmen auch Gorbatschow und Schewardnadse in Anspruch.

NVA-General Streletz erklärte, daß es seitens der DDR- Militärs nie Pläne zum Panzereinsatz gegeben habe. Der Oberkommandierende der WGT, Armeegeneral Boris Snetkow, habe der DDR mehrmals Hilfe angeboten, die jedoch noch von Erich Honecker Mitte Oktober 1989 abgelehnt wurde. Diese West-Gruppe der Sowjetarmee auf DDR- Gebiet konnten nur der sowjetische Verteidigungsminister und der Chef des Generalstabes befehlen.

Michael Gorbatschow: 

  • Gorbatschows lang gehegter Plan? – Moskau und der „Mauerfall“.
  • Sinneswandel von Gorbi. „Das Schicksal der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands wurde bereits vom Willen von Millionen entscheiden, vor allem von den Ostdeutschen“ (1999 in seinem Buch:  „Wie es war – Die deutsche Wiedervereinigung“)
  • Am 30. Januar 1990 sagt Michail Gorbatschow bei einem Besuch des damaligen DDR Ministerpräsidenten Hans Modrow: „Niemand stellt die deutsche Einheit prinzipiell in Frage.“ 
  •  „Eigentlich habe ich darauf gewartet, dass so etwas geschieht. Schon vorher, am Vorabend dieser Ereignisse, hatte ich die sowjetischen Truppen vor einem Eingreifen gewarnt: ‚Keinen Schritt. Sie bleiben, wo Sie sind.‘ Das sollten die Deutschen selbst entscheiden. Und sie haben es getan.“
    „Es ist so gekommen, wie ich es mir gewünscht habe, und ich glaube, darauf darf ich stolz sein.“ (Gorbatschow in „Die Welt“, 3.11.1919)
  • Gorbatschow habe nach seinem Berater Anatoli Tschernajew („Die letzten Jahre einer Weltmacht – Der Kreml von innen“) längst gespürt, „dass die deutsche Wiedervereinigung unvermeidlich war. Mit der DDR sollte ein ‚Vorposten des Sozialismus‘ im Herzen Europas verschwinden. Über die ‚ideologischen Folgen‘ machte er sich keine Sorgen mehr. Allerdings wurde aus den Gesprächen mit Honeckers kurzzeitigem Nachfolger Egon Krenz und einigen Unterredungen mit westlichen Gesprächspartnern deutlich, dass Gorbatschow noch eine gewisse Übergangsperiode einplante.“
  •  „Dies war der Kontext, in dem ich die Probleme im Zusammenhang mit der möglichen Wiedervereinigung Deutschlands überlegt habe. Denn der Zustand, den Christa Wolf treffend als ,geteilten Himmel‘ definierte, wurde unerträglich. Ich glaubte, dass die so viele Jahre anhaltende Trennung, die nach dem Krieg vorgenommen wurde, eine große Nation demütigt.   Ich sah meine Aufgabe darin, dass der äußerst emotionale Prozess der Annäherung und die Wiedervereinigung ohne ,Explosionen‘ mit unvorhersehbaren Folgen ablaufen sollte – wie die Deutschen sagen, ,in Frieden‘.“ (Stefan Aust – Michail Gorbatschow: „Im Prinzip hat auch Putin die Einstellung, den Frieden zu bewahren“3. November 2019)
  • Reinhold Andert: Gorbatschow als Konterrevolutionär
  • Valentin Falin: Veränderungen in Gorbatschows Politikstil
  • Anatoli Tschernajew schrieb am 10. November 1989 in sein Tagebuch: „Die Berliner Mauer ist gefallen. Eine ganze Epoche in der Geschichte des ‚sozialistischen Systems‘ ist zu Ende gegangen. … Aber die DDR, die Berliner Mauer – das ist die Hauptsache. Denn hier geht es schon nicht mehr um den ‚Sozialismus‘, sondern um eine Veränderung des Kräfteverhältnisses in der Welt; hier ist das Ende von Jalta, das Finale für das Stalinsche Erbe und für die Zerschlagung von Hitler-Deutschland [im  großen Krieg]. Das ist, was Gorbatschow ‚angerichtet‘ hat. Er hat sich wahrhaft als groß erwiesen, weil er den Gang der Geschichte gespürt und ihr geholfen hat, einen ‚natürlichen Lauf‘ zu nehmen. …“
  • Hans Modrow über Gorbatschow: „Nach dem, was mir heute bekannt ist, bin ich mit nichts von dem einverstanden, was Gorbatschow in die Wege geleitet hat. Denn alles war von Anfang an auf Täuschung angelegt. Er selbst hat Ende der 1990er Jahre erklärt, dass es immer sein Ziel gewesen sei, mit der Perestroika den Sozialismus zu vernichten. Dies zeigt die Absicht des Verrats und die Charakterlosigkeit Gorbatschows.“ (Zitiert bei  http://www.schattenblick.de/infopool/geist/meinung/gmsp0021.html)

Eduard Schewardnadse (Außenminister): Die Klärung der deutschen Frage stand schon 1986

KGB: Die Residenz des sowjetischen Geheimdienstes KGB in Berlin-Karlshorst konzentrierte sich seit dem Sturz von Erich Honecker am 18.10.1989 völlig auf die SED-internen Vorgänge (Vizechef Oberst Iwan Kusmin). Auch ihre Sofortmeldungen nach Moskau über die Grenzöffnung der DDR (die sie angeblich überraschte) weckte  niemand aus dem Schlaf – erst nach dem Entstehen von Fakten ab 10.11.1989 wurde die KGB-Zentrale aktiv.

Armee-Generäle (Henry Kissinger:  „Militärpersonal ist blödes, dummes Vieh, das man als Bauernopfer in der Außenpolitik benutzt!“)

Das Politbüro des ZK der KPdSU sah am 10.11.1989 keinen Anlaß zu einer Sondersitzung. Die Nachricht der Grenzöffnung der DDR wurde sehr ruhig aufgenommen.

„Die Entwicklung und Umsetzung dieses Szenarios gilt bis heute als Meisterleitung der Geheimdienst-Experten für Wahrnehmungs-Management.“ (https://www.1989mauerfall.berlin/expose-leseprobe.html)

(6) Die Anbahnungen des Endes des Sozialismus in Europa erfolgte über „geschwächte“ Länder

  • Polen: erste „freie“ Wahlen, Runde Tische
  • Ungarn: Zulassung von mehr Parteien
  • Rumänien war schon immer im sozialistischen Weltsystem ein Außenseiter. Die USA verfolgten mit Rumänien eine langfristige Strategie. Südosteuropa sollte mit Ungarn und Rumänien destabilisert werden und beide in die NATO aufgenommen werden.  Am 3.12.1989 in Malta: Bush und Gorbatschow einigten sich dort auch über Rumänien

„um den 9.11.1989 herum“ wollte die Bush-Regierung in Deutschland „das zu Ende bringen“ (Milton Beardan, CIA-Chef der Abteilung für Osteuropa 1989)

Deutschland war auf dem Weg zur „Vereinigeung“. „Es war die Entscheidung von Georg Bush. Und von Helmut Kohl  und es wurde auch die von Michael Gorbatschow, obwohl er es nie wirklich begriffen hat.“  (Milton Beardan, CIA-Chef der Abteilung für Osteuropa 1989)

„Es gab während des kalten Krieges die Befürchtung, daß Westdeutschland seine Verbindungen mit dem Western opfern und mit den Russen einen Geheimpakt schließen würden, um Deutschland wieder zu vereinen.“ (Charles Cogan, CIA-Chef in Paris 1089)

(7) Provokateure

Provokation der Herrscher in den Sozialistischen Ländern mit Demonstrationen oder anderen verdeckten Operationen.

Solche eskalierenden Proteste sollen dazu provozieren, daß die Herrscher auf brutale Weise reagieren und es möglichst Tote und Verletzte gibt. Damit offenbart sich die Operation, organisiert sich und setzt sich in Bewegung. Und genau dann greift z.B. das Nachbarland aus „humanitären“ Gründen ein, die nationale Opposition bestimmt einen neuen Führer, der von ihnen anerkannt wird.  „Man muß eine gewissen Unsicherheit aufrechterhalten, bis die neue Regierung etabliert ist.“ (Dominique Fonvielle, Ex-Führungsoffizier des französischen Geheimdienstes)

(8) Kirche 

Die katholische Kirche spielt meist in diesen Geheimdienstaktionen mit. Auch in der DDR realisierten religiöse Organisationen und Kirchen-Vertreter sowie auch die Kirchengebäude  eine große Rolle bei der Vorbereitung des Umsturzes.

  • Anfängliche  Treffen von Dissidenten in den schützenden Kirchengebäuden
  • (Künstlerische) Protestveranstaltungen in den Kirchen
  • Kirchenvertreter werden öffentlich
  • Nikolaikirche in Leipzig. „Wo alles begann.“ (Hans-Joachim Müller, Mitgründer des Neuen Forums in Leipzig)
  • Zionskirsche in Berlin:

(9) Medien

1) Die Westlichen Medien erfüllten eine wichtige Aufgabe bei der „Triggerung“ der Stimmung und Energie zur sozialen Veränderung in der DDR: Einseitige und aufgebauschte TV- und Radio-Berichte („Frontberichterstattung“) über die Schwachstellen in der DDR Ende der 1980er Jahre

  • Versorgungs-Mängel
  • Fluchtbewegung von DDR-Bürgern über Polen, CSSR und Ungarn in den Westen
  • Unzufriedenheit in der Bevölkerung

2) Medien zur psychologischen Kriegsführung im Kalten Krieg

Spezielle Rundfunkmedien spielten bei der Organisation der Zerstörung der osteuropäischen sozialistischen Länder durch die C’IA eine große Rolle:

  • RIAS („Rundfunk Im Amerikanischen Sektor“ Berlins)
  • Radio freies Europa
  • Deutsch Welle

3) Bild-Zeitung als die auflagenstärkste Tageszeitung in der BRD mit der Zielgruppe der weniger intelligenten Bevölkerungsanteile.

(10) Opfer 

Es muß Opfer geben, weil ohne Opfer eine Revolution niemals glaubwürdig ist.“  (Dominique Fonvielle, Ex-Führungsoffizier des französischen Geheimdienstes)

Für eine revolutionäre Änderung der Gesellschaft gibt es immer Menschen-Opfer. Manche Menschen und ihr Opfer werden dabei als Mittel zum Zweck benutzt. Sie wurden als Werkzeuge für bestimmte Ziele benutzt. Solche Ziele werden oft als „Freiheit“ oder „Befreiung von einer Diktatur“ oder „Befreiung des Volkes“ (Rumänien, DDR usw.) behauptet, ohne diese näher zu definieren.

Die 6. Mär: In der DDR brach eine Flüchtlingswelle aus

Provokationen mit der Grenze der DDR

Über 1400 Kilometer verlief eine Grenze zwischen der DDR und der BRD. Jedes souveräne Land sichert seine Grenzen gegenüber Feinden. Jeder DDR-Bürger kannte auch die „Spielregeln“ im Grenzgebiet. Der Westen betont bis heute immer wieder den „Todestreifen“ an der Grenze, der vermint war.

Kaum erzählt und deshalb den meisten unbekannt ist, daß die Nato Ende der 1950er Jahre Pläne hatte, an der DDR-Grenze atomare Landminen (Atomic Demolition Munition) zu vergraben.

Nehmen die USA und die BRD Millionen toter Deutscher in Kauf ...„Ernstzunehmenden Quellen zufolge lager(te)n seit etwa 1965 bis zu 200 ADM (Atomic Demolition Munition) in der Bundesrepublik Deutschland. Die USA sollen diese kleineren Atomsprengköpfe der NATO zum „Schutz“ gegen einen konzentrierten, russischen Panzerangriff entlang der innerdeutschen Grenze zur Verfügung gestellt haben.“ (https://erwacheblog.wordpress.com)

Die Existenz des Plans und der Installierung der ADM auf deutschem Boden wurde immer abgestritten und vertuscht. Der damalige BRD-Verteidigungsminister, Kai-Uwe von Hassel, behauptete in einem „Offenen Brief“ an die DDR-Bevölkerung (3. Mai 1965): „… Die Bundeswehr hat weder Atomwaffen noch ‚Atomminen’ zu ihrer eigenen Verfügung. Deshalb habe ich zu diesem angeblichen ‚Atomminengürtel’ am 20. Januar 1965 vor dem Deutschen Bundestag unmißverständlich erklärt: ‚Es gibt keine einzige Atommine im Einsatz. Es gibt kein Atomminenfeld, es gibt keinen Atomminengürtel, es gab keinen Plan, und die Bundesregierung hat nicht die Absicht, einen solchen Plan aufzustellen. Ich meine, es ist gut, wenn heute der Deutsche Bundestag feststellt, daß es derartige Pläne nicht gegeben hat, nicht gibt und nicht geben wird“. (Quelle: Dirk Drews: Die Psychologische Kampfführung, Mainz 2006, S. 130)

Verordnung des Ministerrates der DDR vom 26. Mai 1952 „über Maßnahmen an der Demarkationslinie zwischen der DDR und den westlichen Besatzungszonen Deutschlands“

Damit wurde der schnelle Ausbau der Grenze zwischen der DDR und der BRD geregelt:  Wachtürme, mannshohe Zäune, ein 500 Meter breiter Schutzstreifen, der nur bei Tageslicht und mit  Sonderausweis betreten werden durfte. Der gesamte Raum vor der Grenze bis zu einer Tiefe von 5 Kilometern wurde zur „Sperrzone“ erklärt. In den 1950er Jahren wurden 12.000 DDR-Bürger von den Grenzgebieten umgesiedelt ins Innere der DDR.     

GESETZBLATT der Deutschen Demokratischen Republik: Gesetz über die Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik (Grenzgesetz) vom 25. März 1982
Die strikte Achtung und Einhaltung der allgemein anerkannten Prinzipien des Völkerrechts, darunter die Achtung der Souveränität, der Unverletzlichkeit der Staatsgrenzen, der territorialen Integrität und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung gutnachbarlicher Beziehungen, der Sicherheit und Zusammenarbeit zwischen den Staaten und die entscheidende Grundlage einer stabilen Friedensordnung.
In Wahrnehmung ihrer souveränen Rechte gestaltet die Deutsche Demokratische Republik ihre Beziehungen in Grenzangelegenheiten mit den benachbarten Staaten in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und organisiert den Schutz der Staatsgrenze einschließlich des Luftraumes und der Territorialgewässer.
Zu diesem Zwecke beschließt die Volkskammer auf der Grundlage der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik das folgende Gesetz: …
Bundesgrenzschutz-Schild HALT HIER ZONENGRENZE

Nicht-Respektierung der DDR durch die BRD (Alleinvertretungsanspruch)

Zu diesen Feindseligkeiten gehörten im Kalten Krieg verschiedene Provokationen des Westens gegenüber der DDR-Grenze. Westdeutschland vertrat in aller Welt einen Alleinvertretungsanspruch aller Deutschen (BRD-Kanzler Konrad Adenauer am 21. Oktober 1949) und diffamierte die DDR als „Zone“, „Sowjetzone“, „Sowjetische Besatzungszone“, „Der Osten“ (obwohl es geographisch „Mitteldeutschland“ war), „Die sogenannte DDR“ u.ä.

„Schon Mitte September (1949) hatte der gerade gewählte neue Bundeskanzler Konrad Adenauer öffentlich klargestellt, dass eine Anerkennung des in der Sowjetzone errichteten kommunistischen Regimes nicht in Frage komme. Er lehnte jegliche Bestrebungen ab, die DDR auch nur de facto als Staat zu respektieren, was zudem den Status seiner Regierung geschmälert hätte. Unter Hinweis auf die Bundestagswahl verlangte er freie Wahlen in der sowjetischen Besatzungszone und beharrte auf die Zugehörigkeit der Gebiete jenseits der Oder-Neiße-Linie zu Deutschland.“ (Konrad Adenauer)

Die Gründung der DDR am 7.10.1949 erfolgte historisch eindeutig und zwangläufig nachdem Gesamt-Deutschland durch die Westmächte in den drei Westzonen mit der Gründung des Verwaltungskonstruktes „BRD“ geteilt wurde. Ihr deutscher Vertreter und Verräter der Deutschen, Konrad Adenauer, verstieg sich in die totale geschichtliche Fälschung, daß die Gründung der DDR ein „geschickter Schachzug der Sowjetunion gegen die Westmächte“ sei. „Er warf den SED-Führern vor, Anhängsel Moskaus zu sein, und sprach der Regierung Otto Grotewohl jede Legitimität ab, weil ihr die nationale Verwurzelung fehle.“ (Konrad Adenauer)

Die DDR-Grenze wird als „innerdeutsche Grenze“ oder „Zonengrenze“ diffamiert

Die Grenze zwischen der DDR und der BRD war keine „inner-deutsche Grenze„, wie im Westen bis heute dargestellt wird. Diese Grenze des souveränen DDR-Staates trennte  „zwei Systeme, die miteinander nicht vereinbar“ waren, die sich feindlich mit großen Militärbündnissen (NATO und Warschauer Vertrag) gegenüber standen, die hochgesichert waren. Die DDR schützte mit dieser Grenze zuverlässig ihr Territorium, ihre Errungenschaften und ihre Menschen. BRD und DDR waren Feindesländer mit mächtigen Bündnissen dahinter.

Tote an der DDR-Grenze werden zu „Todesopfer des DDR-Grenzregimes“)

Bis heute werden im angeblich wieder vereinten Deutschland die Grenzsoldaten, die ihre Eidespflicht für die DDR erfüllten, kriminalisiert. Sie wurden sogar nach der Wende 1990 vor dafür nicht zuständige BRD-Gerichte gezerrt.

