Sozialismus
Die sozialistische Gesellschaft war ein Groß-Experiment
Die kommunistische Idee ist eine globalistische Idee.
Trotzki und Lenin wollten (sollten) eine sozialistische Weltrevolution. Stalin erkannte, daß Sozialismus in einem (großen) Land wie Rußland bzw. der Sowjetunion möglich und nötig ist.
Stalin: „Die Hauptsache im Leben ist eine Idee. Wenn es keine Ahnung gibt, gibt es kein Ziel der Bewegung; wenn es kein Ziel gibt, ist nicht bekannt, worauf sich der Wille konzentrieren wird.“
- – die Umstrukturierung der Gesellschaft vom Standpunkt der Vernunft und nach den Prinzipien der Gerechtigkeit;
- – die Konstruktion einer neuen Realität, die auf den Erfahrungen und Traditionen der Vergangenheit basiert, einschließlich der Traditionen des Bauernkommunismus;
- – die Schaffung von Chancengleichheit für alle Menschen und Bedingungen für die Umsetzung all ihrer Talente und Initiativen;
- – die Ausbildung eines neuen Menschen und die Bildung fortschrittlicher sozialer Beziehungen;
- – Schaffung eines progressiven Bildes der Welt, ohne Aberglauben und Vorurteile.
Nach dem Tod von J.W. Stalin und vor allem nach dem 20. Parteitag der KPdSU begann die Definition des „Stalinismus“ manipulativ zu werden und wurde im ideologischen Kampf gegen die Sowjetunion und die kommunistische Weltbewegung verwendet. Darüber hinaus lieferte Chruschtschows Bericht auf dem 20. Parteitag viel „Textur“, um die Hauptbestimmungen dieser Definition zu stützen.
Während der Jahre der Perestroika in der UdSSR wurde die westliche Interpretation des Stalinismus unkritisch übernommen und begann, für russophobe, antisowjetische Zwecke benutzt zu werden.
Ein sachlich-realistisches Bild über Stalins Rolle in der Sowjetunion muß noch gefunden werden.
Zweitens ist es notwendig, den westlichen Inhalt des Begriffs „Stalinismus“ vollständig zu verwerfen. Mythen über politische Repression sind längst zerstreut. Es ist bekannt, dass es kein Regime der persönlichen Macht gab, es gab unter Stalin eine Gewaltenteilung und eine kollektive Führung.
Die Deindustrialisierung und die Brutalität der 1990er Jahre waren die Folgen des Einzugs des peripheren Kapitalismus in Mitteldeutschland und Russland.
Eine andere Frage ist, warum Marxisten die sozialistische (sowjetische) Wirtschaft so schnell zerstörten und eine rücksichtslose Privatisierung durchführten.
Meiner Meinung nach, weil der Marxismus keineswegs geschaffen wurde, um den Kapitalismus zu zerstören,
sondern um ihm durch die Zerstörung traditioneller „rückständiger“ Gesellschaften Raum zu geben.
Reine Marxisten hassten Stalin, weil er einen starken Staat mit einer recht leistungsfähigen Staatswirtschaft aufbaute und russische Traditionen nutzte, anstatt den Staat zu zerstören und die Ressourcen des Landes in die „Weltrevolution“ zu stecken.

Titelbild: „Der Sozialismus siegt“