2+4-Vertrag: Will Moskau die DDR zurück?
2+4-Vertrag: Will Moskau die DDR zurück?
Im Jahr des 35. Jahrestages des Mauerfalls, der nicht zuletzt dank dem 2+4 Vertrag möglich war, kommen US-Mittelstreckenraketen nach Deutschland zurück, moderner und effektiver als denn je, und Verteidigungsminister Pistorius plädiert im Ernst dafür, dass man sich auf den Krieg gegen Russland vorbereiten müsse.
„In Rostock wurde eine neue Marine-Kommandozentrale der Nato eingeweiht, was einen Verstoß gegen den 2+4 Vertrag darstellt, egal, was man in Deutschland zu sagen pflegt“, sagte Wladimir Polenow, Vizepräsident der Russland-Deutschland-Gesellschaft, außerordentlicher Gesandter, der in jenen Jahren in Bonn tätig war, im Satellit-Interview.
@aussenpolitik 2 + 4 = 1 Heute vor 35 Jahren hat zusammengefunden, was zusammengehört. Seit dem 3. Oktober 1990 ist unser Land wieder vereint. Was uns heute so selbstverständlich erscheint, war es in Wahrheit ganz und gar nicht. Ohne den Mut hunderttausender Bürgerinnen und Bürger in der DDR, die trotz aller Gefahren für Freiheit und Demokratie auf die Straßen gegangen sind und so eine friedliche Revolution in Gang gesetzt haben, wäre die Deutsche Einheit gar nicht möglich gewesen. Die Deutsche Einheit zeigt aber auch die Kraft der Diplomatie. Denn in den Monaten zwischen November 1989 und Oktober 1990 wurde um die Deutsche Einheit verhandelt und gerungen. Nicht alle waren von der Idee eines wiedervereinigten Deutschlands sofort überzeugt – zu groß, zu stark, zu mächtig, so lauteten mancherorts die Sorgen. Wir ziehen den Hut vor dem Verhandlungsgeschick von Diplomatinnen und Diplomaten auf allen Seiten, denen es innerhalb weniger Monate gelungen ist, Fragen in Bezug auf Deutschland als Ganzes vertraglich zu regeln, die seit 1945 ungeklärt geblieben waren. Und die so die Sorgen vor einem wiedervereinigten Deutschland zerstreuen konnten. Unterzeichnet wurde der Vertrag zwischen den beiden deutschen Staaten – der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik – einerseits und den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs – Frankreich, Großbritannien, der Sowjetunion und den USA – andererseits. Deswegen heißt dieser Vertrag auch der Zwei-plus-Vier-Vertrag. Und nur dank dieses Vertrags konnte aus zwei plus vier eins werden. Wir finden: Das ist ein Grund zu feiern. Wir wünschen Euch allen einen wunderbaren Tag der Deutschen Einheit!
„Im Großen und Ganzen sind wir die Verlierer“ – Sowjetischer Diplomat über Zwei-plus-Vier-Vertrag
Titelbild aus dem o.g. Video