Eine Studie des „Forschungsverbundes SED-Staat“ an der Freien Universität Berlin (mit Kosten in Höhe von 650.000 Euro) veröffentlichte 2017 ein Untersuchungsergebnis, nachdem es insgesamt 327 „Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze“ zwischen 1949 und 1989 gegeben haben sollte. Diese Zahl der Toten an der DDR-Grenze galt als „offizielle Opferzahl des DDR-Grenzregimes“. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) bezweifelt das Studien-Ergebnis in mindestens 50 Opferfällen. 

Kriminelle Fluchthilfe der BRD und von „Schleusern“

Bestimmte Kräfte in der BRD propagierten, organisierten und realisierten jahrelang die Flucht von Bürgern der DDR in den Westen.

  • Seit der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 bis zur Öffnung der Grenze am 9. November 1989 verließen rund 3,5 Millionen der insgesamt etwa 17 Millionen Bürger die DDR.
  • Übrigens kamen zwischen 1949 und 1988 insgesamt auch 600.000 Menschen von der Bundesrepublik in die DDR. Davon waren 400.000 Menschen vorher aus der DDR  nach Westdeutschland geflohen und wollten wieder in die DDR zurückkehren. (www.bpb.de)

Die Flucht aus dem armen Osten in die Freiheit des Westens wurde strategisch in Phasen organisiert.

Das strategische Ziel des Westens wurde mit einer Welle von Ausreisen und der Flucht aus der DDR in den 1980er Jahren angestrebt und gefördert, wo und wie es nur ging. Sie nennen das Geschehen heute noch gern „Abstimmung mit den Füßen“ .

Historiker wie Stefan Wolle, welcher der DDR sein Geschichts-Studium, seine Promotion und seine jahrelange Forschungsarbeit in der Akademie der Wissenschaften der DDR verdankt, behauptet als Wendehals dreist, daß „der westliche Konsum, die Freizügigkeit, der politische Pluralismus [sei] für die DDR-Bürger immer der Maßstab ihres eigenen Lebens gewesen.“   Und damit begründet dieser „Historiker“ (aus der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) einen Widerspruch zwischen der Realität in der DDR und dem angeblichen Willen der Bevölkerung, der zunehmend zum Bedürfnis „vieler DDR-Bürger“ geführt haben soll, die DDR zu verlassen und in die Bundesrepublik überzusiedeln.

Die historische Wahrheit liegt ganz wo anders. Siehe etwa die Untersuchung des Jugendforschungsinstituts der DDR noch im Herbst 1989: die meisten DDR-Bürger wollten eine bessere DDR, keinen Kapitalismus und keine Vereinigung mit der BRD!

Ja, auch ich war mit der Entwicklung und dem Zustand des realen Sozialismus in der DDR nicht zufrieden. Aber gemeinsam mit den meisten DDR-Bürgern wollten wir 1989 nicht in den „goldenen“ Westen, in deren Konsum-Wahn, in die angebliche Freizügigkeit (des Reisens), sondern wir wollte die DDR und unser Leben darin verbessern!

Dennoch gab es genügend Gegner und genügend Systemkritiker im Land und es gab eine starke Attraktivität des Westens durch die Schaufenster der „Frontstadt“ West-Berlin, die BRD-Massenmedien (vor allem das „West-Fernsehen“) und über die privaten West-Kontakte (West-Pakete an die „armen Brüdern und Schwestern in der Zone“)

  • Konsum und Reisefreiheiten, die man sich finanziell nur leisten können muß;
  • Meinungspluralismus, solange man nicht konkret die kapitalistische Gesellschaft ändern will (KPD-Verbot in der BRD, antikapitalistische Anfänge der 1968er Bewegung) .

Ausreiseanträge

Ein Antrag zur Ausreise aus der DDR war die legale Möglichkeit, das Land für immer zu verlassen. 

  • 1980: 21.500 Ausreiseanträge
  • 1989: 159.000 Ausreiseanträge

Phase 1: Flucht über die offene Grenze der DDR in Berlin 

  • Zirka 3 Millionen flüchteten aus dem DDR-Land bis zum 13.8.1961 über die offene Grenze in Berlin nach West-Deutschland. Oft wurden sie aufgrund ihrer guten DDR-Ausbildung gezielt von bestimmten Unternehmen oder Einrichtungen für diese Landesflucht geworben und dann auch arbeitsmäßig in der BRD integriert.

Phase 2: Flucht über die Grenze der DDR

  • Zwischen August 1961 und September 1989 flüchteten knapp 95 000 Menschen über die hochgesicherte Grenze zwischen DDR und BRD – die Grenze zwischen zwei feindlichen Gesellschaftssystemen in West und Ost. Die Flucht aus der DDR über die Grenze zur BRD war ein „ungesetzlicher Grenzübertritt“ und wurde als ein Straftatbestand geahndet. Das wußte jeder DDR-Bürger. Jeder, der das Land dennoch über die geschützte DDR-Grenze verlassen wollte, riskierte sein Leben. Etwa. 900 Menschen bezahlten ihren illegalen Versuch der Flucht aus der DDR mit dem Leben. Für diese bedauerlichen Tode ist jedoch nicht die DDR und sind nicht die Grenzschützer zu verurteilen.
  • Die legale Möglichkeit in der DDR war der „Ausreiseantrag„, ein Antrag zur ständigen Ausreise aus der DDR bzw. die Absichtserklärung, dauerhaft außerhalb der DDR leben zu wollen,  aus der DDR auswandern zu wollen.

Phase 3: Flucht über BRD-Botschaften in anderen sozialistischen Ländern

  • Im Sommer 1989 „kam es“ zu organisierten Aktionen der Massenflucht vor allem von jungen Menschen über Polen, die Tschechoslowakei und Ungarn.
  • Seit dem Sommer 1989 bis zum 9.11.1989 verließen zirka 220.000 Bürger der DDR das Land über BRD-Botschaften in Polen, der CSSR und Ungarns oder aufgrund direkter Grenzöffnungen in Ungarn und in der CSSR.
  • Der 30.9.1989 war eine Zäsur bei dieser Massenflucht aufgrund der Ausreiseerlaubnis für 6.000 DDR-Flüchtlinge, die die BRD-Botschaft in Prag/CSSR belagerten. Diese Ausweisung von DDR-Bürgern erfolgte nach Verhandlungen zwischen der BRD mit der UdSSR und der DDR. Sie wurde von BRD-Außenminister Hans-Dietrich Genscher am 30.9.1989 verkündet und erfolgte mit Sonderzügen über DDR-Territorium (zynisch und provozierend?) in die Bundesrepublik.
  • Am 4.10.1989 erfolgte eine zweite Massenausreise aus Prag und Warschau, wobei es auf Bahnhöfen in der DDR zu Unruhen kam.

Phase 4: Flucht über die Grenzen anderer sozialistischer Länder in die BRD 

  • Am 3.11.1989 erlaubte die DDR-Regierung die direkte Ausreise von DDR-Bürgern über die Grenze der CSSR in die BRD, was rund 23 200 Flüchtlinge nutzten.
  • Ebenso hielt der Flüchtlingsstrom über Ungarn nach Österreich (und dann in die BRD) an.

Phase 5: Flucht über die geöffneten Grenzen der DDR zur BRD

  • Am 27.10.1989 beschließt der Staatsrat der DDR eine Amnestie für alle illegal ausgereisten DDR-Bürger. Binnen drei Tagen werden auch die inhaftierten „Republikflüchtlinge“ freigelassen. Sämtliche Strafverfahren wegen dieses Delikts werden eingestellt.
  • Am 9.11.1989 wurde die DDR-Grenze in Berlin und später die gesamte Grenze zur BRD geöffnet

Kriminelle Fluchthilfe und Fluchthelfer

Nach der Schließung der Grenze der DDR zur BRD 1961 geschah oftmals unter höchst fragwürdigen Mitteln (Verstecke in Autos) und Vorgehensweisen (u.a. Betäubung).

Sie wurden geheimdienstlich finanziert und unterstützt. Sie erhielten Rückendeckung oder Duldung von den BRD-Verwaltungsorganen (keine kriminalpolizeiliche Untersuchung und Verfolgung keine Verhaftung und Verurteilung wegen Menschenhandels).

Diese kriminellen „Fluchthelfer“wurden im Westen in den Massenmedien und werden bis heute als Helden gefeiert. Ihre Motivation und Handlung war und ist Bestandteil der West-Propaganda gegen die DDR (kalter Krieg) seit 1949. Dabei wurden die ewigen angeblichen Vorteile des West-Systems gegenüber dem System in der DDR hochgehalten und benutzt.

„Die Welt“ schreibt noch 2017 glorifizierend: „Offiziell nannte die Stasi sie „kriminelle Menschenhändler“, doch bei DDR-Grenzern hießen die mutigen jungen Männer einfach nur „Schleuser“: Fluchthelfer, die vor allem in den 60er-Jahren ihre Freiheit, oft sogar ihr Leben riskierten, um Verwandten, Freunden oder Bekannten zu einem Leben im freien Westen zu verhelfen.“

Es fällt den Medien des Springer-Verlages heute sehr schwer, den Unterschied zwischen den kriminellenSchleusern“ der BRD in der Zeit des kalten Krieges gegen die DDR und den arabischen und afrikanischen „kriminellen Banden“ des globalen Menschenhandels mit „Flüchtlingen als moderner Waffe der globalen Kriegsführung gegen Europa und speziell gegen Deutschland klar zu machen.

Die Aktivitäten der Fluchthelfer wären „Hilfe“ für die Menschen in der DDR gewesen, die sich befreien und aus der DDR flüchten wollten aus

  • der „Gefangenschaft“ (wegen legitimer DDR-Grenze seit 1961 („DDR habe ihre Bürger eingemauert“) und Reise-Einschränkung in die westliche Welt),
  • der „Unfreiheit“ (SED- oder Stasi-Diktatur),
  • der „Un-Freiheit“ (Unterdrückung des freien Denkens („nur Denken in Denkschablonen“), des Diskutierens und der Meinungsäußerung gegen das DDR-System)
  • dem „Leiden“ (Leider der Menschen (Menschen hätten „unter dem DDR-System gelitten“)

Burghart Veigel will innerhalb von 10 Jahren 650 DDR-Bürger in „Freiheit“ gebracht haben.

Er begründet seine Fluchthelfer-Motivation: „Man muß frei sein können. Man muß frei leben könne. Es geht nicht an, daß ein Staat seinen Bürgern eine Doktrin vorschreibt, wie man zu leben hat. Der Nationalsozialismus unterscheidet sich da überhaupt nicht vom Kommunismus. So hast Du zu denken, so hast Du reden, so hast Du zu handeln. Das ist unerträglich.“

Die 7. Mär: Der „Versprecher“ Schabowskis führte zur Maueröffnung

Die Welt titelt einen Artikel: „Der Mann, der versehentlich die Mauer öffnete“: „Mit einem Missverständnis löste SED-Mann Schabowski am 9. November 1989 jenen Ansturm auf die Grenzkontrollstellen in Ost-Berlin aus, der zum glücklichsten Tag der Deutschen führte.

  • Nicht nur ich war als Fernseh-Beobachter der entscheidenden Pressekonferenz völlig überrascht von der Unsicherheit und dem anschließenden  „Versprecher“ des wortgewandten und arrogant wirkenden Günter Schabowski (Mitglied des Politbüros der SED).
  • Günther Schabowski beendete die legendäre Pressekonferenz am 9.11.1989 exakt um 19.01 Uhr – wieder die magische Zahl 9 11 . Dabei sollte die neue Reiseregelung der DDR eigentlich erst am 10.11.1989 um vier Uhr in Kraft treten..

Einzelne Politiker haben in der Geschichte nur sehr selten die Möglichkeit, maßgeblich in das historische Geschehen direkt steuernd einzugreifen. Dem Willen Einzelner sind (normalerweise) Grenzen gesetzt durch Sachzwänge wie

  • die soziale Lage,
  • die ökonomische Situation,
  • die politischen Kräfteverhältnisse.
  • die militärischen Kräfte.

Die 8. Mär: Die Wende ist einfach so geschehen

Einfluß der geistigen Welt

Entwicklung vollzieht sich nach einem göttlichen Weltenplan

(siehe Geisteswissenschaft/Anthroposophie (nach Rudolf Steiner) Axel Burkart) 

Die geistige Welt kann nicht direkt auf die materielle Welt Einfluß nehmen. Sie kann nur die Geschicke lenken, so daß sich eine Abfolge von „Zufälligkeiten“ ergibt, Materie durch Seelenwesen gezielt zu bewegen.

Eine gezielte Operation der geistigen Welt war zum Beispiel der Corona-Virus:

 

Das magische Datum 9.11. für den Sturz der DDR

Für den Sturz der DDR (Anfang vom Ende) wurde der 9.11.1989 gewählt. Das Datum 9.11. oder 11.9. wird von den Großmagiern und Jesuiten für wichtige Ereignisse in der Welt häufig genutzt.

Die Jesuiten nutzen (für ihre magische Arbeit in der Welt) seit ewig die Zahlen-Symbolik „9 11“ oder „11 9“ (in römischen Zahlen „IX XI“). Die Johannes-Offenbarung wird als ein wichtiger Teil des Strebens bestimmter Kreise nach Armageddon angesehen (siehe Analyse von  Wolfgang Eggert) Diese Zahlensymbolik wurde auch für das Mega-Ritual 9/11 2001 in New York für eine globale Politik-Wende genutzt.

Am 9. 11. geschahen auch in Deutschland einige Ereignisse, die in der deutschen Geschichte zu politischen Wendepunkten (Schicksalstagewurden.

  • 9. November 1848 – Hinrichtung von Robert Blum als ein entscheidender Wendepunkt (Anfang vom Ende) der Deutschen Revolution von 1848/49.
  • 9. November 1918 – Novemberrevolution in Berlin: Erzwungene Abdankung von Kaiser Wilhelm II, Ausrufung der „Republik“ in Deutschland vom Reichstagsgebäude durch Philipp Scheidemann (SPD) und Stunden später Verkündung einer „Freie Sozialistische Republik Deutschland“ (als Räterepublik) vom Berliner Stadtschloss durch Karl Liebknecht (Spartakusbund)
  • 9. November 1923 – Hitler-Ludendorff-Putsch in München: Adolf Hitler und der Nationalsozialismus in Deutschland erscheinen erstmals international.
  • 9. November 1938 – Scheitelpunkt der Novemberpogrome (7. bis 13. November): Nach einem Mordanschlag auf einen deutschen Diplomaten in Paris inszenieren die Nationalsozialisten die Novemberpogrome („Reichskristallnacht“).
  • 9. November 1989 – Öffnung der Grenze der DDR zur BRD in Berlin („Mauerfall„) Deshalb sprach man auch hier gleich von der „Wende“.

CIA Revolution Rumänien 1989 und die Deutsche Wiedervereinigung (Arte-Dokumentation (Buch und Regie: Susanne Brandstätter)

Über Deutschland, u.a. ab 28. Minute des Videos

Videokommentar:

Ceausescu mußte weg, weil Rumänien aus diesem System aussteigen wollte. Rumänien war im Sommer 1989 ein schuldenfreies Land, dafür hat die Bevölkerung viele Entbehrungen hinnehmen müssen: Nahrungsmittel rationiert, Strom nur stundenweise, Heizung blieb im Winter kalt. Das ganze 10 Jahre lang. Der ungarische Pfaffe wurde ausgewählt, weil die ungarische Minderheit, Siebenbürgen für sich beansprucht und diese Minderheit eine Anexion mit Ungarn herbeisehnt, ein Großungarn. Die Katholische Kirche hat hier wieder bewiesen, das sie überall ihre Hände im Spiel hat. … Dass alles habe ich live im TV RO miterlebt, Ceausescu sagte, während seiner Haft, etwas von Freimaurern & Co. Er wurde nach 2 Wochen Haft erschossen, so blieben alle Geheimnisse für die Öffentlichkeit versteckt.

Sonnenaktivitäten zur Wendezeit

Haben die Sonnenaktivitäten auch Auswirkungen auf die menschliche Gesamtheit? Was ist zum Beispiel mit dem Fall der Mauer 1989?

Biophysikers Dr. Dieter Broers:

Broers ab Minute 31 im Video-Interview: Erwachen der Menschheit: Die Transformation zu einem neuen Bewusstsein hat begonnen! 

Die Autoren Adrian Gilbert und Maurice Cotterell belegen Zusammenhänge zwischen dem Auf- und Untergang von Weltreichen und entsprechenden Sonnenzyklen. Vom Babylonischen bis zum Römischen Reich, bis in die Epoche der Maya-Kultur. Ich erinnere mich auch sehr gut an eine Ausarbeitung eines Kollegen, der in leitender Position an der Messstation für „erdmagnetische Variationen“ in Potsdam beschäftigt war. In dieser Studie wurden komplexe Messdaten von Erdmagnetfeldern mit Ereignissen verglichen. So unglaublich das Ergebnis auch klingen mag: Seine Beobachtungen waren so aussagefähig, dass fundamentale Wandlungen – bis hin zur Auflösung der Sowjetunion – zu erkennen waren. Was mit Glasnost und Perestroika anfing und mit dem Fall der Mauer einen ersten Abschluss erfuhr, konnte an den gedeuteten Messdaten herausgelesen werden.

https://www.die-welt-ist-im-wandel.de/

Die 9. Mär: Die DDR-Bürger haben eine „Revolution“ gemacht

Ich kann es nicht besser ausdrücken, wie es schon Daniela Dahn ausdrückte auf dem Klappband ihres Buches Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute: Die Einheit – eine Abrechnung (2019) 

  • Was hat die „friedliche Revolution“ den Menschen in Ost und West also gebracht? Viele Annehmlichkeiten, sicher, so Daniela Dahn, aber revolutioniert wurde nichts. Die Geschichte des Anschlusses der DDR ist eine Geschichte von Demütigungen, einer tätigen Verachtung ihrer Kultur, Literatur, Wirtschaft und sozialen Infrastruktur, die immer weiter fortwirkt. Dagegen steht eine geschichtsvergessene Ignoranz, die das Denken in Alternativen entsorgt hat.
  • Erstmals beschäftigt sich die Autorin auch mit der Frage, wie das Ende des sozialistischen Systems die Welt verändert hat. Die „siegreiche“ Demokratie hat überall an Vertrauen verloren, weil sie von den Eliten, die sie tragen sollen, permanent entwertet wird. Und vor den großen Fluchtbewegungen der letzten Jahre stand die konsequente Weigerung, auch nur ein wenig von dem zurückzugeben, was der „Raubmensch-Kapitalismus“ sich zur Beute gemacht hat.
  • Für das vereinigte Deutschland zeigt Daniela Dahn: Bevor der Rechtsextremismus die Mitte der Gesellschaft erreicht hat, kam er aus der Mitte des Staates. Aus Teilen des Sicherheitsapparates, der Bundeswehr, der Verwaltung.
  • Eine gemeinsame Erinnerungskultur, die sich beschönigender oder dämonisierender Legenden verweigert, gibt es in Deutschland noch nicht. Was müsste sie berücksichtigen? Daniela Dahn gibt hier, streitbar und kompromisslos wie immer, mehr als nur Anregungen dazu.

