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Klaus, Georg

Georg Klaus

Georg Klaus (* 28. Dezember 1912 in Nürnberg; † 29. Juli 1974 in Ost-Berlin) war ein deutscher marxistisch-leninistischer PhilosophSchachspieler und Schachfunktionär.

https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Klaus

Georg Klaus war ein bedeutender DDR-Philosoph, veröffentlichte 1963 das Werk ‚Philosophie und Kybernetik‘, in dem er die Verbindung von Kybernetik mit dialektisch-materialistischer Philosophie untersuchte. Er betonte die Bedeutung von Semantik, Symbol- und Modelltheorie in kybernetischen Systemen und trug zur theoretischen Fundierung der Kybernetik im sozialistischen Wissenschaftsverständnis bei. Seine Arbeiten zeichneten sich durch eine kritische Auseinandersetzung mit logischen Grundlagen und Systemtheorie aus.

 

Georg Klaus war ein wichtiger DDR-Philosoph, der sich intensiv mit Kybernetik und Semiotik auseinandersetzte; zu seinen zentralen Werken zählt „Kybernetik in philosophischer Sicht“ (1961), ein bahnbrechendes Buch in der DDR, das Kybernetik als universelle Methode darstellte und maßgeblich die Auseinandersetzung mit der Kybernetik in der sozialistischen Philosophie prägte, aber auch zu späteren ideologischen Konflikten führte. Er veröffentlichte zudem das „Wörterbuch der Kybernetik“, das die kybernetische Terminologie erschloss, sowie zahlreiche weitere Schriften, die kybernetische Konzepte mit marxistisch-leninistischer Philosophie verbanden.
Wichtige Werke und Beiträge:
„Kybernetik in philosophischer Sicht“ (1961): Dieses Buch gilt als grundlegend für die Kybernetik-Rezeption in der DDR, da es eine philosophische Fundierung der Kybernetik im Dialektischen Materialismus anstrebte.
„Wörterbuch der Kybernetik“ (zusammen mit Manfred Buhr): Ein wichtiges Referenzwerk zur Erschließung der kybernetischen Fachsprache.
„Philosophie und Kybernetik“: Eine frühe Arbeit, die die Auseinandersetzung mit der neuen Wissenschaft behandelte.
Beiträge zur Semiotik: Später verlagerte sich sein Fokus auch auf die Semiotik, etwa mit „Die Macht des Wortes“ und „Sprache der Politik“, die jedoch auch Sprachnormierungsansätze enthielten.
Initiierung der Kybernetik-Forschung in der DDR: Klaus war eine treibende Kraft hinter der Einführung kybernetischer Denkweisen in Wissenschaft und Lehre (z.B. Studiengang Ökonomische Kybernetik).
Bedeutung:
Klaus versuchte, die Kybernetik als „Universalphilosophie“ oder „neue Universalphilosophie der Gesellschaft“ zu etablieren und sie mit der marxistischen Weltanschauung zu vereinen, was ihn zu einer Schlüsselfigur der DDR-Wissenschaftsphilosophie machte. Seine Arbeiten waren entscheidend für die frühe Integration kybernetischer Konzepte in die sozialistische Theorie und Praxis, führten aber auch zu ideologischen Debatten und Auseinandersetzungen mit der Parteiführung.