Verräter Günther Krause über die „Revolution“: „So eine Wende, wie wir sie in der DDR gemacht haben, hätten die im Westen gar nicht hingekriegt.“ Viel zu individualistisch seien die Wessis, deswegen gingen sie jetzt auch nicht auf die Straße. (www.rnd.de)

Ohne die Gesellschaft-Konkurrenz der DDR und des gesamten sozialistischen Lagers in der Welt entfaltete sich der Kapitalismus weltweit ab 1990

  • mit dem Liberalisierung (Privatisierung des letzten Gemeinschaftseigentums wie die Bahn) und
  • mit der Globalisierung (weltweite Vernetzung des Kapitals und der Wirtschaft, Entstehung riesiger weltweiter Technik-Konzerne)

zum skrupellosen Raubtier- und Turbokapitalismus.

Heute wird nur sichtbar und deutlich, was in de Konstruktion des Gesellschafts-System der BRD immer schon vorhanden war.

Seit Anfang 2020 geht es der BRD-Führung um die Sicherung der Macht des Kapitals – vertreten durch die ach so „demokratischen“ oder „christlichen“ Parteien, die beeinflußt oder erpreßt durch die Lobbyisten die eigentliche Macht der Kapitalisten vertreten. Während diese Macht von Kirche/Geld/Militär bisher gegenüber einzelnen Menschen eingesetzt wurde, wird sie jetzt für größere Menschengruppen (Rentner, Kinder, Obdachlose, Arbeitslose) und die gesamte Gesellschaft mehr als deutschlich (alle Steuerzahler, Mittelstand, Freiberufler).

In den Endzügen dieser Gesellschaftsform als weltweite Netz von Staatssimulationen, die auf Satanismus und Technologie, Lügen und Betrügen sowie Privateigentum vor allem der Menschen (versklavtes Personal als wertbesetzte Sachen), des Geldes und der damit gekauften Produktionsmittel und materiellen Werte basiert,  versuchen sie immer noch ihr Neue Weltordnung zur Reduktion der Menschheit um 90% und zur totalen Versklavung durchzusetzen. Die parteilichen Führungen der Länder konnten in diesem System niemals Volks.Vertreter sein oder werden (auch die integrierte Partei Die Linke nicht). Sie waren immer Vertreter der Interessen des Globalen Prädiktors und Korrektors (hauptsächlich bestehend aus denjenigen Mächten und Kräften, die mit dem Vatikan (Religion), der Bank of England (Geld) und Washington D.C. (industriell-militärischer Komplex) verbunden sind..

1989/1990 war für die Deutschen die vorläufig letzte Möglichkeit zur Realisierung einer wirklichen Revolution, die wahren Fortschritt für die Menschen der DDR und der BRD hätte bringen können:

  • eine wahre Souveränität der deutschen Nation, zunächst mit einem Souverän an der Landesspitze (d.h. Wiederherstellung des funktionierenden Deutschen Kaiserreiches)
  • ein Friedensvertrag mit den Siegermächten des zweiten Weltkrieges,
  • eine Aufklärung des Volkes über seine wirklichen Interessen zur Herstellung seiner Souveränität (bewußte Entscheidungsfähigkeit) vorzunehmen,
  • eine Volksabstimmung über eine neue Verfassung durchzuführgn (lag seitens der DDR 1990 vor)

Literatur zum Beitrag

Die Helden der Arbeit!

Auch ich gehöre zu den „Helden der Arbeit“ der DDR – ohne offizielle Auszeichnung

„Held der Arbeit“ war eine der höchste Auszeichnung in der DDR. Gelernte DDR-Bürger verwenden die Bezeichnung mitunter heute noch satirisch, um eine besondere Leistung zu würdigen.

Als junger Mensch, in der DDR aufgewachsen, und durch die DDR geprägt, galt auch für mich: „Bau auf, bau auf, bau auf, bau auf, Freie Deutsche Jugend, bau auf! Für eine bess´re Zukunft richten wir die Heimat auf!“  (FDJ-Lied). Das war doch nach dem Krieg eine gute Lebensorientierung und Zukunft, wovon die jungen Menschen heute nur träumen können! Was sollte schlecht daran sein?

Und Arbeiten hat bei den Deutschen generell, in der Aufbruchszeit in Deutschland nach dem Zusammenbruch 1945  besonders (siehe Trümmerfrauen), aber in der DDR speziell eine große Bedeutung.  Alles mußte im besetzten deutschen Land durch fleißige und organisierte Arbeit wieder aufgebaut werden. Die Menschen im zertrümmerten Deutschland mußten sich auch entscheiden, ob sie den alten bekannten gesellschaftlichen Weg gehen wollen oder einen völlig neuen alternativen Weg.

Bedeutung von Lernen und Arbeiten für mich

Lernen (etwas verstehen) und Arbeiten (etwas Schaffen) sind vielleicht meine wichtigsten Ausrichtungen im Leben. Vor allem im Jugendalter gehörten noch dazu

  • Spiel (Brettspiele, Romé, Mikado, „Name-Stadt-Land“, Federball, Klettern – nur kein Skat!) und
  • Sport (Wandern, Laufen, Handball, Volleyball, Völkerball, Tischtennis – nur kein Fußball!)

Sogar noch während meiner Ausbildungszeit arbeitete ich schon körperlich in verschiedenen Bereichen. 

In die Schule ging ich gern und lernte auch gern. Aber in den großen Ferien wurde mir immer die Zeit ohne Schule zu lang und als ich 14 Jahre alt war, da ging ich in jeder großen Ferienzeit in verschiedene Betriebe arbeiten (auch um Geld verdienen für das, was ich als junger Mensch gern kaufen wollte: Ein Kofferradio oder ein neues Fahrrad).

  • Mehrmals war ich in einem „Betonwerk“ in Senftenberg in den großen Sommerferien arbeiten und baute an den Betonplatten für den Wohnungsbau mit. Ich machte natürlich Hilfsarbeiten oder wurde angelernt (z.B. als Eisenbieger oder Eisenflechter für die Armierung bzw. Verstärkung der Betonbauteile zur Erhöhung der Tragfähigkeit). Ich weiß noch, wie ich morgens zu Schichtbeginn 6 Uhr vor Kühle ziemlich fror und klapperte, und mir dann am Nachmittag im Schlosseranzug vor Hitze der Schweiß über den Körper floß.
  • Ein anderes mal arbeitete ich in der Schlosserei dieses „Betonwerkes“ und ich flickten einige Dächer der Schutzdächer, die über die gegossenen neuen Betonteile geschoben wurden. Oder ich machte alte rostige Schrauben wieder nutzbar, denn in der DDR gab es keinen Überfluß an Material, das einfach in gewünschter Güte und Menge im Baumarkt hätte gekauft werden können. Also wurde Altes nicht einfach weggeworfen, sondern irgendwie und kreativ wieder funktionsfähig gemacht.
  • In einem weiteren Jahr habe ich beim Bau einer neuen Feuerwehr in Senftenberg als Hilfsarbeiter mitgewirkt. Meine Aufgabe war es u.a., im weichen sandigen Boden die Gruben für die großen Kraftstofftanks der Feuerwehr mit einer Schaufel auszuheben. Der Sand war dort so weich, daß man entschied, keinen Bagger zu nutzen, sondern die meiste Arbeit per Hand mit der Schaufel zu machen. Wir waren zu dritt und ich weiß davon noch, wie wir immer wieder verzweifelten, weil der Rand unserer schon tiefen Grube, immer wieder herunterrutschte und die Arme immer länger und müder wurden, den Sand noch oben zu werfen.
  • Später arbeitete ich auch einmal in einer Brikettfabrik in Brieske bei Senftenberg, in Nachtschichten, weil da Hilfe gebraucht wurde. Ich hatte eine, wahrscheinlich gesundheitlich ziemlich fragwürdige Aufgabe zu erledigen: Ich mußte nämlich den feinen Kohlenstaub, der beim Transport in dieser alten Fabrik vom Transportband fiel, zusammen kehren und wieder auf das Band hoch schaufeln, damit es zur Brikettherstellung genutzt werden konnte und damit die Bereiche und Gänge neben den Transportbändern nicht voller Kohlenstaub-Haufen waren, denn diese hätten sich entzünden und eine Verpuffung hervorrufen können. Eine solche Verpuffung, die in einer anderen Fabrik in Lauchhammer einmal mit erlebte, kann ziemlich viel zerstören und Brände hervorrufen, so daß ein Produktionsausfall für länger Zeit entstehen konnte. Deshalb war meine dreckige Arbeit ziemlich wichtig. Das waren wohl meine ersten Nachtschichten und ich erinnere mich nicht nur an die Dunkelheit durch den Staub (Das Lampenlicht bei den Bändern konnte kaum durchdringen), an den permanenten Lärm durch das unaufhörliche Rollen der großen Transportbänder, an das unangenehme Gefühl in der Nase, durch die ich wegen des verkrusteten Staub-Schleim-Gemisches kaum atmen konnte, und an das komische Gefühl des Ganz-Allein-Seins bei der Arbeit im Dunklen und im Lärm. Ich erinnere mich auch noch daran, wie ich des Nachts zwischen 1 Uhr und 3 Uhr (aufgrund des natürlichen Biorhythmus`) sehr müde wurde und deshalb die schon schwere Körperarbeit zusätzlich noch schwer viel. Ich hätte damals in jeder dieser schweren Nachtschichten so gern alles einfach hingeworfen, aber so eine Erfahrung trainiert die Selbst-Disziplin: Ich hatte eine Aufgabe und die war noch nicht erfüllt!
  • Während meiner Lehrzeit ging ich sogar einmal in den Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr arbeiten. Diesmal nahm ich eine Arbeit in Nachtschichten als „Kuppler“ bei der Eisenbahn (DR = Deutsche Reichsbahn) auf dem Senftenberger Rangierbahnhof an. Das war interessant und neu, aber zugleich makaber für mich, weil sich die Eisenbahn-Arbeiter dort in den Pausen einen Jux daraus machten, mir als „jungen Spund“ von einigen schlimmen Unfällen beim Rangieren der Eisenbahnzüge zu erzählen. Jeder arbeitete in einem Rangier-Gleis allein und mußte die dort einrollenden Eisenbahnwagen mit den schweren Kuppeln per Hand einhaken. Obwohl ich jung und in meinem Selbstbild recht stark war, schaffte ich es in den ersten Schichten aber nicht, in der vorgegeben Zeit (es ging um die Einhaltung des Fahrplanes, den auch die Güterzüge haben!), meinen Zug im Gleis fertig zu verkuppeln, so daß die Lok den fertigen Zug auf den geplanten Weg ziehen konnte. Wahrscheinlich schaffte ich mein Arbeits-Soll auch deshalb nicht, weil ich in der Nacht zwischen den Wagons und im Dunkeln (denn Licht von irgendwelchen Funzeln auf diesem Rangierbahnhof kam nicht zu mir durch) ständig auf alle mir unbekannten Geräusch lauschte, denn mein Kopfkino durch die offenbar wirklich passierten schrecklichen Unfälle blockierte mich. Endlich kam mir einer der Eisenbahner zur Hilfe und zeigte mir den Trick beim Verkuppeln der Wagons. So schaffte ich es dann auch und kam gesund ins neue Jahr.

Meine Arbeitsverhältnisse, in denen ich zum Wachsen und Werden der DDR beitrug,

  • als wissenschaftlicher Assistent an der Sektion Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena,
  • als Führungskraft in drei verschiedenen Bereichen im VEB Kombinat Carl Zeiss Jena (Betriebspsychologie, Kombinatsfachdirektion Technologie und Rationalisierung, Kombinatsakademie),
  • als Führungskraft in der Betriebsakademie des Ministeriums für Allgemeinen, Landmaschinen und Fahrzeugbau der DDR in Brielow/Brandenburg,
  • als Mitarbeiter der Abteilung Wissenschaftspsychologie der Bauakademie der DDR in Berlin.

Am 1.4.1990 wurde ich Gesellschafter und Mitarbeiter der „Gesellschaft für Innovation, Beratung und Training GmbH (GIBT)“. 

Arbeit war in der DDR ein hoher sozialer Wert.

(1) „Arbeiten“ gehört offenbar zu den wertvollen Tugenden und Qualitäten der Deutschen. Beispielsweise verweist eine Redensart auf die nationalen Unterschiede zwischen Deutschen und Franzosen: Der Deutsche lebt, um zu arbeiten und der Franzose arbeitet, um zu leben.“

Viele deutsche Sprichwörter zeugen vom Wert der Arbeit.

  • Arbeit hat bittere Wurzeln, aber süße Früchte
  • Arbeit ist das halbe Leben
  • Arbeit macht das Leben süß (Faulheit stärkt die Glieder)
  • Arbeit macht uns frohe Tage, Trägheit wird uns selbst zur Plage
  • Arbeit schändet nicht
  • Arbeit, Mäßigkeit und Ruh, schließen dem Arzt die Türe zu

(2) Die Arbeit mußte einen hohen Stellenwert beim „Aufbau des Sozialismus“ – einer völlig neuen Gesellschaftsordnung – in der DDR einnehmen. Ohne Arbeit ging das nicht, die gebratenen Tauben flogen uns nicht in den Mund. Es sollte ein „Arbeiter- und Bauer-Staat“ errichtet werden, dessen Menschen durch ihre Arbeit zum anwachsenden Wohle aller im Lande beitrugen. Die „Diktatur des Proletariats“ sollte dabei sichern, daß nicht erneut ein parasitäres System von Ausbeutern (Kapitalisten) entsteht, in dem einige Wenige auf Kosten der Meisten sehr gut leben könnten (Konzept in Deutschland vor dem Krieg und in West-Deutschland weiterhin nach dem Krieg).

(3) Ohne bewußte und zielgerichtete Arbeit ging der Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft nicht, weshalb auch die Arbeiter in der Industrie und die Bauern in der Landwirtschaft (später verallgemeinert auf die gesamte arbeitende DDR-Bevölkerung die „Werktätigen„)  auch hohe Wertschätzung bekamen. Auf diesem völlig neuen Arbeits-Gebiet machten wir Mittel-Deutschen in der DDR auch viele Fehler, denn „nur wer arbeitet, macht auch Fehler“.

(4) Es gab in der DDR ein einheitliches sozialistisches Arbeitsgesetz. Dieses basierte auf Rechten und Pflichten des Individuums gegenüber der Gesellschaft, nicht auf Vertragsfreiheit im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches der BRD. So gab es auch keine „Arbeitgeber und Arbeitnehmer“, deren verwendete Begrifflichkeit im Westen sogar als manipulativ falsch angesehen wurde, denn der Arbeiter (als Arbeitgeber) muß auf dem Arbeitsmarkt seine Arbeitskraft und Arbeitsleistung dem Kapitalisten (als Arbeitnehmer) verkaufen.

(5) Das gesetzlich verbriefte „Recht auf Arbeit“ gab es nicht nur,  sondern das wurde auch für jeden durchgesetzt. Nach der Ausbildung als Lehrling oder als Student wurde eine mehr oder weniger der Ausbildung entsprechende Arbeitsstelle vermittelt oder sogar extra geschaffen. Keiner war arbeitslos! Doch, in den sozialistischen Betrieben gab es Arbeitslose, sie wurden „mitgeschleppt“ und „durchgefüttert“. Viele Arbeitslose in der DDR waren nicht ohne vertragliche Arbeitsstelle zu Hause und bezogen Arbeitslosengeld vom Staat, viele hatten Arbeitsplätze und bekamen Arbeitslohn, aber hatten keine oder wenig ARBEIT – weil die Organisation schlecht war, weil kein Material da war, weil einfach geschludert wurde

(6) Zusätzlich gab es genug in der DDR zu tun und es fehlten immer überall Arbeitskräfte – auch weil insgesamt 2,7 Millionen qualifizierte „Arbeitskräfte“ bis 1961 (Ende der offenen Grenze) in den „goldenen“ Westen abhauten oder gezielt abgeworben wurden (die BRD nennt sie einfach „Übersiedler“).

(7) Eine Besonderheit stellten die DDR-Leistungssportler dar. Die Existenz als „Profisportler“ war mit der sozialistischen Werteordnung nicht vereinbar. Der ökonomische Aspekt der Existenzsicherung oder Geschäftstätigkeit als Profi-Sportler wurde als Selbstausbeutung verstanden, die zur Schädigung des Sportlers führen würde. Deshalb waren die sehr geförderten Leistungssportler der DDR  entweder Schüler (meist in speziellen Kinder- und Jugendsportschulen mit Abschluß der 10. Klasse oder Abitur) oder Studenten an Fach- oder Hochschulen oder Angehörige der NVA (Armeesportclub) oder formell als Werktätige in Betrieben angestellt.  Diese Sportler erhielten Schul- und Berufsausbildungen, sie studierten und  arbeiteten tatsächlich als Fachleute in Betrieben, während sie einen Großteil der Studien- oder Arbeitszeit für sportliches Training und Wettkämpfe nutzten konnten. Für ihre Existenz sorgte die Gesellschaft – auch nach ihrer aktiven Sportlerkarriere. Im Gegensatz zum Profi im kapitalistischen System verfügten die DDR-Leistungssportler

  • über berufliche Ausbildungen und Studienabschlüsse,
  • über bestimmte Einkommen aufgrund gültiger Arbeitsverhältnisse,
  • über Gesundheitsversorgung bei Sport-Unfällen oder anderen Erkrankungen,
  • über Rentenansprüche, wofür die aktive Sport-Laufbahn angerechnet wurde.

Held der Arbeit

In der Sowjetunion

„Held der sozialistischen Arbeit“ (russisch: Герой Социалистического Труда) ist ein Titel, den Personen erhielten, die sich durch herausragende und innovative Leistungen um die wirtschaftliche Entwicklung der UdSSR verdient gemacht hatten. Es war eine der höchsten Auszeichnungen des Landes und wurde zusammen mit dem Leninorden verliehen.

In Rußland

Russlands Präsident Putin hat im März 2013, mehr als 20 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion, die Auszeichnung „Held der Arbeit der Russischen Föderation“ per Dekret eingeführt. Die Träger erhalten neben einer Urkunde auch eine Gold-Medaille mit einem Gewicht von 15,25 Gramm. (Wikipedia)

In der DDR

Der Ehrentitel „Held der Arbeit“ war eine staatliche Auszeichnung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), die in Form einer Medaille verliehen wurde. Gestiftet wurde der Titel am 19. April 1950. Seine Verleihung war auf 50 Auszeichnungen pro Jahr begrenzt. Mit der Verleihung war eine Prämie bis zu 10.000 Mark verbunden.

Der Ehrentitel Held der Arbeit sollte bahnbrechende Taten für den Aufbau und den Sieg des Sozialismus in der Volkswirtschaft auszeichnen. Er war insbesondere für Taten in der Industrie, der Landwirtschaft, dem Verkehr oder dem Handel oder für wissenschaftliche Entdeckungen oder technische Erfindungen vorgesehen. (Wikipedia)

In meinem Geburtsjahr 1950 wurde erstmals in der DDR dieser Titel und Ordnen „Held der Arbeit“ verliehen. Interessanterweise gehörten zu den Erstausgezeichneten viele aus meiner unmittelbaren Heimat:

  • Luise Ermisch (Damenschneiderin Halle/Sachsen-Anhalt ),
  • Regina Dinger (Chemikerin Halle/Sachsen-Anhalt ),
  • Franz Striemann (Stuhlmeister Cottbus),
  • August Engel (Häuer Mansfeld/Sachsen-Anhalt ),
  • Ilse Biesmann (Ringspinnerin Nieder-Schmalkalden, Thüringen),
  • Josef Wenig (Obersteiger, SDAG Wismut/Sachsen und Thüringen – weltweit viertgrößter Produzenten von Uran),
  • Kurt Baum (Ingenieur Halle/Sachsen-Anhalt ),
  • Heinz Uhlemann (Maurer Zwickau/Sachsen),
  • Georg Scheliga (Direktor Sondershausen, Thüringen),
  • Paul Heine (Lokführer Leipzig/Sachsen),
  • Ingeborg Endter (Ringspinnerin Nieder-Schmalkalden,, Thüringen),
  • Erich Schneider (Kraftfahrer Dresden/Sachsen),
  • Edith Pempel (Ringspinnerin Nieder-Schmalkalden, Thüringen),
  • Ilse Richter (Träuflerin Radeberg/Sachsen)

Nicht alle Menschen in der DDR wurden zu Helden der Arbeit der DDR

  • Viele Menschen (zirka 2,7 Millionen) flüchteten aus der DDR durch die offene Grenze bis 1961. Die allermeisten davon nahmen eine gute fachliche Qualifizierung durch das DDR-System mit (es wurde z.B. medizinisches Personal im Westen sehr gern Willkommen geheißen). Sie haben die Ausbildungs-Gebühren aber auch nie an das sozialistischen Land zurück gezahlt.
  • Weitere Tausende flüchteten erst zum Ende der DDR-Zeit aus dem Urlaub über Ungarn, Polen, Tschechoslowakei in den Westen. Sie wirbelten in der DDR noch einmal viel Staub auf, hinterließen viele leere Arbeitsplätze und vollbrachten damit auch keine besseren Antworten für eine Erneuerung der DDR. Sie wollten „freie Reisende“ sein und keine „Werktätigen“ mehr, sondern lieber „Arbeitnehmer“ auf dem freien Arbeitsmarkt in der illusionären Welt der unbegrenzten Möglichkeiten.
  • Viele Menschen blieben zwar in der DDR, aber sie „flüchteten“ aus der DDR im Inneren (in einer Art „Innerer Kündigung“) durch ihren stillen oder offenen Widerstand gegen das sozialistische Gesellschaftssystem (a la „DDR“) und die konkrete deutsche Staats-Macht der „Diktatur der Proletariats“. Einige davon hätten viel besser ernst genommen werden sollen. Doch, weil man das nicht tat, wurden sie oft sogar zu Feinden.
  • Viele Mitläufer arbeiteten „unauffällig“ das Geforderte ab, nahmen aber vor allem die Vorzüge des DDR-Lebens gern entgegen. Sie kannten die gesellschaftlichen Spielregeln: Es war in der DDR fast unmöglich, jemand zu kündigen und aus dem Betrieb zu entfernen. Ich erlebte sogar Beispiele, daß einige hervorragende Fachspezialisten, die ihren Wert kannten, zur Arbeit kamen, wann sie wollten. Viele dieser DDR-Nutzer wurden beispielsweise im Frühjahr regelmäßig krank und heilten sich selbst durch fleißige Arbeit in ihrem Kleingarten. Sie fehlten in den Betrieben. Viele davon hatten ihre privaten Kleingärten und Lauben auch recht gut ausgestattet – durch die Mitnahme und Verwendung von Werkzeugen und Materialien aus den volkseigenen Betrieben. Das fehlte in den Betrieben.

Die meisten sogenannten „Bürgerrechtskämpfer“ am Ende der DDR-Zeit wollten anfangs eine bessere DDR, keine deutsche „Vereinigung“. Ein wichtiger Leitsatz aller Kritiker der DDR aus dem Inneren der DDR kam noch 1989 aus dem Herzen: „Wir sind das Volk!“.  Es war nicht ihr Demo-Slogan:  „Wie sind ein Volk!„. Das war die manipulative Idee, die aus dem Westen kam und dann brutal manifestiert wurde. Die historische Erfahrung zeigte dann später, daß wir im angeblich „wieder-vereinigten Deutschland“ längst nicht mehr EIN (deutsches) Volk waren. Die ausgezeichneten und unbekannten „Helden der Arbeit der DDR“ hatten im kollektiven Bewußtsein deutliche Spuren hinterlassen.

„Hätter und Wenner“

Vielleicht hätte im Herbst 1989 eine neue Landes-Führung unter mutiger und konsequenter Moderation eines charismatischen und kreativen Mannes  die DDR-Bevölkerung alternativ fragen sollen: Wer will in der DDR bleiben, sich für ihre weitere Existenz und für eine bessere sozialistische Zukunft persönliche einsetzen (siehe neue Verfassung und erste Ergebnisse der Runden Tische)? Wer dem nicht zustimmen will, der muß das DDR-Hoheitsgebiet verlassen und zum Feind in den Westen wechseln. Die Grenzen zwischen DDR und BRD, die der Westen gern als „inner-deutsche Grenzen“ bezeichnet, wären geschlossen geblieben!

Hätten wir vielleicht mit den restlichen 8 bis 10 Millionen DDR-treuen Menschen eine neue DDR bauen können?!

Das interne Potential dazu hätte man m.E. nach einer solchen Entscheidung aktivieren können. Außer Landes gab es offenbar nur die VR China, die der DDR 1989 sogar noch in letzter Minute benötigte Arbeitskräfte senden wollte, damit das Sozialismus-Gesellschaftsmodell auf deutschem Boden erhalten bliebe. Die Führung der Sowjetunion – des bisherigen wichtigsten externen Partners – verriet (oder verkaufte) jedoch die DDR an den westlichen Feind.

(Das ist nur ein Gedanken-Experiment, da der globale Prädiktor etwas anderes entschieden hatte, und so mußte die Geschichte seinen Lauf nehmen.)

 

Mein Freund, der Jugendforscher

Mein Freund, der Jugendforscher

„In der Jugend lernt, im Alter versteht man.“  (Marie von Ebner-Eschenbach)

Bestimmt ist es ebenso richtig, die Jugend zu verstehen und mit ihr angemessen umzugehen. Denn die jungen Menschen sind in einer Gesellschaft die Zukunft. Deshalb ist es sehr wichtig, daß die Jugend „richtig“ heranwächst und später den Staffelstab von den Älteren übernehmen kann.  Jugendforschung sollte der Landesführung die Daten und Fakten sowie die Zusammenhänge und Trends über die jungen Menschen ermitteln und aufbereiten, die als Grundlage für eine erfolgreiche Jugendpolitik erforderlich sind.

*********************************

Dr. Hans Werner Holzweißig war mein Freund „Holzi“ während unserer Lehrausbildung mit Abitur in Lauchhammer-West. Zusammen mit „Wolli“ (Frank Wollermann) waren wir drei enge Freunde – auch im Lehrlingswohnheim. Nach Abschluß der Lehre und des Abiturs trennte uns 1970 das weitere Leben. Jeder ging in eine andere berufliche Richtung: Wolli studierte Verkehrswissenschaften in Dresden, ich studierte Sozial-Psychologie in Jena, während Holzi ein Soziologie-Studium in Leipzig absolvierte. Er promovierte später auch auf diesem Gebiet und arbeitete schließlich im Zentralinstitut für Jugendforschung“ in Leipzig, vor allem mit der Landjugend. Bei einem meiner Besuche in Leipzig am ZIJ trafen wir uns voller Überraschung und Freude wieder, denn wir hatten seit dem Studium keinen Kontakt mehr. Für mich war es sehr interessant, daß mein früherer Freund sich in meinem fachlichen „Nachbarbereich“, der Soziologie, etabliert hatte.

Nach der Wende 1990 kam Hans Werner mit seinen guten Referenzen vom ZIJ in einem Marktforschungsinstitut in Leipzig unter. Er wurde Geschäftsführer der „Marfos Marktforschung GmbH“ in Leipzig. Der Gegenstand der Gesellschaft war „Beratung und Service für empirische Forschung, Stichprobenberatung und Stichprobenziehung sowie Forschungskooperation“. Ich besuchte ihn einmal in seinem empirischen Studio im Zentrum Leipzigs. Er demonstrierte mir dabei, wie in seinem Institut mit modernster Technik und Methodik beispielsweise Varianten von Titelblättern der „Klatsch-Zeitungen“ von Probanden getestet und dann die wirksamsten Versionen für die Veröffentlichung vorgeschlagen wurden. Solche Geld bringenden Forschungen bei Marfos haben unter den BRD-Bedingungen eine völlig andere Ausrichtung als die Forschungen bei JIJ in der DDR.

Im Jahre 2011 war für mich dann eine Nachricht interessant, daß Marfos und HMI gemeinsam Künstliche Intelligenz für die Marktforschung nutzen wollen: „Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marfos Marktforschung GmbH sowie die Human Machine Intelligence GmbH, Anbieter von Software im Bereich Künstlicher Intelligenz, starten eine strategische Allianz.“ (Strategische Allianz; 17. Oktober 2011)

Aber, alles hat mal ein Ende und so ging mein früherer Freund Dr. Hans Werner Holzweißig 2015 in den verdienten Rentenstatus („Der Kuchen hat nicht mehr dieselbe Größe“,09.10.2015)

Ressourcen:

„Zentralinstitut für Jugendforschung“ 

Das  „Zentralinstitut für Jugendforschung“ (ZIJ) der DDR (1966 bis 1990)

Das ZIJ in Leipzig war von mir hochgeschätzt. Es erfüllte meine Kriterien einer fundierten Arbeit für die sozialistische Gesellschaft:

  • psychologisch, weil es im Kern um einzelne und größere Gruppen von Menschen ging;
  • interdisziplinär (Psychologe, Soziologen, Pädagogen, Statistiker u.a.), weil eine Fachdisziplin das Leben ungenügend abbilden kann;
  • methodisch, weil auch Sozialwissenschaft für solide Aussagen und Schlußfolgerungen bestimmte Wissenschafts-Kriterien erfüllen muß;
  • angewandte Arbeit, weil sich eine Theorie (in einer wissenschaftlichen Disziplin und auch für die gesamte Gesellschaft) nur in der (gesellschaftlichen) Praxis beweist;

Das ZIJ existierte unter Leitung von Walter Friedrich als wichtige sozialwissenschaftliche Einrichtung der DDR stets in der Gefahr, sofort liquidiert zu werden, weil die Partei- und Staatsführung mit der sauberen wissenschaftlichen Arbeit der Institutsmitarbeiter sehr genau die Lage und Stimmung (in der Jugend) der DDR ermittelt wurde. Deshalb erfolgten die allermeisten Veröffentlichungen des ZIJ nur intern. Das Institut hätte auch anderen Sozialwissenschaftlern enorme Impulse geben können. Allerdings sind die fleißigen und vielfältigen Ergebnisse des ZIJ hochinteressant –  auch nach dem Ende der DDR (siehe Übersicht ganz unten).

„Die Entwicklung der Denk- und Verhaltensweisen, der Interessen, Bedürfnisse und Motive von Lehrlingen, jungen Arbeitern und Angestellten einschließlich der damit verbundenen Prozesse und Bedingungen standen vor Gründung des Instituts an stets im Mittelpunkt der theoretischen und empirischen Forschungen.“ (Zur Entwicklung der Arbeiterjugendforschung am ZIJ)

Wesentliche Gebiete der empirischen Forschung des ZIJ waren:

  • Intervallstudien zur Entwicklung im Kindes- und Jugendalter (und darüber hinaus);
  • allgemeinpsychologische Studien zur Intelligenzentwicklung und Kreativität;
  • die Zwillingsforschung, die auch international anerkannt war
  • die Sexualforschung

Bekannte Mitarbeiter des „Zentralinstitut für Jugendforschung“ (ZIJ)

Literatur:

Methoden der marxistisch-leninistischen Sozialforschung.
Autor: Walter Friedrich
Verlag: Berlin, Deutscher Verlag der Wissenschaften, 1973

Walter Friedrich und Werner Hennig (Hg.): Der sozialwissenschaftliche Forschungsprozeß. Zur Methodologie, Methodik und Organisation der marxistisch-leninistischen Sozialforschung (1975)

 

  • Zusammenstellung der Studien des ehemaligen Zentralinstituts für Jugendforschung Leipzig, deren Daten weiterhin verfügbar sind, geordnet nach Bereichen. Gebundenes Buch, 1982, von C. Klar / R. Ludwig, Verlag: Leipzig: Deutsches Jugendinstitut München e. V.; Außenstelle Leipzig, Anfang der 90er Jahre, ca. 100 S./Schreibmaschinenschrift, , A4-Format, Spiralbindung. (1982), ASIN: B00HOU5WRA
  • Studenten im Spannungsfeld von Leistung und Kultur,  Neue Hochschule,  26. Jahrgang (1983),  Nummer 13

 

Achim Hoffmann und Gerlinde Mehlhorn: Ich bin Student

  • Verlag: Berlin Deutscher Verlag der Wissenschaften, (1983)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0043I4D3U

 

 

 

 

 

 

Hauptergebnisse der Forschungen des ZIJ  in den achtziger Jahren

Quelle: https://www.ssoar.info

1. Arbeiterjugend 4
1.1. Das Verhältnis der jungen Werktätigen zur Arbeit 4
1.2. Die Holle der Jugendbrigaden bei der Leistungserhöhung und der sozialistischen Erziehung der jungen Werktätigen
1.3. Die Bedeutung der Jugendforscherkollektive für die Meisterung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts
2. Landjugend 16
2.1. Politisch-ideologische Entwicklung 18
2.2. Einstellung zur Agrarpolitik der SED 19
2.3. Zur Reproduktion der Klasse der Genossenschaftsbauern
2.4. Einige Überlegungen zur Entwicklung des Genossenechaftsbewußtseins
2.5. Besondere Förderung der Mädchen und jungen Frauen in der landwirtschaftlichen Produktion
2.6. Fragen der Freizeitgestaltung im Dorf 25
2.7. Jugend und Migration 28
3. Komplexe Forschungen 34
3.1. Zur Tätigkeit der Propagandisten der FDJ 34
3.2. Zu stadtsoziologiscben Forschungen 36
4. Jugend und Bildung 40
4.1. Steigerung der Intelligenztestleistung 40
4.2. Gewachsenes Bildungs- und Qualifikationspotential 41
4.3. Anstieg der MMM- und Keuerertätigkeit 42
4.4. Probleme der Butzung des Bildungs- und Begabungspotentiale junger Ingenieure in Forschung und Entwicklung
5. Studenten

6. Kultur- und Medienforschung 68
6.1. Übergreifende Grundaussagen über die kulturellen Verhaltensweisen Jugendlicher
6.2. Entwicklung im Medienverhalten Jugendlicher 71
6.3. Zu einigen grundlegenden Ergebnissen des Medienverhaltens Jugendlicher
6.4. Zum Gebrauch ausgewählter Künste 75
7. Junge Ehe / Demographie 50
7.1. Zur Entwicklung junger Ehen 90
7.2. Zur Konfliktanfälligkeit junger Ehen 93
7.3. Sozialstatistik / Demographie 95
8. Jugend und Familie 99
8.1. Zur Entwicklung der sozialen Beziehungen zwischen Jugendlichen und ihren Eltern
8.2. Zum Einfluß der Partnerbeziehungen der Eltern auf die Persönlichkeit der Heranwachsenden
8.3. Zum Gesundheitsverhalten Jugendlicher 102
9. Freizeit 106
9.1. Zunehmende Bedeutung der Freizeit 106
9.2. Jugend im Territorium 107
9.3. Probleme der Freizeitgestaltung in großstädtischen Neubaugebieten
9.4. Verbesserung der Wohnbedingungen 109
9.5. Sport und Touristik 110
10. Jugend und Recht 114
10.1. Rechtsbewußtsein der Jugend 114
10.2. Jugend und sozialistische Demokratie 116
10.3. Soziale und kriminelle Gefährdung Jugendlicher 117

Bildquelle: POSITION – Magazin der SDAJ #3/2010.

Wo ist meine Heimat?

Wo ist meine Heimat?

Stadt Lutherstadt Eisleben

D-U-N-S® Nummer: 34-224-8827 (heute, im Jahre 2020)

Firmeninformation: Adresse: Markt 1, 06295 Lutherstadt Eisleben

Lutherstadt Eisleben

D-U-N-S® Nummer: 34-124-9744

Firmeninformation: Adresse: Wiesenweg 1,  06295 Lutherstadt Eisleben (Lutherstadt Eisleben )

Mein Geburts-Ort ist die Lutherstadt Eisleben im östlichen Vorland vom Harz (und Umkreis von 200 km)

Irgendwann kam der Moment im Leben, daß ich mich fragte: Lebe ich dort, wo ich lebe, richtig? Bin ich am richtigen Ort?

Wo ist meine „Scholle“?

Die „Scholle“ ist das Land des Bauern, auf dem er wohnt und es bewirtschaftet, und von dessen Früchten er lebt. Der Begriff der „Scholle“ wird auch als Metapher für „Heimat“ genutzt.

Dumme Antwort: „HOME is where the heart is“ (Zu Hause ist dort, wo Dein Herz ist)

  • Dumm ist das, weil das Wort „Home“ im Englischen nicht das Deutsche „Heimat“ ausdrückt und bezeichnet.
  • Heimat (und damit ist wirkliches „Zu Hause sein“ gemeint) ist nichts Beliebiges und auch nicht von materiellen Bedingungen  abhängig (etwa: wo ich mich materiell wohlfühle, oder: Wo ich am meisten Geld verdienen.).
  • Wohin hat mich denn meine geistige Verabredung für meine irischen Erfahrungen in diese Welt zur „Landung“ gebracht. Wo bin ich „auf die Welt“ gekommen?
  • Mit wem (Eltern, Geschwister, Freunde) bin ich dort aufgewachsen?
  • Für wen habe ich gelernt, was ich gelernt habe?

Dümmste Antwort: Bleibe zu Hause, weil es dort sicher ist

Zu Hause bleiben, eingesperrt in der Wohnung oder im Haus (was machen die fast 1 Million Obdachlose im Jahre 2020 allein in Deutschland?), weil satanische Kräfte 2020 eine weltweite „Pandemie“ mit einem Corona-Virus inszenieren und die damit eine massenhafte exponentielle Ansteckung der Bevölkerungen verhindern wollen?

Das macht für ein gesundes und glückliches Leben überhaupt keinen Sinn (und ist auch mit medizinischen Fakten und Argumenten nicht begründbar). In meiner Kindheit waren wir mit anderen Kindern immer „draußen“ in der Natur und in der näheren Umgebung der Wohnung. Zur Bestrafung für irgendeine geleistete Dummheit oder einen gemachten Unfug bekamen wir mitunter von den Eltern „Stuben-Arrest“ und mußten drinnen im Haus bleiben. Oder wenn jemand krank war, beispielsweise eine Grippe oder eine Kinderkrankheit hatte, dann blieb er zu Hause, lag im Bett und kurierte sich aus, bevor er wieder nach draußen ging.

Das macht nur einen Sinn für schlimmste Ziele bestimmter Machthaber zur massenhaften Menschenvernichtung, massenhafte Zwangsimpfungen und Chippung (Körperverletzungen!) und Einrichtung einer „Neuen Weltordnung“ zur totalen Kontrolle der restlichen Menschheit (zynischer Weise für ihre „Gesundheit“!).

Volksweise Antwort (wenn wir die Wahl hätten):

Man soll in keinem Lande wohnen, in dem es vier Dinge nicht gibt:
Eine gerechte Regierung,
brauchbare Heilmittel,
fließendes Wasser und
einen gebildeten Arzt.
(Aus Arabien)

1) Gerechtigkeit der Regierung

DDR-Regierung bemühte sich für die Mehrheit des Volkes (Arbeiterklasse, Bauernschaft) gleiche Rechte zu durchzusetzen. Für Systemfeinde oder Kapitalisten und Großbauern galt das nicht.

2) brauchbare Heilmittel

Da das Gesundheitswesen der DDR grundlegend nicht geschäfts- bzw. profitorientiert und in zwei Klassen geteilt war, war es tendenziell für jeden gesundheitsorientiert. Die Entwicklung von Medizin und ärztliche Praxis war natürlich auch in der DDR mit dem Trend der Entwicklung in der Welt verbunden (u.a. Diagnose und Behandlung von Krebs mit Chemotherapie).

3) fließendes Wasser

Fließendes Wasser war vorhanden, auch im Bemühen, es sauber zu halten und nicht zu vergiften (Fluoride). Bis zum Ende der DDR wurde in einigen Orten das Trinkwasser fluoridiert, wegen Karriesvorbeugung.

So berichtete der Mediziner M.J. Rapaport 1959 über das gehäufte Vorkommen von Mongolismus in Gegenden mit natürlich hohem Fluoridgehalt des Wassers in den USA. Sein Kollege Dean Burk schloß 1975 aus Sterblichkeitsstatistiken nordamerikanischer Städte, daß mit der Trinkwasserfluoridierung die Todesfälle durch Krebs zunähmen. Beide Analysen jedoch, das erwiesen Nachuntersuchungen der US-Gesundheitsbehörden, waren falsch.

4) einen gebildeten Arzt

Ja, ich habe mein Psychologie-Studium in Jena parallel mit einem befreundeten Studentenehepaar absolviert. Dadurch bekam ich viele Einblicke in die Medizin der DDR (Studium, Forschung, Praxis). Zugleich bekam ich in der Ausbildung (klinische Psychologie, Psychiatrie) mit einigen Ärzten direkte Erfahrung. Letztlich weiß ich von hervorragenden Leistungen der DDR-Medizin:

Operieren ohne Narkose, mit Hypnose

In Deutschland werden jährlich etwa 10 Millionen Vollnarkosen durchgeführt. Jede Vollnarkose trägt aber ein gewisses Risiko.  In vielen Fällen gibt es dabei Nebenwirkungen wie Erbrechen, Übelkeit, Abwehrreaktionen oder Unverträglichkeiten. Vor allem haben wir keine Vorstellung davon, welche Langzeitfolgen die Narkotika (Betäubungs-Chemie) und die Narkose haben.

Hypnose kann die Anästhesie sogar bei schweren chirurgischen Operationen ersetzen. Das wurde seit Jahrzehnten und sogar bei Herz-Operationen erfolgreich gemacht.

Hypnose hatte in Jena eine bewährte Tradition (nicht zuletzt durch  J.H. Schulz mit seinem „Autogenen Training“) und wurde seit den 1950er Jahren vor allem von Gerhard Klumbies und Hellmuth Kleinsorge kultivierte und weiterentwickelt:

  • Gerhard Klumbies: Ablationshypnose. Z Psychother Med Psychol 2: 221–229, 1952
  • Hellmuth Kleinsorge, Gerhard Klumbies: Psychotherapie in Klinik und Praxis, 1959
  • Hellmuth Kleinsorge, Gerhard Klumbies: Technik der Hypnose für Ärzte, 1969
  • Gerhard Klumbies: Psychotherapie in der Inneren und Allgemeinmedizin,  1974

Hypnose wurde dabei vor allem zur Schmerztherapie genutzt, aber in der Inneren Medizin auch bei chirurgischen Eingriffen. Prof.  Kleinsorge (Chefnervenarzt) war während meiner Studienzeit Direktor der Medizinischen Universitätspoliklinik Jena und wendete die von Prof. Gerhard Klumbies (1952) entwickelte  Ablationshypnose auch während chirurgischer Operationen an. Heute noch operieren Ärzte wie Rupert Reichhard (Oberarzt an der Universitätsklinik für Neurochirurgie) in Jena mit Hypnose. Eine der ältesten Heilmethoden der Menschheitsgeschichte, die medizinische Hypnose, ist seit 2006 ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, das durch viele empirische Studien überprüft wurde. Dennoch wird es bis heute bei Operationen immer noch selten angewendet, zumeist in der Zahnmedizin, der onkologischen und plastisch-rekonstruktiven Gesichtschirurgie oder Schmerztherapie. (Operieren ganz ohne Narkose?, 2017)

Sauerstoff-Therapie

Anfang der 1970er Jahre wurde vom Dresdner Multitalent Manfred von Ardenne  (1907-1997) die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie entwickelt, die weltbekannt auch heute noch genutzt wird. Die SMT ist eine therapeutische oder prophylaktische Hilfe durch Steigerung des Energiestatus mittels Sauerstoff.

Das Vaterland

Treue Liebe bis zum Grabe
Schwör ich dir mit Herz und Hand;
Was ich bin und was ich habe,…
Dank ich Dir mein Vaterland!

Nicht in Worten nur und Liedern
Ist mein Herz zum Dank bereit,
Mit der Tat will ich’s erwidern
Dir in Not, in Kampf und Streit.

In der Freude wie im Leide
Ruf ich’s Freund und Feinden zu:
Ewig sind vereint wir beide,
Und mein Trost, mein Glück bist Du.

Treue Liebe bis zum Grabe
Schwör ich dir mit Herz und Hand;
Was ich bin und was ich habe,
Dank ich dir, mein Vaterland!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Historische Antwort: Meine Heimat DDR ist weg!

Wenn ich mein Leben ansah, dann ist meine ursprüngliche Heimat, an der ich engagiert mit gebaut habe, von westdeutschen Feinden übernommen worden. Es fand 1989/1990 eine feindliche Übernahme und Annexion statt.

Also, dieses Land DDR gibt es nicht mehr und deshalb kann ich dort auch nicht mehr leben.

Psychologische Antwort: Wo auf der Welt soll ich leben?

Im Internet fand ich einen angeblich „psychologischen“ Test dafür (https://www.arealme.com/country/de). „Dieser Test wird dich beraten, wo du auf der Erde leben solltest. Unsere Super intelligenten Computer werden ein Land genau nach deiner Persönlichkeit aussuchen.“ Im Ergebnis meiner Fragen-Beantwortung am 15.4.2020 kam heraus: Madagaskar

Als kurze Erklärung stand dann noch: „Da Madagaskar lange von seinen Nachbarkontinenten isoliert war, führte dies zu einer einzigartigen Mischung aus Pflanzen und Tieren – Besonders Lemuren. In der Hauptstadt Antanarivo gibt es keine wirkliche touristische Infrastruktur; Das ist wahrscheinlich der Grund warum “Tana“ so attraktiv ist.“

Die spirituelle Antwort: Deine Heimat ist dort, wo Du auf der Erde geboren wurdest.

Deutsche Heimat

Deutsche Heimat ❤️
Wir werden diesen Ort hier wieder Unsere Heimat nennen,
den Schmutz aus dem Unsere Wurzeln gewachsen sind,
wenn auch die Stürme schubsten und zerrten,
werden Wir diesen Ort wieder Unsere Heimat nennen…
Lass diese Zeit, die wir hier sind – die Erinnerung sein,
lass Unsere Herzen, wie Türen weit geöffnet sein, so weit, so weit geöffnet sein, dass sie all Unseren Schmerz begleicht mit Unserer Liebe, statt darauf zu vertrauen, daß die Zeit die Wunden heilt…
ALLVater gib dem deutschen Volke Halt, gib ihn Segen, gib ihm Dein Geleit…
Ein wenig sind wir schon kaputt, Du machst Uns neu, machst uns frei…
Deutsch Sein ist der Auslöser und auch der Kleber für diese Welt, ein jeder unserer Ahnen wahrhaftig war auch ein Held…
Mit Mut und Tapferkeit BIST DU ALLVater an Unserer Seite,
stark und Treu, das Dunkle Du hilfst und es von Uns geleite…
Wir deutsche SIND zu viel mehr fähig, als Wir wissen,
immer verbesserungsfähig, da Unsere Herzen wir solang nur schon vermissen…
Oh, ich glaub an Uns – mein ALLVater und das Du jeden stehst ihm Treu,
Du machst Uns heil, Du machst Uns neu…
Mit jedem Tag, verblassten Unsere Farben ganz langsam unbemerkt für den, der nicht sieht,
doch gib nicht auf deutsche Schönheit, wir zusammen werden die Stärke finden und die Nerven die es braucht, für Unseren Heimat Sieg..
Jeden Tag die neue Welt kreieren mit all Unseren deutschen Farben,
immer mehr jetzt den Weg in ihre Herzen wagen,
ALLVater:
– steh Uns bei, hilf Uns malen…
So klein, kleiner als der Staub auf der Weltenkarte,
doch da liegt das Größte, das Größte – unser deutsches Herz, das Wir haben,
aus dem Schmutz, wo Unsere Wurzeln sind gewachsen,
so tief, so tief ins schöne Deutsche Herz,
zu vergessen all den Schmerz,
um das Recht Uns zu erlauben,
den Weg an Zuhause mit Unseren Ahnen nur daran noch zu glauben…
Dann, ja dann werden wir am Feuer unseren Kindern ihre Geschichte erzählen
und uns darin messen, wie groß ein jeder seines Mutes gewesen.
– Oh wir werden den Wäldern unsere Geschichten flüstern,
und den Tieren, ehren, ihren Platz wieder gewähren…
Wir werden dem Meeren Unsere Geschichten erzählen,
und ihm alles leid übergeben…
– Zuhause, so wir uns als Deutsche erkennen,
Zuhause, den Ort, den wir deutsche Heimat nennen…

❤️ Fabijenna – eine deutsche Liebe ❤️

 

Mittel-Deutsche Heimat

Das wäre konkret Eisleben und wenn man die spirituelle Erweiterung des Lebensraumes von etwa 150 bis 300 km Umkreis nimmt, dann in Mitteldeutschland.

Und tatsächlich hat sich mein Leben bis etwa zum 40. Lebensjahr in diesem Territorium abgespielt – bis dann 1990 die Decke unter meinen Füßen weggezogen wurde und ich mich plötzlich in einem völlig fremden Land wieder fand.

Welche Inspirationen für mein Leben und Wirken gab mir dieser Teil der Erde?

1) Religion: Kritische Distanz zur herrschenden Religion und vor allem zur Institution Kirche

Sachen (wozu auch Sachsen-Anhalt gehört) ist das Herzland der Protestierer (der Protestanten).

Eisleben ist unmittelbar mit dem deutschen Reformator der katholischen Kirche verbunden – Martin Luther.

Er symbolisiert den befreienden Versuch des Kampfes gegen den Katholizismus, gegen den römischen Vatikan, gegen die institutionalisierte Spiritualität.

Lutherstadt Eisleben

Eisleben erstreckt sich über ein Gebiet von etwa 25 mal 10 Kilometer, da mehrere Umlandgemeinden eingemeindet wurden. Der größte Ortsteil ist Helfta mit dem 1999 revitalisierten Kloster

  • Eisleben ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Mansfeld-Südharz im östlichen Harzvorland in Sachsen-Anhalt.
  • Bekannt ist sie als Geburts- und Sterbeort Martin Luthers.
  • Zu Ehren des größten Sohnes der Stadt führt Eisleben seit 1946 den Beinamen „Lutherstadt“.
  • Die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg zählen seit 1996 zum UNESCO-Welterbe.
  • Eisleben gehört dem Bund der Lutherstädte an. Die Lutherstätten in Eisleben und Wittenberg wurden zur Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt vereint.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lutherstadt_Eisleben

2) Deutsches National-Bewußtsein 

Otto von Bismarck war ein Deutscher, ein Preusse.  Er wurde auf Schloß Schönhausen nahe der Elbe bei Stendal in der Provinz Sachsen (heute Sachsen-Anhalt) geboren. Er diente dem deutschen Kaiser Wilhelm I und den Deutschen als deutscher Politiker und Staatsmann, später als Reichs-Kanzler. Seine Verdienste liegen besonders darin,

  • daß er die Schaffung eines vereinten Deutschlands anstrebte;
  • daß er die Deutsche Frage im kleindeutschen Sinne (Kleinstaaten) unter der Vorherrschaft Preußens löste;
  • daß er Frankreichs Einfluß endgültig aus den deutschen Gebieten entfernen wollte, das immer wieder Teilt Deutschlands wegnahmen (Elsaß und Lothringen zuletzt);
  • daß er im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 die treibende Kraft bei der Vereinigung der Deutschen (außer Österreicher) und Gründung des Deutschen Reiches war,
  • daß er erneut die nationale Verteidigung der Deutschen bekräftigte, denn die meisten Kriege fanden auf deutschem Boden statt;
  • daß er dieses Deutsche Kaiserreich vom Einfluß des Vatikans und der katholischen Kirche löste;
  • daß er das Sozialversicherungssystems in Deutschland schuf;
  • daß er einzig und allein das Erreichte im vereinten Deutschland unter Kaiser Wilhelm I erhalten wollte (keine Kolonialisierung, keine Seemacht, keine Konkurrenz zu England). Militärisch (bei Betrachtung aller Aspekte) waren Frankreich, Österreich, Preußen, England und Rußland damals etwa gleich stark.
  • daß er das Bewußtsein für das Nationale auch unter den Deutschen stärkte, wie es damals einen aufkommenden „Nationalismus“ der Menschen in Europa gab;
  • daß er in diesem Deutschland die verschiedenen germanischen Stämme vereinte: Preussen/PRUSSIA (und ihre historische Verbindung mit den RUSSEN), Dänen, Polen, Sorben, Mähren u.a.

3) Wissenschaft: Aktivitäten zur Schaffung und Lehre von Wissen über die Welt

Aufgrund des Verbots der Jesuiten im Königreich Sachsen wuchs schnell das freie Denken in Wissenschaft und Bildung. Viele bedeutende Fortschritte in Wissenschaft und Technik kamen dadurch zustande. Und dadurch wurde Deutsch die Sprache der weltweiten Wissenschaft am Ende des 19. Jahrhunderts und vor allem zu Anfang des 20 Jahrhunderts.

In greifbarer Entfernung meiner Geburtsstadt Eisleben gibt es einige historische Stätten der Wissenschaft, Lehre und Forschung.

(1) Universität Leipzig seit 1409 – zweitälteste deutsche Uni

Die Universität Leipzig (Alma Mater Lipsiensis) ist mit ihrem Gründungsjahr 1409 nach der Universität Heidelberg die zweitälteste ohne Unterbrechung betriebene Universität im heutigen Deutschland. (Wikipedia)

Wilhelm Wundt gründete 1879 in Leipzig das weltweit erste Institut für Experimentelle Psychologie.

Während der DDR-Zeit von 1953 bis 1991 hieß die bedeutende Universität „Karl-Marx-Universität Leipzig“ (KMU)

Namhafte Wissenschaftler lehrten an der Karl-Marx-Universität Leipzig:

  • der Literaturprofessor Hans Mayer,
  • der Philosoph Ernst Bloch,
  • der Kernphysiker Gustav Hertz (einziger Nobelpreisträger der DDR)

https://www.uni-leipzig.de

(2) Leopoldina (Halle/Salle) seit 1652

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften, kurz auch (Academia) Leopoldina, ist die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft im deutschsprachigen Raum und die älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt.

Die später nach Kaiser Leopold I. benannte Einrichtung wurde 1652 von Johann Laurentius Bausch als Academia Naturae Curiosorum (auch Academia Imperialis Leopoldina Naturae Curiosorum genannt) in Schweinfurt gegründet und hat heute den Rechtsstatus eines eingetragenen Vereins.

Seit 1878 hat die Akademie unter dem damaligen Präsidenten Hermann Knoblauch (1820–1895) ihren Sitz in Halle an der Saale, was aufgrund einer Initiative des hallischen Universitätsbibliothekars Oscar Grulich (1844–1913), der die Bibliothek der Leopoldina im Nebenamt betreute, zum Bibliotheksneubau und damit zum festen Sitz der Akademie in der Saalestadt führte. Zuvor war der Sitz durch den Wohnort des jeweiligen Präsidenten bestimmt; somit befand sich die Leopoldina während der ersten 200 Jahre in Schweinfurt, Nürnberg, Augsburg, Altdorf, Erfurt, Halle, dann wieder in Nürnberg, Erlangen, Bonn, Breslau, Jena, Dresden und schließlich wieder in Halle, wo sie fortan blieb. Die 1731 in Nürnberg errichtete Bibliothek musste allerdings nur in fünf Städte mit umziehen bis in ihr heutiges Domizil, wo die „Leiden einer wandernden Bibliothek“, wie das Oscar Grulich eindrücklich beschwor, endlich ein Ende hatten. Ausschlaggebend für Halle war auch das Renommee der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prosperierenden Universität, der heutigen Martin-Luther-Universität.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Akademie_der_Naturforscher_Leopoldina

Die 1652 gegründete Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist mit ihren rund 1.600 Mitgliedern aus nahezu allen Wissenschaftsbereichen eine klassische Gelehrtengesellschaft.

https://www.leopoldina.org

(3) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg seit 1502

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist eine Universität in Deutschland, die 1817 aus zwei Vorgängereinrichtungen hervorgegangen ist: Die ältere wurde 1502 als Leucorea in Wittenberg gegründet; die jüngere Friedrichs-Universität entstand 1694 auf Veranlassung des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. (Wikipedia)

https://www.uni-halle.de

(4) Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg seit 1993

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wurde 1993 gegründet und gehört zu den jüngsten Universitäten Deutschlands. Die Wurzeln der nach Otto von Guericke benannten Universität liegen in den drei zuvor in der Stadt Magdeburg bestehenden Hochschuleinrichtungen Technische Universität, Pädagogische Hochschule und Medizinische Akademie Magdeburg. Mit neun Fakultäten und knapp 14.000 Studierenden bildet sie ein universitäres Zentrum der Lehre und Forschung in Sachsen-Anhalt (Wikipedia)

https://www.uni-magdeburg.de

  • Technische Universität Magdeburg
Die Technische Universität Magdeburg war ein Ergebnis der DDR und existierte von 1953 bis 1993
– von 1953 bis 1961 als Hochschule für Schwermaschinenbau Magdeburg und
– von 1961 bis 1987 als Technische Hochschule Magdeburg bezeichnet, war eine ingenieurwissenschaftlich ausgerichtete Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht 

(5) Die Friedrich-Schiller-Universität Jena seit 1558

(lateinisch „Alma Mater Jenensis“, gelegentlich auch „Salana“; 1921–1934 „Thüringische Landesuniversität“, davor „Sächsische Gesamtuniversität“)
Als Gründungsjahr der Universität gilt das Jahr 1558. Die  Uni wurde damals Salana bzw. Collegium Jenense genannt. Als Vorläufer wurde am 19. März 1548 in dem Weinbauernstädtchen Jena im ehemaligen Dominikanerkloster eine „Höhere Landesschule“ (Paedagogium provinciale) gründetet.
Die Friedrich-Schiller-Universität gehört zu den traditionsreichsten und ältesten Universitäten Deutschlands und ist ein Mitglied der Coimbra-Gruppe.
Zum 450-jährigen Bestehen der Universität erhielt Jena den Titel Stadt der Wissenschaft 2008

https://www.uni-jena.de

(6)  Die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar seit 1872

1872 wurde in Weimar unter Carl Müllerhartung die erste Orchesterschule Deutschlands gegründet.
https://www.hfm-weimar.de

(7) Die Bauhaus-Universität Weimar seit 1860

Die Bauhaus-Universität Weimar ist eine auf gestalterische und technische Bereiche spezialisierte Universität in Weimar, deren Ursprünge auf die 1860 gegründete Großherzoglich-Sächsische Kunstschule und auf das 1919 gegründete Staatliche Bauhaus zurückgehen. Diese Institution erlangte am 3. Juni 1910 den Rang einer Hochschule und erhielt 1996 ihren heutigen Namen. (Wikipedia)

https://www.uni-weimar.de

3) Revolutionen: Mutige Handlungen zur Veränderung gesellschaftlicher Zustände

Bauernaufstände unter Führer von Thomas Münzer

Thomas Müntzer war ein früherer Anhänger von Martin Luthers, der sich jedoch im Gegensatz zu Luther für die gewaltsame Befreiung der Bauern einsetzte. Er forderte eine radikale Reformation ohne Kompromisse. Thomas Münzer arbeitete in Mühlhausen als Pfarrer in der Marienkirche und wurde mit dem Charisma eines Volksführers Agitator, Förderer und Anführer von Aufständen der Bauern.

Die Bauernaufstände in Deutschland in den Jahren 1524 bis 1526 beriefen sich auf die Reformation und Martin Luther Luther distanzierte sich aber mehr und mehr von dieser revolutionären Bewegung, bis er sie am Ende sogar extrem scharf angriff. Der Führer der Bauernbewegung Thomas Müntzer wurde am 27. Mai 1525 im thüringischen Mühlhausen  enthauptet, nachdem sein Bauernheer bei Frankenhausen durch ein von Reichsfürsten und schwäbischen Städten finanziertes Heer vernichtend geschlagen worden war.

Reformationsbewegung durch Martin Luther

Martin Luther war einer der maßgeblichen Reformatoren der katholischen Kirche, einer kirchlichen Bewegung zur Erneuerung des Christentums mit Abspaltung der Evangelischen Kirche. Luther Einfluß wird vor allem in die Zeit von 1517 bis 1648 eingeordnet  – vom Anschlag seiner 95 Thesen an der Kirche zu Wittenberg bis zum Ende der Glaubenskriege mit dem Westfälischen Frieden.

Die Reformationsbewegung durch Luther brachte verschiedene andere Bereiche voran:

Studentenbewegungen in Thüringen

Der Kampf gegen Napoleon und die französische Vorherrschaft in Europa wurde zur Geburtsstunde eines neuen deutschen Nationalgefühls und der Anlaß zu einer entscheidenden Umgestaltung des studentischen Gemeinschaftslebens.

Begeistert gliederten sich große Teile des Studententums in die Reihen der Kämpfer gegen Napoleon ein. Im Rahmen des Lützowschen Freikorps wurden Jahns und Friesens Ideen fortentwickelt und nahmen festere Formen an. Schon kurze Zeit nach dem Sieg über Napoleon entstand in Halle am 1. November 1814 eine Teutonia…. (Deutsche Burschenschaft)

Das Besondere der Jenaer Studenten – die Urbundschaft:

So bestand denn zwischen Landsmannschaft und Urburschenschaft in Jena eine enge Verwandtschaft, und doch unterschied sich diese von jener ganz wesentlich. Der Unterschied lag nicht so sehr in einer Umbildung der Formen des studentischen Lebens; solche Reformen hatten bereits die Orden und die „neuen“ Landsmannschaften angestrebt. Das eigentliche Neue lag darin, daß die Burschenschaft das Volk und die Verantwortung des Einzelnen gegenüber dem Ganzen in den Mittelpunkt des studentischen Lebens stellte. Die Erziehung von freien, sittlichen und opferbereiten Persönlichkeiten wurde der Leitgedanke, der bis heute Gültigkeit besitzt. Die Schüler von Jahn, Luden, Fichte, Friesen und Arndt hatten kein Verständnis mehr für die kleinstaatliche Zersplitterung Deutschlands.

„Die Reinheit der deutschen Sprache, die Ehrbarkeit der deutschen Sitten, die Eigenart deutschen Brauchs, überhaupt alles zu fördern, was Deutschland groß und stark, den deutschen Namen rühmlich und gefürchtet machen konnte“, war der Urburschenschaft oberstes Ziel. Ihr ideales Streben und die Reinheit ihres Wollens werden für alle Zeiten Vorbild des deutschen Studententums sein. Freilich, die leidenschaftliche Vaterlandsliebe schloß in ihrer Bekämpfung des „Undeutschen“ und „Welschen“ auch die Gefahr der Übersteigerung, der Deutschtümelei in sich. Dieser Gefahr ist die Burschenschaft nicht immer entgangen. (Die Urburschenschaft)

1815 Nach dem Wiener Kongress fallen Erfurt und das Eichsfeld an Preußen; Teilnehmer der Befreiungskriege gründen die Jenaische Burschenschaft, u. a. mit dem Ziel der Einigung Deutschlands.
1817 Höhepunkt der Studentenbewegung ist das Wartburgfest. Auf dem Burschentag in Jena wird 1818 die Allgemeine Deutsche Burschenschaft gegründet.

Burschenschaftsdenkmal, Eisenach

Das Burschenschaftsdenkmal im Süden Eisenachs auf der Göpelskuppe ist das Kriegerdenkmal für die 87 im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gefallenen Burschenschafter. Es wurde 1902 zugleich als Nationaldenkmal der Deutschen Burschenschaft zur Erinnerung an die Deutsche Reichsgründung errichtet. (Wikipedia)

Märzkämpfe in Mitteldeutschland

Der Mitteldeutsche Aufstand, auch Märzaktion, im März 1921 war eine von KPD, KAPD und anderen linksradikalen Kräften entfesselte bewaffnete Arbeiterrevolte in der Industrieregion um Halle, Leuna, Merseburg sowie im Mansfelder Land.Die Aktion endete mit der Niederlage der Aufständischen, die zu einer zeitweiligen Schwächung der kommunistischen Partei beitrug. (Wikipedia)

Damals probten Arbeiterinnen und Arbeiter einen revolutionären Aufstand. Die Ursachen lagen in der drastischen Verschärfung der sozialen Situation der Arbeiter, die besonders in dieser Region zu spüren war.

Harti Rische: Gedenken an die Märzkämpfe 1921: „Die Wählerinnen und Wähler stärkten bei den Wahlen zum Preußischen Landtag im Januar 1921 die linken Parteien und machten die VKPD mit ca. 40% ihrer Stimmen zur stärksten Kraft.
Aus Furcht vor kommunistischer Machtübernahme entsandte die Regierung bewaffnete Polizeikräfte nach Eisleben und Hettstedt. Nach dem Aufruf zum Generalstreik am 21. März eskalierten die Ereignisse und es kam zu bewaffneten Auseinandersetzungen, bei denen zirka 180 Menschen ums Leben kamen. Nach der Niederschlagung des Aufstandes rollte eine Verhaftungswelle durch den mitteldeutschen Raum, viele Arbeiter verließen ihre Heimat, um den drohenden Verhaftungen und Drangsalierungen des weißen Terrors zu entgehen.“

„Märzstürme“ (Roman) von Otto Gotsche

Gesammelte Werke in Einzelausgaben. 9 Bände. Märzstürme (in 2 Bänden) – Unser kleiner Trompeter – Die Fahne von Kriwoj Rog – Zwischen Nacht und Morgen – Gefahren und Gefährten (in 2 Bänden) – Tiefe Furchen – Stärker ist das Leben. (Deutsch) Gebundenes Buch – 1971

Sachsen Hochburg der Arbeiterbewegung

„Aber Mitteldeutschland hallt von Geschichte. Der Boden ist kontaminiert von Arbeit und Krieg. Der Bauernkrieg, die Märzkämpfe. Die Bodenreform. Die Volksenteignung. Wenn ich die entlassenen Arbeiterhaufen versammle, ziehen sie nicht nach Frankenhausen, wo 6000 Bauern geschlachtet wurden. Sie sind alle Historiker.“ (Volker Braun)

Der Bauernkrieg,

Die Märzkämpfe.

Die Bodenreform.

Die Volksenteignung

 

Sachsen hatte sich während des 19. Jahrhunderts zu einer Hochburg der Arbeiterbewegung, insbesondere der Sozialdemokratie, entwickelt: „In Sachsen konstituierte sich jener sozialistische Typus von Arbeiterbewegung, der in der Zweiten Internationale (Gründung: Paris 1889) als Modell diente und der europäischen Arbeiterbewegung bis in die heutige Zeit wesentliche Züge verlieh.“ (Karsten Rudolph 1995).

Dass die deutsche Sozialdemokratie ihre wichtigsten Impulse aus Mitteldeutschland erfuhr, steht in engem Zusammenhang mit Persönlichkeiten wie Ferdinand Lassalle, August Bebel oder Wilhelm Liebknecht sowie mit Weichenstellungen wie der Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins in Leipzig (23.5.1863).

https://www.slpb.de/themen/geschichte/1871-bis-1918/das-rote-koenigreich

Montagsdemonstrationen in Leipzig zum Ende der DDR 1989

Massendemonstrationen begannen in der DDR am 4. September 1989 in Leipzig mit zirka 1.000 Teilnehmern, danach auch in anderen Städten beispielsweise Dresden, Halle, Karl-Marx-Stadt, Magdeburg, Plauen, Arnstadt, Rostock, Potsdam, Schwerin und Berlin. Am 06.11.1989 kamen in Leipzig über 500.000 Demonstranten zusammen.

Die Losung Wir sind das Volk wurde erstmals in Leipzig gerufen und wurde zur zentralen Parole der „demokratischen Revolution“.

4) Industrie

Der Raum Halle-Leipzig-Dessau (“mitteldeutsche Wirtschaftsraum”)

Der Wirtschaftsraum Halle/Leipzig  bildet auch eine der Industrieregionen Deutschlands, nach Berlin der zweitgrößte in Ostdeutschland.

Wichtigste Industriezweige sind vor allem Chemikalienherstellung, Kohleabbau und -verarbeitung

Der Dreiklang aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft ist die Basis für den Erfolg der Händelstadt Halle an der Saale.

5) Bergbau

Kupferschiefer-Bergbau

 

Braunkohlen-Bergbau

 

6) Licht-Stadt JENA

Der traditionsreiche Feinmechanik-Optik-Standort Jena wird heute auch „Optical Valley“ genannt. In diesem Thüringer Tal sprüht der freie Geist, herrscht Präzisions- und Qualitätsarbeit in Forschung bis Fertigung. Diese Jenaer Mentalität ist nicht zu knebeln oder zu vernichten.

In JENA und Umgebung vereint sich Vieles von Wissenschaft und Lehre, Forschung und Entwicklung, Produktion und Vermarktung bzw. Nutzung. Deshalb wird heute Jena berechtigt „Lichtstadt“ genannt:

  • Licht der Aufklärung
  • Geistesblitze der hellen Köpfe
  • Strahlkraft der Forschung, Entwicklung und Produktion (Optik- und Medizin-Technik)
  • Laser– und Lichttechnik: Carl Zeiss Jena konnte zur Leipziger Frühjahrsmesse 1964 erstmals Gas-und Festkörperlaser aus eigener Entwicklung ausstellen und 1965 mit dem Lasermikrospektral-Analysator eine leistungsfähige industrielle Laseranwendung präsentieren. (siehe heute auch: Wave Laserzentrum)
  • Laserwaffen

/) Krieg und Frieden

Schlacht bei Jean und Auerstedt 1806

1806 In der „Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt“ schlagen die französischen Truppen die preußische Armee.
Die zwei Schlachten fanden während des Vierten Koalitionskrieges am 14. Oktober 1806 in der Nähe der Orte Jena und Auerstedt statt. Die preußische Armee erlitt eine schwere Niederlage gegen die französischen Truppen.

  • Napoleon Bonaparte schlug am 14. Oktober 1806 mit seiner zahlenmäßig überlegenen Hauptarmee ein preußisch-sächsisches Korps bei Jena,
  • während zur gleichen Zeit ca. 25 Kilometer entfernt Marschall Davout mit seinem Korps die ihm zahlenmäßig überlegene preußische Hauptarmee unter dem Herzog von Braunschweig bei Auerstedt schlagen konnte. (Wikipedia)
Völkerschlacht bei Leipzig 1813
Diese Völkerschlacht war mit weit über 500.000 Soldaten sowie mehr als 90.000 Toten und Verwundeten eine der größten und blutigsten Schlachten der europäischen Geschichte.
Die Völkerschlacht bei Leipzig vom 16. bis 19. Oktober 1813 war die Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege. Dabei kämpften die Truppen der Verbündeten, im Wesentlichen Russland, Preußen, Österreich und Schweden, gegen die Truppen Napoleon Bonapartes. (Wikipedia)
  • Diese Schlacht war der Anfang vom Ende der Herrschaft Napoleons in Deutschland.
  • Sie war die letzte Königs-Schlacht, bei der die Monarchen mit auf den Kriegsfeld standen.
  • Dieser militärische Sieg führte letztlich zum Wiener Kongress 1815 mit der territorialen Neuordnung Europas.

Luftangriffe auf die Leunawerke 1944/1945

Erst spät im Mai 1944 haben die Alliierten im Zweiten Weltkrieg die Achillesferse der deutschen Kriegsindustrie mit ihrer „Öl-Offensive“ attackiert. 22 schwere Luftangriffe der US Army Air Forces (USAAF) und der Royal Air Force (RAF) erfolgten auf den Großraum Merseburg/Leuna. Hauptziel waren die Leunawerke der I.G. Farben bei Merseburg, einen der bedeutendsten Standorte der Chemie-Industrie bzw. Benzin-Herstellung im Deutschen Reich.

Oft war die Stadt Merseburg von Angriffen auf die benachbarten Leunawerke mit betroffen, mehrmals aber das Hauptziel. Der 6. Dezember 1944 war der schwerster Tag für Merseburg, mit Doppelangriff am Tag (USAAF) und dann in der Nacht (RAF). Die Bombeneinschläge verteilten sich über das gesamte Stadtgebiet, die Merseburger „Altstadt brannte lichterloh“. Die Löscharbeiten waren durch die Zerstörung auch der Wassersammelleitung erheblich behindert. Nach den Angriffen lagen Wohngebiete und viele öffentliche Gebäude in Schutt und Trümmern. Nur 20 % der Gebäude bleiben unbeschädigt, es gab mindestens 587 Tote und 700 Verletzte. (Wikipedia)

Licht-Heimat

In Meditation fand ich Zugang zu meiner wahren Heimat, die nicht von dieser materiellen oder physischen Welt ist.

City: Mein Land

City hat mit „Mein Land” einen programmatischen Song über Ostdeutschland gemacht. Doch die meisten Radio-Sationen wollen ihn nicht spielen. Warum? Die Antwort gibt es hier:

Die DDR – Meine Heimat

 

Von atheistischer Erziehung über kommunistische Religion, über freien Glauben zum Heidentum

Ein gottloses Leben ist ein Leben ohne Verbindung mit Gott

„All unsere Anstrengungen, das menschliche Gotteskonzept zu erweitern, wären nahezu vergeblich, wenn der menschliche Verstand nicht von dem vom Vater geschenkten Justierer bewohnt würde und vom Geist der Wahrheit des Schöpfersohnes durchdrungen wäre.“ (Urantia-Buch, 2:0.3 (33.3))

Meine Eltern und mein sozialistisches Heimatland DDR erzogen mich im atheistischen Sinn ohne Gott, ohne Religion und ohne Kirche. 

„Kommunismus ist Atheismus.“ (Wladimir Iljitsch Lenin)

Doch historisch kurioserweise entpuppte sich der atheistische Marxismus-Leninismus ebenfalls aus  eine Religion. 

„Die Lehre von Karl Marx ist allmächtig, weil sie wahr ist. Sie ist in sich geschlossen und harmonisch, sie gibt den Menschen eine einheitliche Weltanschauung, die sich mit keinerlei Aberglauben, keinerlei Reaktion, keinerlei Verteidigung bürgerlicher Knechtung vereinbaren läßt.“
(Wladimir Iljitsch Lenin, Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus, 1913, Werke, Band 19, Dietz-Verlag, Berlin 1977, S. 3. www.ml-werke.de)

 

“Die Kommunisten sind gegen die Religion (das Christentum), und sie versuchen, die Religion zu zerstören; doch wenn wir tiefer in das Wesen des Kommunismus schauen, sehen wir, dass er im Wesentlichen nichts anderes ist als eine Religion (Judentum).“  (Ein Programm für die Juden und die Menschheit, Rabbiner Harry Waton, S. 138)

Die Gedanken sind frei

Irgendwer hielt mich irgendwie  vom Studium der Kirchen-Bibel ab. Ich wollte frei denken und darin nicht abhängig von der Bibel sein. Ich strebte immer mehr nach unabhängigem Geist, der nicht an äußeren Gegenständen oder von außen kommenden Informationen abhängig sei. Die Idee von Martin Luther war dabei grundsätzlich inspirierend, daß selbständiges Denken für die Erkenntnis der Wahrheit zuständig sei. Das sind eben die von innen kommenden Gedanken (Inspiration) und nicht die von außen kommenden Buchwerke der Weltmanipulation, wie die Bibel. Gottes Original-Wort kommen von innen und von mir selbst, nicht von außen und gleich gar nicht von Kirchen. Der wahrhaftige Geist ist unabhängig von der Autorität einer Bibel.  Gedankenfreiheit ist dann diejenige Freiheit des Denkens an sich und durch sich, als Reflexion im inneren, Denken des Denkens.

Souveräne Macht bringt den Menschen erst zu seinem eigentlichen Menschsein mit seiner Spiritualität, seinem Erleben und Handeln. Wenn man diese Macht im Menschen zerstört oder manipuliert, bekommt man die Kontrolle über den Menschen .Wenn uns durch verschiedene Einflüsse die Zirbeldrüse immer mehr ausgeschaltet und zerstört wird, dann hat der Mensch seine spirituelle Energie und seinen Zugang zu Höheren Informationen verloren.

Dadurch werden Menschen immer mehr zu ferngesteuerten Idioten gemacht, die nicht mehr fähig sind. selbst frei zu denken, höhere geistige Zugänge zu erhalten, sich zu wehren.

 


1. der Kosmischen Wahrheit,
2. der Ehre der Ahnen,
3. dem Wohl der Werdung.

Die Lucia, Odilia, Oda/Uta (13.12.), die Allegorie der germanischen Licht- und Volksmutter, zur tiefsten Jahresnacht, möge wieder hervortreten aus den Gründen der germanischen Seele und uns treuen Heiden bessere Wege in die Zukunft weisen, als die biblischen Irrlichter der Vergangenheiten es vermochten ! (Der 13.12. galt im Mittelalter als die Wintersonnwendnacht.)

In meinem ersten Schuljahr, ich war also 7 Jahre alt, gingen offensichtlich alle anderen Schüler aus meiner Klasse nach dem staatlichen Schulunterricht noch in eine „Christenlehre“ in eine Kirche.  In Senftenberg war das die evangelisch-lutherische Kirche.

Von meinen Eltern wurde ich atheistisch und ohne „christliche“ oder kirchliche Rituale erzogen und geprägt. Und auch in der DDR-Gesellschaft dominierte mit dem Marxismus-Leninismus die Vorstellung von Religion als „Opium für das Volk“ und das war schlecht und konnte weg. Ich kannte damals noch nicht einmal eine Kirche von innen. Ich wollte nicht in diese Kirche gehen. Kirche und Religion waren für mich identisch. Ich hatte nichts mit deren Gott am Hut.

An einem kalten Wintertag 1957, es hatte geschneit und war gefroren,  wollten die damaligen Mitschüler mich nach dem Unterricht mit in ihre Christenlehre nehmen bzw. sie wollten mich körperlich dazu zwingen. Allein war ich gegenüber der Gruppe zwar unterlegen, doch ich wehrte mich vehement, riß mich los, wurde beschimpft, sie umringten mich, schubsten und drängten mich schließlich auf einen kleinen zugefrorenen Bach in der Nähe der Schule. Doch die Eisdecke trug mein Gewicht nicht. Beim Gerangel durchbrach das Eis, ich verlor die Balance und fiel mit meinem Schulranzen auf dem Rücken in das eiskalte Wasser des Baches. Endlich ließen sie von mir los, ich war plötzlich befreit von den grölend und lachend davon laufenden  „christlichen“ Mitschülern. Bis auf die Haut klitschnaß und am ganzen Körper zitternd vor Kälte, lief ich in das Büro meines Vaters bei der Zeitung „Lausitzer Rundschau“, das vielleicht noch einen Kilometer entfernt war.  Dort angekommen, lief immer noch das kalte Wasser aus meiner Kleidung auf den Büro-Boden. Die erschreckten Mitarbeiter der Redaktion, die mich alle kannten,  kümmerten sich sofort liebevoll um mich: Bibbernd, und jetzt auch weinend, konnte ich kaum erzählen, was vorfiel. Ich wurde sofort völlig ausgezogen, bekam eine Decke um den nackten Körper gehüllt und wurde vor einen wärmenden Kohlenofen gesetzt. All meine Kleider wurden über Stühle gelegt, auf dem Boden wurden meine feuchten Schulsachen zum Trocknen verstreut. Jemand kam mit einem heißen Tee und mein Vater setzte sich beruhigend neben mich.

Mein Vater sagte doch manchmal, wenn er mir meinen noch geringeren sozialen Status in der Familie verdeutlichte: „Gott sieht alles, hört alles, weiß alles. Gott ist allwissend.“  Ich dachte immer, daß er damit sich selbst als meinen Vater in seiner Rolle desjenigen meint, der schon länger hier war und mit vielmehr Lebensweisheit als ich Kind ausgestattet war.

Mein Weg vom atheistischen Psychologen zum spirituellen Psychosophen und integralen Freidenker

Quantenphysiker Heisenberg über Gott und Wissenschaft

„Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“(Werner K. Heisenberg)

Werner Heisenberg war einer der deutscher Physiker, der bahnbrechende Entdeckung machte und dafür auch dern Nobelpreis für Physik erhielt. Er entdeckte u.a. die sogenannte „Unschärferelation“. Diese bedeutet, daß ein (Materie-)Teilchen sein Verhalten durch den Vorgang des Beobachtens (z.B. eines Forschers) verändert. Daraus folgte, daß Teilchen Bewußtsein und Intelligenz haben! Es ist eine der fundamentalsten Aussagen der Quantenmechanik.

In meinem weiteren Leben begegnete mir der „Grund des Bechers“ durch vertieftes Beschäftigen, konkretes Nutzen und erweitertes Erleben.

(1) Vom „Sozialpsychologischen Verhaltens-Training“ zum

  • Autogenen Training (J. H. Schultz),
  • Mental-Training (DDR-Sport),
  • Nathal – Methode zur Steigerung der emotionalen Intelligenz (Gertje Lathan)
  • (Selbst-)Hypnose (Klumbies & Kleinsorge)

(2) Von sozialistischer Bewußtseinsarbeit (Marxismus-Leninismus) zu

  • Psychologischer Kriegsführung,
  • Mind Control
  • eigenes Mental-Training
  • eigene ganzheitliche Bewußtseins- und Lebens-Schule (Großer Life Coaching Kurs)

(3) Von Hirnforschung zu

  • Mind Maschines (u.a. audiovisuelle Stimulation, Samadhi-Tank),
  • Idee eines eigenen „Mind Fitnes Centers“

(4) Von materialistischer Psychologie zur

  • Para-Psychologie und außersinnlichet Wahrnehmung, 
  • Psi-Agenten (Mandschurische Krieger),
  • Remote Viewing
  • eigener PSI-Kurs,

(5) Vom Interesse für Märchen und Erzählungen zur

  • (weißen) Magie 
  • Merlin bis Rasputin
  • eigene Teilnahme an Hexenkurs
  • gelebtes eigenes Hexentum 

(6) Vom  öffentlichen Wissen und der materialistischen Wissenschaft zu

  • Geheimwissen (Esoterik) aus Büchern, Vorträgen, Begegnungen und Esoterik-Messen (Berlin)
  • Spiritualität

(7)  Vom Lernen, Arbeiten und übliches Leben zu

geistigen Selbsterfahrungen:

  • Licht-Nahrung,
  • Lichtkörper-Prozess,
  • Meditation,
  • Synergetik-Therapie
  • andere Bewußtseinszustände (Samadhi-Tank, Mind Maschines)

(8) Von guten Schul-Lehrern zu

  • spirituelle Lehrer (Erhard Freitag, Ananda)
  • spirituelle Meister (Höchste Meisterin Chin Hai, Jasmuheen)

(9) Von der logischen materialistischen Wissenschaft und (Sozial-)Psychologie zur

  • Psychosomatik (Rüdiger Dahlke, Luise Hay)
  • Spiritualität (Buddhismus)
  • Geisteswissenschaft / Anthroposophie (Rudolf Steiner durch Axel Burkart) 

(10) von Einzelbetrachtung der Welt zur

  • Integralen Theorie und Praxis (nach Ken Wilber) 
  • Bewußtsein in Raum und Zeit (E. Moser)

(11) von der globalen Ganzsicht zur

  • germanisch-deutschen volks-eigene Sicht des Heidentums

Sprachwissenschaftler Erhard Landmann über Christus und Gott

„Christus non liberavit“ heißt nicht „Christus befreit nicht“, sondern “ christ us non Li be ra vit“ = “ aufstieg nach außen der Li bei (mit) dem Strahl weit“. Selbst der so gefürchtete Satan, mit dem die falschen Religionen und die von ihnen abgeleiteten Sekten Millionen ängstlicher Menschen einfangen, erweist sich in der Form „satanae“ = “ so dann E“, als Hinweis auf den wahren Gott E Li und nicht auf Gottes Gegenspieler. Das ist allerdings nicht zu verwechseln mit dem altdeutschen ( und damit auch „altarabischen“) Wort „Scheitani“ = der „Scheid- Ahn“, derjenige unter den Ahnen, der die heutigen falschen Religionen von der wahren Urreligion abgeschieden hat und sich damit als Feind Gottes erwies. Man kann also die angeblich großen „monotheistischen“ Religionen durchaus besser als scheitanische ( „scheidahnische“ )Religionen bezeichnen. Und dies wird uns jeden Tag bewiesen! ( Islamisten, Salafisten, Al Quaida, Taliban, Nordirland, Südsudan, Philippinen, Indonesien usw, usf.). Daher die plötzliche große Liebe atheistischer, rot-grüner Altkommunisten zu den Religionen. Schöne, neue, verkehrte Welt. Während der wahre Gott E Li aus dem All gegen die falschen Religionen und den tausendfachen Mißbrauch seines Namens kämpft, prügeln Altkommunisten auf den Straßen den Bau von Moscheen durch. Die gleichen Leute, die noch vor 15- 20 Jahren alle Kirchen in Turnhallen umwandeln wollten. Während die überschuldeten Kommunen die Schwimmbäder, Bibliotheken und viele andere Einrichtungen aus Geldmangel schließen, hat man lässig Hunderte von Millionen für Islamschwerpunkt- Universitäten und Islamschulunterricht. Und den Grünen kanns nicht schnell und nicht teuer genug sein.

Nachtigall ick hör dir trapsen.—— Es grüßt Eure (gar nicht so ) liebe Weltverschwörung. Leider keine (Verschwörungs-)Theorie.

http://elifonaot.q32.de/cms/doku.php?id=de:pub:2011:20110801:start

Erhard Landmann: WeltbilderschütterungDie richtige Entzifferung der Hyroglyphenschriften“  (1986)

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Der Sozialismus entwickelte sich zu einer Religion.

Sozialismus als Glaube

In Buch II von LeBon entwickelt er die Grundlagen eines Glaubens, beschreibt die Rolle der Tradition in verschiedenen Elementen einer Zivilisation und die Grenzen der Variabilität angestammter Vorstellungen, und erklärt, wie sich der Sozialismus zu einer religiösen Form entwickelt

Andreas Falke

Lass dich von der „Weisheit dieser Welt“ nicht täuschen

„Die Weisheit dieser Welt ist Dummheit bei Gott“ (1. KOR. 3:19)

VORSCHAU*

  1. Was finden wir in Gottes Wort?

JEHOVA ist unser Großer Lehrer und mit ihm können wir uns allen Herausforderungen stellen (Jes. 30:20, 21). In seinem Wort finden wir alles, was wir brauchen, um „völlig geeignet und für jedes gute Werk vollständig ausgerüstet“ zu sein (2. Tim. 3:17). Wer nach der Bibel lebt, wird klüger als alle, die für „die Weisheit dieser Welt“ eintreten (1. Kor. 3:19; Ps. 119:97-100).

  1. Was zeigt dieser Artikel?

2 Die Weisheit der Welt appelliert oft an sündige Wünsche. Deshalb fällt es schwer, dem Denken und Verhalten der Welt zu widerstehen. Aus gutem Grund heißt es in der Bibel: „Passt auf, dass euch niemand durch die Philosophie und inhaltslose, irreführende Ideen gefangen nimmt, die sich auf menschliche Traditionen . . . stützen“ (Kol. 2:8). Der Artikel zeigt, wie zwei dieser Ideen oder Lügen allmählich populär wurden. Wir werden in beiden Fällen sehen, dass die Weisheit der Welt Dummheit ist und die Weisheit aus Gottes Wort alles, was die Welt zu bieten hat, weit übertrifft.

MORALVORSTELLUNGEN IM WANDEL

3, 4. Welchen Wandel gab es im frühen 20. Jahrhundert?

3 Im frühen 20. Jahrhundert gab es einen gewaltigen moralischen Wandel. Sex war bis dahin nach vorherrschender Meinung nur etwas für Verheiratete und kein Thema, über das man öffentlich sprach. Doch diese Sichtweise bröckelte und eine lockere Moral hielt Einzug.

4 Die 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts, auch Wilde Zwanziger genannt, waren von tief greifenden sozialen Veränderungen gekennzeichnet. „In Filmen, Theaterstücken, Liedern, Romanen und der Werbung spiegelte sich ein Markt für sexuell betonte Unterhaltung“, so heißt es in einem Fachartikel. In diesem Jahrzehnt wurden Tanzstile sinnlicher und die Mode freizügiger. Wie die Bibel es für die letzten Tage voraussagte, würde das Vergnügen einen hohen Stellenwert bekommen (2. Tim. 3:4).

Jehovas Volk lässt sich von der lockeren Moral der Welt nicht mitreißen (Siehe Absatz 5)*

  1. Wie hat sich die Moral seit den 60er-Jahren gewandelt?

5 In den 60er-Jahren wurden Ehen ohne Trauschein, homosexuelle Verhaltensweisen und Scheidungen üblicher. In der Unterhaltungsbranche wurde Sex immer offener gezeigt. Die Folgen der lockeren Moral haben sich in den letzten Jahrzehnten auf vielerlei Weise bemerkbar gemacht. Eine Autorin sieht die Ursache für zerbrochene Familien, Einelternfamilien, seelische Wunden, Pornografiesucht sowie andere Probleme in der „Deregulierung der sexuellen Normen, die zu einer Sexualisierung der Gesellschaft führt“. Die Häufigkeit von sexuell übertragbaren Krankheiten wie etwa Aids ist nur eines von vielen Anzeichen dafür, dass die Weisheit der Welt Dummheit ist (2. Pet. 2:19).

  1. Wie fördert die Ansicht der Welt über Sex Satans Ziele?

6 Die Ansicht der Welt über Sex fördert Satans Ziele. Er hat bestimmt seine helle Freude, wenn er sieht, wie die Sexualität missbraucht und die Ehe in den Schmutz getreten wird – beides Geschenke Gottes (Eph. 2:2). Sexuelle Unmoral beschmutzt nicht nur Gottes Geschenk der Fortpflanzung, sondern kann Menschen auch das ewige Leben kosten (1. Kor. 6:9, 10).

SEXUALMORAL AUS SICHT DER BIBEL

7, 8. Welche gesunde Ansicht über Sexualität vertritt die Bibel?

7 Menschen, die sich von der Weisheit dieser Welt leiten lassen, tun die Moralmaßstäbe der Bibel als realitätsfern ab. Sie sagen gewissermaßen: Gott stattet uns doch nicht mit sexuellen Bedürfnissen aus und sagt uns dann, dass wir sie nicht befriedigen dürfen. Eine solche Denkweise entspringt dem Irrglauben, der Mensch müsse jedem Drang nachgeben. Die Bibel sagt da etwas anderes. Sie verleiht uns Würde, da sie lehrt, dass wir unangebrachtes Verlangen durchaus unter Kontrolle halten können (Kol. 3:5). Außerdem hat Jehova die Ehe geschaffen, in der angebrachte sexuelle Bedürfnisse befriedigt werden können (1. Kor. 7:8, 9). So können Mann und Frau am Sex Freude haben, ohne die Sorgen und Reuegefühle, die oft mit Unmoral einhergehen.

8 Im Gegensatz zur Welt vertritt die Bibel eine gesunde Ansicht über Sexualität. Sie sagt, dass Sex Freude machen kann (Spr. 5:18, 19). Es heißt aber auch: „Jeder von euch sollte wissen, wie er seinen Körper in Heiligkeit und Ehre im Griff haben kann. Gebt euch nicht gieriger, hemmungsloser sexueller Leidenschaft hin, wie sie die Völker haben, die Gott nicht kennen“ (1. Thes. 4:4, 5).

Wir sind wirklich dankbar, Gottes Wort zu besitzen! Und wir sind dankbar, dass Jehova uns durch geistige Nahrung immer wieder rechtzeitig hilft, uns auf dem Gebiet der Moral von der Weisheit dieser Welt nicht täuschen zu lassen.* (Lies Römer 1:24-27.)

DAS EGO RÜCKT IN DEN VORDERGRUND

10, 11. Was sagt die Bibel über die letzten Tage?

10 Die Bibel sagt über die letzten Tage: „Die Menschen werden sich selbst . . . lieben“ (2. Tim. 3:1, 2). Deshalb überrascht es nicht, dass in der Welt das Ego in den Vordergrund gerückt ist. Laut einem Nachschlagewerk erschien in den 70ern eine „Flut von Selbsthilfebüchern“. In manchen wurden die Leser dazu angehalten, „sich selbst kennenzulernen und zu akzeptieren und zu feiern, wer sie sind“. In einem dieser Ratgeber heißt es zum Beispiel: „Schließen Sie den schönsten, interessantesten und wertvollsten Menschen in Ihr Herz, den es je gegeben hat – Sie selbst.“ Das Buch vertritt „eine Religion des Selbst, in der der Einzelne sich in seinem Verhalten mehr durch sein Gewissen und die für ihn gültigen Gesetze seiner Kultur leiten lässt“.

11 Kommt dir das bekannt vor? So etwas hat der Teufel doch schon Eva eingeredet. Er sagte, sie könne „wie Gott sein und erkennen, was gut und böse ist“ (1. Mo. 3:5). Viele haben heute eine so hohe Meinung von sich selbst, dass sie sich von niemandem, nicht einmal von Gott, sagen lassen wollen, was richtig und was falsch ist. Diese Haltung zeigt sich besonders auf dem Gebiet der Ehe.

I

Ein Christ ist vor allem auf die Bedürfnisse anderer bedacht, besonders die seines Ehepartners (Siehe Absatz 12)*

  1. Welche Ansicht über die Ehe vertritt die Welt?

12 Die Bibel fordert Ehemänner und Ehefrauen auf, einander zu ehren und zu ihrem Eheversprechen zu stehen. Sie sollen fest zueinander halten. In 1. Mose 2:24 heißt es: „Ein Mann [wird] seinen Vater und seine Mutter verlassen und fest zu seiner Frau halten, und sie werden eins werden.“ Menschen, die sich von der Weisheit der Welt leiten lassen, vertreten eine andere Sichtweise, nämlich dass sich Ehepartner auf ihre eigenen Bedürfnisse konzentrieren sollen. Wie es in einem Buch über Scheidung heißt, wurde in manchen Trauungszeremonien die traditionelle Formel „bis dass der Tod uns scheidet“ durch das weniger umfassende Versprechen „solange wir uns lieben“ ersetzt. Diese lockere Ansicht hat zu zahllosen zerrütteten Ehen und unendlichem emotionalem Leid geführt. Die respektlose Einstellung der Welt zur Ehe ist ohne Zweifel unvernünftig.

  1. Was ist ein Grund, warum Jehova stolze Menschen verabscheut?

13 Die Bibel sagt: „Wer ein stolzes Herz hat, ist für Jehova abscheulich“ (Spr. 16:5). Warum verabscheut Jehova stolze Menschen? Ein Grund ist: Überzogene Selbstliebe ist ein Spiegelbild von Satans Arroganz. Satan dachte doch tatsächlich, dass Jesus, durch den Gott alles erschaffen hatte, sich vor ihm verbeugen und ihn anbeten sollte! (Mat. 4:8, 9; Kol. 1:15, 16). Menschen mit einem derart überzogenen Selbstbild sind ein Beweis dafür, dass die Weisheit der Welt Dummheit bei Gott ist.

SELBSTLIEBE AUS SICHT DER BIBEL

  1. Wie hilft uns Römer 12:3, uns selbst richtig zu sehen?

14 Die Bibel hilft uns, uns selbst richtig zu sehen. Eine gewisse Selbstliebe ist durchaus angebracht. Jesus sagte: „Du sollst deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst“ (Mat. 19:19). Daraus lässt sich ableiten, dass wir in gewissem Maß auf uns und unsere Bedürfnisse bedacht sein sollten. Die Bibel lehrt aber nicht, dass wir uns über andere stellen dürfen. Stattdessen fordert sie uns auf: „Tut nichts aus Streitsucht oder Egoismus, sondern achtet andere in Demut höher als euch selbst“ (Phil. 2:3; lies Römer 12:3).

  1. Warum ist das, was die Bibel zum Thema Selbstliebe sagt, gut?

15 Viele Menschen, die heute als klug gelten, würden die Ansicht der Bibel belächeln. Sie würden sagen, dass man anderen ausgeliefert ist und von ihnen ausgenutzt wird, wenn man sie höher achtet als sich selbst. Aber wozu hat die egozentrische Haltung geführt, die in Satans Welt gefördert wird? Sind egoistische Menschen deiner Erfahrung nach glücklich? Sind ihre Familien glücklich? Haben sie echte Freunde? Eine enge Freundschaft zu Gott? Was wirkt sich nach deiner Beobachtung besser aus – sich von der Weisheit dieser Welt leiten zu lassen oder von der Weisheit in Gottes Wort?

16, 17. Wofür können wir dankbar sein, und warum?

16 Wer bei Menschen Orientierung sucht, die in der Welt als weise gelten, ist wie ein Tourist, der einen anderen Touristen, der sich auch nicht auskennt, nach dem Weg fragt. Jesus sagte über die „klugen“ Leute seiner Zeit: „Das sind blinde Führer. Und wenn ein Blinder einen Blinden führt, dann fallen beide in eine Grube“ (Mat. 15:14). Es stimmt: Die Weisheit dieser Welt ist Dummheit bei Gott.

Gottes Diener blicken zufrieden auf ihr Leben im Dienst Jehovas zurück (Siehe Absatz 17)*

17 Der weise Rat der Bibel war schon immer „nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2. Tim. 3:16). Wir können Jehova sehr dankbar sein, dass er uns durch seine Organisation vor der Weisheit dieser Welt bewahrt (Eph. 4:14). Die geistige Nahrung, mit der er uns versorgt, gibt uns die Kraft, uns eng an die Maßstäbe in seinem Wort zu halten. Es ist wirklich etwas ganz Besonderes, von der überragenden Weisheit der Bibel geleitet zu werden!

Das Ur-Evangelium von Marcion

Auf Zypern „sammelte Marcion eine Gemeinde der Wahren und Echten um sich. Ein „Altes Testament“, das voller Irrtum, Schande und Fälschung war, verwarf er, das sollte nicht Wegweiser seiner wahrhaft Erlösten sein, sie sollten auch von diesem allzuirdischen „Gesetz“ erlöst sein. Er schrieb das Urevangelium, er reiste nach Rom, um es der dortigen Christgemeinde vorzustellen. Doch dort waren die Anderen am Werk, die Großstädtischen, die Bezahlen, die Abgefeimten, die Gedungenen, denen es nicht um die Welterleuchtung und das Lichterbringen ging, sondern, um eigenen privaten Anteil am Wohlleben und um des niederen Vorteiles willen, Macht über die Menschenherzen zu ergattern. Längst hatte der Dunkelheitstroll, der irdische Satan, seine gierigen Finger im römischen Ränkespiel. Diese begannen zu rechten, zu richten, zu rabulieren, von richtigem Katholizismus und von falscher Gnosis zu schwadronieren. Für Marcion und die Marcioniten besaß der Christ keine leibliche Gestalt, war vielmehr ein energetisches Geistwesen, das an kein Weltenkreuz hätte je geheftet werden können. So war ihr Christentum ein konzeptionell gnostischer Lichtkult, wie er sich in ihren Zeugnissen, den Sonnenspiral-Kapitellen und Spitzenkreuzen bekundete. Rom hatte nie die geistige Wahrheit, es hatte immer nur die weltliche Macht ! Markion ist in Rom ermordet worden, so wie viele Lichtritter vor ihm und nach ihm, bis auf den heutigen Tag. Aber die Urkirche der Marcioniten von der „Insel der Liebe“, von Zypern, bleibt uns lichtsuchenden Menschen ein Vermächtnis von dem wir nicht ablassen wollen und dürfen, denn die Hoffnung auf „mehr Licht“ gleicht dem täglichen verheißungsvollen Sonnenaufgang, jenem besten Bilde das beglückte Menschenaugen in ihre lichtsüchtigen Seelen saugen dürfen.“

https://oding.org

 

Der Kleingarten als Oase und Versorgungsquelle

Der Kleingarten als Oase und Versorgungsquelle

Mein Vater hatte in jungen Jahren in der Landwirtschaft gelernt und es zog ihn immer wieder zu den Bauern und in die kleinen Gärten. In Senftenberg ergab es sich, daß 1960 in geringer Entfernung unserer Wohnung ein kleineres Feld für den Bau einer Kleingarten-Anlage aufbereitet werden konnte. Mein Vater gehörte zu den Gründern und Initiatoren des Vereins der „Gartensparte Glück-Auf“ und gemeinsam mit einem Landvermesser war auch ich beteiligt – bei regnerischen Wetter – an der Parzellierung des verfügbaren Landes. Dieser Fleck war begrenzt einerseits von der Eisenbahnstrecke Ruhland – Senftenberg – Cottbus, andererseits von einer Straße, die über eine Eisenbahnbrücke zur Neubausiedlung der Stadt Senftenberg führte, desweiteren von einem kleinen Waldstreifen am Rande der alten gefluteten Braunkohlengrube „Marga“ von Senftenberg-Brieske.

Die einzelnen Parzellen wurden per Los an die Mitglieder der neuen Gartensparte verteilt. Mein Vater war zwar Vorstand des Vereines, mußte sich aber auch dem Los beugen und hatte etwas Pech, denn wir bekamen eine Parzelle am Rande in der Nähe zum Wald an der Grube. Diese zugeteilte Gartenfläche war noch zur Hälfte mit Gras bedeckt. Dieses Gras mußten wir zunächst mühevoll beseitigen, um überhaupt nutzbares Gartenland vor uns zu haben. Aber, mein Vater war glücklich über das Stückchen Land, das wir nun mit viel Elan und Aufwand – unter Einhaltung der Vereinsregeln – kultivieren durften. Etwas später bauten wir dann noch eine kleine Laube und noch später sogar noch ein kleines Glasgewächshaus in den Garten. Ich mußte meinem Vater damals viel im Garten helfen, was für mich als jungen Menschen nicht immer zu meiner Freude war. Obwohl ich damals oft murrte, wenn ich schon wieder mit in den Garten gehen sollte, denn dort gab es immer etwas zu tun, war das doch nicht zu meinem Schaden. Später konnte ich in meinem Leben darauf zurück greifen und arbeite bis heute gern im eigenen kleinen Obst- und Gemüse-Garten.

Mein Vater schilderte stolz seinen Garten in einem unvollendeten Brief 1984 an seinen jüngeren Bruder so:
Der Garten liegt „nicht weit entfernt von der jetzigen Wohnung, ganz am Rande der Stadt, 100 Schritte vom Wald entfernt. Der Garten, 360 qm groß und intensiv bewirtschaftet, versorgt uns völlig mit Obst – Äpfel bis April/Mai – und zu einem großen Teil auch mit Gemüse. Kohlgemüse kaufen wir allerdings im Laden. Der Garten steht jedoch bei meinen wenigen Hobbys an der Spitze.“  

Die von uns 1960 gegründete Gartenanlage Glück-Auf e.V. Senftenberg ist mit 259 Gärten heute noch der größte Gartenverein in Senftenberg.

Bildquelle: https://ontras.stadtbekannt.jetzt/blog/2017/11/07/gartensparte-glueck-auf-e-v/

Führung meines Vaters durch „seine“ Kleingartenanlage am 16.8.1984 (an seinem 60. Geburtstag):

Der Inhalt des Lebens ist mehr als Geld und persönlicher Reichtum

Der Inhalt des Lebens macht mehr aus als Geld und persönlicher Reichtum

„Das Geld zieht nur den Eigennutz an und führt stets unwiderstehlich zum Missbrauch.“ (Albert Einstein9

60. Geburtstag 16.8.1984

Väter sind Vorbilder, zeigen den Kindern, wie und nach welchen Werte das Leben gestaltet werden sollte.

„Es ist immer wieder bedauerlich zu sehen, wie in der BRD unsere Republik und unser Leben dargestellt wird. Man fragt sich nur. ob diese Fernsehleute diesen Unsinn selbst glauben, den sie den Bürgern der BRD vorgaukeln. Gewiß ist in unserer Republik vieles anders als in der BRD, vieles mag unverständlicher, ungewohnter, unbegreiflicher und geradezu fremdartig sein. Dies hier ist unser Staat. Wir haben ihn uns geschaffen, er ist unsere Heimat geworden, hier sind unsere Kinder aufgewachsen, hier wachsen deren Kinder heran. Und ich spreche nicht nur für mich, wenn ich sage, daß wir diese, unser Land lieben, auch dann und gerade deshalb lieben, weil manches noch nicht so ist, wie wir es uns wünschten, weil wir auf manches verzichten müssen, weil es Wichtigeres als den persönlichen  Vorteil gibt. Man wird sich … in der Welt daran gewöhnen müssen, daß es uns gibt, sie werden akzeptieren müssen, daß unsere Republik etwas zu leisten vermag – sehr zum Ärger vieler Leute jenseits unserer westlichen Grenze. … Ich sagte bereits Gerhard … daß es uns gut geht, und mußte erschreckender Weise feststellen, daß er den Begriff „gut“ völlig anders deutet. Gut ist bei ihm nur, wenn man viel Geld besitzt. Er lachte mich aus, als ich sagte, das Alleinige sei das Geld nicht. Der Inhalt des Lebens, unseres … Daseins mache weit mehr aus als Geld, als persönlicher Reichtum. Und ich denke, wenn Gerhard in den Bergen herumklettert, dann zählt auch das.“  (unvollendeter Brief meines Vaters aus der DDR an einen seinen jüngeren Bruder in der BRD, Anfang 1984)

Ja, genau so habe ich auch mein Leben gestaltet.

Lausitz. Lebensgeschichten einer Heimat

„Ich war Milliardär, zählte zu den 300 reichsten Deutschen und hatte mir jeden Traum erfüllt. Ich besaß ein enormes Vermögen, ein noch größeres Ego und alle denkbaren Spielzeuge dieser Welt. Doch ich war unglücklich und dann brach alles zusammen…“
(Dr. h.c. Florian Homm Hedgefonds-Legende, Finanzprofi, Aufklärer)